Archives

Des Kuscheltiers neue Kleidung

Der kleine Kerl in der Mitte begleitet mich nun schon seit meiner Geburt. Damals habe ich ihn von einer meiner Tanten zur Geburt bekommen und seither liegt er jede Nacht bei mir und beschützt mich vor bösen Träumen. Er heißt Hündchen (ja, so kreativ war ich im Kindergartenalter schon) und damals hatte er ein rotes Gewand mit gelben Punkten. Als das durchgekuschelt war, wurde er grün angezogen. Das hielt auch ein paar Jahre, bis ich irgendwann vom Disneylandwochenende mit meinem Dad zurückkam und Hündchen in hellblau vorfand. Mittlerweile ist das Einzige was noch original ist das Futter.
Früher hat meine Mutter dafür gesorgt, dass er nicht völlig auseinanderfiel. Da sie leider nicht mehr da ist, um ihn neu einzukleiden, habe ich mich daran versucht. Es war langsam auch wirklich nötig. All die Nächte, in denen ich zu faul war mich abzuschminken zeichneten sich auf seiner Kleidung ab, der Kopf löste sich schon fast auf und der Hals war schon mehr als einmal notdürftig geflickt worden. Da ich meinen treusten Begleiter einfach nicht loslassen kann, musste ich etwas unternehmen.

 

 

Anders als die anderen “Aus alt mach neu” – Beiträge werdet ihr hier keine Anleitung finden, wie ihr ein ausrangiertes Kuscheltier wieder mit Leben füllen könnt. Zum einen, weil ich absolut keine Ahnung habe, wie man sowas richtig macht. Ich habe lediglich alle Nähte aufgetrennt, so gut es in Hündchens Zustand eben ging, ohne ihn völlig zu zerstören und die Einzelteile auf neuen Stoff übertragen. Nur die Ohren habe ich übernommen, weil sie noch völlig in Ordnung waren.
Zugegeben, ich hatte ziemliche Angst. Was, wenn ich es nicht schaffe und ich somit all meine Erinnerungen zerstöre? Es hat mich so schon einiges an Überwindung gekostet, dieses Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Jedes Mal, wenn der Stoff beim Auftrennen riss, zuckte ich zusammen und wollte nicht weitermachen, aus Angst, ich würde es nur noch schlimmer machen. Doch dann erinnerte ich mich an die Gespräche mit meiner Mutter, die mir erzählt hatte wie sehr sie geflucht und gebibbert hatte, als sie Hündchen versorgt hatte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich also durchgebissen.

Ausschneiden, fluchen. Feststecken, fluchen. Nähen, fluchen. Ihr kennt die Abläufe ja. 😉 Beim Nähen selber habe ich dann festgestellt, dass mein kleiner Kerl leider doch mehr gelitten hat, als ich gedacht habe. Denn nachdem ich alle Teile wieder zusammengefügt hatte und ich ihn auf rechts drehte, um ihn wieder mit dem Originalfutter zu befüllen, waren seine Proportionen doch etwas anders. Sein Kopf ist nun etwas…nunja…gigantisch und deformiert und seine Arme etwas länger. Vielleicht hätte ich die alten Einzelteile nur als Richtlinie nehmen sollen und ein akurateres neues Schnittmuster erstellen sollen. Aber es ist jetzt so, wie es ist. Nichts desto trotz liebe ich ihn immernoch und auch jetzt liegt er jede Nacht bei mir.

Da heute wieder einmal Dienstag ist, kommt dieser Beitrag auch zum Creadienstag

Pimp my watch

Diese gepimpte Uhr hängt jetzt bei mir im Flur Richtung Wohnzimmer. Ich hab gerne in jedem Zimmer eine Uhr hängen oder stehen, weil ich es hasse unpünktlich zu sein. Da ich beim Zocken, Nähen und Basteln aber auch gerne mal die Zeit vergesse, brauche ich eigentlich immer eine Uhr in meiner Nähe. Ich hatte diese alte Uhr mit Holzrahmen damals in der Küche hängen. Meine Mutter hatte sie mir damals überlassen, als ich von zu Hause in meine erste Studentenbude gezogen bin. Ich hab keine Ahnung, wie alt diese Uhr ist, aber sie begleitet mich schon mein ganzes Leben. Allerdings sah sie mit ihren Macken im Holz und dem abgelösten Ziffernblatt nicht mehr so schön aus.

Also hab ich in meinem neu aufgekeimten Bastelwahn beschlossen diese Uhr umzugestalten, weil ich sie nicht wegwerfen wollte. Bloß, weil sie nicht mehr so hübsch war muss sie ja nicht gleich in den Müll.
Bisschen Farbe, ein neues Ziffernblatt und ein paar Sticker von bande drauf und zack sieht die Uhr wieder aus wie neu! Klingt nicht nur einfach, ist es auch.

Was ihr braucht:
eine Uhr mit Holzrahmen
Schraubenzieher
dünne Bastelpappe
Bleistift
Schere
Sticker von bande (in meinem Fall die Kirschblüten und -blätter)
weiße Abtönfarbe
Schleifpapier
Pinsel
Kleber

So wird’s gemacht:
Zu allererst müsst ihr die Uhr auseinanderbauen. Seid ganz vorsichtig, wenn ihr die Zeiger vom Uhrwerk löst. Nicht, dass sie sich verbiegen, oder die Aufhängung einen Schlag bekommt und die Zeiger dann nicht mehr funktionieren.

Ich hatte nach dem Auseinanderschrauben sechs Einzelteile und die vier Schrauben, mit der man die Verkleidung an den Holzrahmen schraubt:

Holzrahmen
Glasscheibe
Ziffernblatt
Uhrwerk
Zeiger
Plastikabdeckung

Schmeißt das Ziffernblatt nicht sofort weg, ihr könnt es als Schablone für das Neue benutzen. Legt dafür einfach das alte Ziffernblatt auf den Bastelkarton und umrandet es einmal mit einem Bleistift. Zeichnet auch gleich das Loch für die Zeiger mit ein.

Das macht auch überhaupt nichts, wenn die Oberfläche des neuen Ziffernblattes etwas unschön aussieht. Mal einfach mit weißer Abtönfarbe drüber und lasst es trocknen. Zeichnet eure Zahlen auf das Ziffernblatt, oder druckt euch die Zahlen aus, wenn ihr – so wie ich *hust* – nicht zeichnen könnt, oder wollt. Sucht euch eine hübsche Schrift aus, druckt sie aus und schneidet die Zahlen aus.

Klebt die Ziffern auf die Pappe und tobt euch dann aus, was die Dekorierung angeht.


Schleift euren Holzrahmen einmal grob ab, damit die eventuellen Unebenheiten weg sind und später die Farbe besser vom Holz angenommen wird. Wischt mit einem nassen Lappen über den Rahmen, um den Holzstaub zu entfernen und lasst ihn kurz trocknen. Malt den Rahmen an und lasst ihn nochmal trocknen.
Setzt nun alle Teile wieder vorsichtig zusammen, schraubt die Abdeckung an den Rahmen und setzt eine Batterie ein.
Ich habe den Rahmen noch zusätzlich mit Blütenblätterstickern versehen und auch ein paar davon auf das Glas geklebt, aber das ist natürlich kein muss. Eurer Kreativität sind wie immer keine Grenzen gesetzt.
Schon hat eure Uhr einen neuen Look!

Da heute wieder Dienstag ist, geht dieser Beitrag auch wieder zum Creadienstag und wieder zu Me made on Tuesday!

Aus alt mach neu

Der Nachttisch meines Mitbewohners war bis zuletzt ein alter ausgedienter Hocker. Eigentlich hätte er einen kleinen Nachttisch von meinem Ex übernehmen sollen, der hatte sich dann aber doch dazu entschieden, ihn selber zu behalten. Da bekanntlich nichts so lange hält wie ein Provisorium, stand besagter Hocker jetzt immer noch neben dem Bett. Also habe ich mich kurzer Hand entschlossen ihn umzugestalten, damit er auch zu der dunkelgrünen Wand und dem schwarzen Bett passt. Abgesehen davon hatte er Katschen und Tassenränder auf der Oberfläche, die ich entfernen wollte. Als Tochter eines Schreiners sollte das nun wirklich keine große Herausforderung sein!
Jetzt passt er farblich zu der Wand und dem Bett und mein Mitbewohner ist auch froh. Das Umgestalten ging schneller, als ich dachte. Lediglich das Trocknen des Lacks hat etwas gedauert. Für die, die sowas auch mal machen wollen, hab ich mal aufgeschrieben, wie ich das gemacht habe.

Ihr braucht:

Ein Holzmöbelstück, dass ihr umgestalten wollt (in meinem Fall ein alter Hocker)
80er Schleifpapier
Schraubenzieher
Pinsel
Farbe
Lack
Nitro-Verdünnung
Zeitungspapier zum Unterlegen

So wird’s gemacht:

Ich habe den Hocker zuallererst auseinandergeschraubt, damit ich jedes Einzelteil anmalen konnte.

Mit dem Schleifpapier habe ich die oberste Schicht angeschliffen, weil mein Hocker mit Lack überzogen war und ich diesen weghaben wollte. Auf Lack malt es sich recht schlecht. Wie oben schon erwähnt, wollte ich auch die Macken entfernen.

Den Schleifstaub habe ich mit einem feuchten Lappen entfernt und die einzelnen Stücke trocknen lassen.
Vom Streichen der Zimmerwand war noch dunkelgrüne Farbe übrig und in meinem Bastelkorb war auch noch schwarze Abtönfarbe zu finden. Die Beine und die Seite der Platte habe ich dunkelgrün angemalt und die Oberfläche der Platte wurde schwarz gestrichen.

Nun wieder alles auf Zeitungspapier trocknen lassen (bei dem sommerlichen Wetter zurzeit grade echt kein Problem) und dann noch die Oberfläche mit Klarlack überziehen, damit die Farbe geschützt ist.

(Vergisst bitte nicht eure Lackpinsel nachher in Verdünnung auszuwaschen, sonst könnt ihr sie nie wieder benutzen!) Ich hab mich an die Trockenzeit des Lacks gehalten, obwohl es so warm und trocken war. Je nach Lack variiert die Zeit natürlich, also achtet bitte darauf.
Zum Schluss habe ich alle Teile wieder zusammengeschraubt und fertig war der Nachttisch.

Jetzt geht es damit ab zum Creadienstag und zum ersten Mal auch was zu Me made on Tuesday!

Vorbereitungen für die Lagerküche

Ich hab euch letzte Woche schon gezeigt, was ich so alles mitnehme, wenn ich mit meiner Lagerküche auf Con fahre. Ausrüstung ist ja schön und gut und macht auch was her, aber ohne eine gute Vorbereitung hilft das auch nicht viel. Natürlich sollte man hier zwischen einer normalen Wochenendcon und einer Großcon unterscheiden. Für Freitag bis Sonntag planen und Vorbereiten ist einfacher, als wenn man das für eine komplette Woche macht und man (eigentlich) keine Möglichkeit hat einzukaufen. Ich beschränke mich heute auf die Großconvorbereitung, denn wenn man das drauf hat, sind Wochenendcons meiner Meinung nach ein Kinderspiel. 🙂
Wie auch bei dem Equipment gilt auch hier: Das ist meine Art es zu tun. Das ist natürlich nicht die einzige Variante!
Wann ihr mit der Planung anfangt ist euch überlassen. Ich mache das am liebsten mindestens einen Monat im Vorraus, damit auch wirklich jeder Mitesser die Möglichkeit hat, seine Allergien etc. zu nennen. Wer sich nicht meldet, hat Pech gehabt. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Was will ich überhaupt kochen?
Die wichtigste Frage überhaupt! Klar könnt ihr euch was ausdenken und dafür einkaufen, aber wenn ihr für andere mitkocht, dann solltet ihr auf eure Mitesser achten. Allergien, Unverträglichkeiten oder das simple „das mag ich aber nicht“ solltet ihr nicht außer Acht lassen. Klar, auch mir ist es schon passiert, dass jemand nicht mitgegessen hat, weil das Essen doch schärfer geworden ist, als es sein sollte.
Wenn ihr das aber im Vorfeld abgeklärt habt, könnt ihr euch ans Rezepte suchen begeben. Achtet darauf, dass ihr nicht mit einem Herd und/oder Backofen kocht, sondern auf offenem Feuer (wenn ihr es so macht, wie ich). Für erfahrene Köche ist das vielleicht kein Problem, aber für Neulinge habe ich den Tip: Eintöpfe und Dinge, die nicht viel mit Hitzeregulierung (wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln) zu tun haben, sind die perfekten Speisen.

Lagerung auf dem Congelände
Zu Hause ist das nicht sonderlich schwer. Kühlschrank auf, Sachen rein, fertig! Wenn ihr auf einem Congelände zeltet, habt ihr allerdings keinen Kühlschrank und erst recht keine richtige Küche, sondern ein Provisorium mit dem ihr auskommen müsst. Wenn ihr eine Kühlbox dabei habt, oder wie ich damals eine IT-taugliche Kühltruhe, könnt ihr dort Vieles reintun, was gekühlt werden muss, oder einfach länger frisch sein soll.
Kleiner Tipp hierbei: Wenn ihr im Vorfeld viele Lebensmittel und Getränke einfriert, habt ihr automatisch Kühlakkus dabei, die keinen zusätzlichen Platz beanspruchen. Ich friere zum Beispiel immer 2 Liter Milch, Wasser und Säfte ein. Fleisch, welches ich erst später in der Woche brauche wird auch eingefroren. Tiefgefrorene Früchte und Gemüse bietet sich natürlich auch super dafür an!
Bei den restlichen Lebensmitteln gilt: Achtet darauf, dass es so wenig wie möglich in der prallen Sonne steht, sonst geht euch viel um. Auch eine Kühlbox sollte eher schattig stehen.

Einkaufszettel und Einkaufen
Steht eure Auswahl an Speisen, könnt ihr euch daran machen, einen laaaaaangen Einkaufszettel zu schreiben. Zumindest meine Zettel sind immer ewig lang. Denk daran, dass ihr die Mengen an Zutaten der Anzahl an Personen im Lager anpassen müsst. Schreibt alles sauber runter und sortiert dann die Liste nochmal nach Kategorien wie zum Beispiel „Milchprodukte“, „Obst und Gemüse“ und „Knabberzeug“. Glaubt mir, das macht das Einkaufen später einfacher! Das erspart euch nämlich orientierungsloses rumlaufen im Laden. Für das spätere Packen kopiert diese Einkaufsliste noch einmal.
Bevor ihr allerdings einkaufen geht, schaut vorher nach, was ihr alles zu Hause habt. Zum Beispiel Gewürze sollten wirklich nur dann gekauft werden, wenn ihr Jeweiliges nicht habt. Was bringt es euch, wenn ihr am Ende 3 angefangene Dosen Paprika edelsüß im Regal stehen habt? Markert also alles an, was ihr zu Hause habt und stellt es eventuell schon gesammelt an einen Ort.
Überlegt euch, was ihr schon vorher einkaufen könnt und was ihr besser erst am Anreisetag oder einen Tag davor einkauft (zum Beispiel frisches Obst und Gemüse).

Vorbereitungen
Macht es euch auf der Con selber so einfach wie möglich und bereitet so viel wie geht vorher vor. Ihr habt genug mit Feuer machen und kochen zu tun, da hilft jedes bisschen, was nicht noch extra gemacht werden muss. Natürlich kann man seine Mitesser um Schnibbelhilfe bitten etc etc, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Es kann immer mal was dazwischen kommen – PLOT *hust, hust* – und dann steht ihr alleine da.
Ihr könnt zum Beispiel einiges an Fleisch schon abbraten und das dann in kleinen Beuteln einfrieren. Wird nicht so schnell schlecht und ist schon vorgekocht. Ich hab zum Milchreis Mangopüree gereicht. Pürieren mit einem Stab ohne Strom gestaltet sich allerdings etwas schwierig, also habe ich das Püree zu Hause gekocht und in abgekochte Gläser gefüllt und kalt gestellt.
Kommen wir nun zu meinem schon letzte Woche angekündigtem Thema: Gewürze und Öle. Ich bin mittlerweile der Meinung: je weniger Plastik oder Dosen man sieht, desto schöner sieht’s im Lager aus. Darum habe ich all meine Gewürze und Öle in Glasgefäße umgefüllt.

Beschriftet habe ich sie dann mit einem Klebeetikett oder mit anderen Etiketten, damit ich auch weiß, was was ist. Gerade wenn es dunkel wird ist das etwas schwierig zu unterscheiden. All meine Gewürzgläser habe ich in eine kleine Holztruhe gepackt, damit ich alles an Ort und Stelle habe und nicht noch lange suchen muss.

Wenn ihr frische Kräuter benutzen wollt, könnt ihr euch Blumenampeln holen, in deren Blechtöpfe dann die Kräuter kommen. Macht die Lagerküche auch gleich etwas wohnlicher.

Schreibt euch eine Packliste mit all den Dingen, die ihr mitbringen wollt und hakt sie ab, wenn sie eingepackt sind. Ihr könnt später nicht nochmal losfahren. Gut, man kann auch die lieben Zeltnachbarn fragen, ob sie euch aushelfen können.

Das war es dann auch “schon”. Uff…eigentlich sollte der Beitrag viel kürzer werden. Hat ja gut geklappt! Ich hoffe, ich konnte euch damit einen Einblick verschaffen.

Schürze für die Bediensteten im LARP

Eine Schürze gehört zu jedem Wirt und Bediensteten dazu. Ob es eine Schürze auf Bauchhöhe ist oder eine, die über den gesamten Oberkörper geht. Hat man dreckige und/oder nasse Hände kann man diese schnell trocknen und grob säubern.
Wie einige von euch schon wissen, spiele ich im LARP eine Wirtin und sie besitzt natürlich eine Schürze. Für ihre Angestellten gehört solch ein Accessoire ebenso zur Arbeitskleidung und damit man eben solche auch erkennt, tragen sie das Wappen der Taverne auf der Schürze, welches auch auf dem Tavernenschild nicht fehlen darf!
Es ist deswegen eine weiße Schürze geworden, weil diese Farbe zu jedem Kleidungsstil und Farbton passt (und am einfachsten zu bemalen, aber das ist nicht so wichtig 🙂 ). Das Beste: Es dauert nicht lange und kann sich sehen lassen.
Ich entschuldige mich allerdings für die wenigen Bilder, aber da ich etwas unter Zeitdruck stand habe ich nicht jeden Schritt fotografiert.

Ihr braucht:

Stoff in der Farbe, in der ihr eure Schürze haben wollt
passendes Garn
Stoffmalfarbe
Motiv
Schneiderkreide oder Bleistift

So wird’s gemacht:

Schneidet euch aus dem Stoff ein Rechteck in der Größe, in der ihr eure Schürze haben wollt. Ihr könnt auch ein Quadrat ausschneiden, aber ich hab es lieber, wenn die Schürze ein bisschen über die Seiten geht. Ich habe nämlich die Gewohnheit mir die Hände an den Oberschenkelseiten abzuwischen und wenn dann da keine Schürze ist, versau ich mir nur die Kleidung.
Schneidet ebenfalls ein kleines Rechteck oder Quadrat für die Tasche aus. Ich habe ein Rechteck gewählt, weil mein Motiv eher in die Länge ging, als in die Breite. Jetzt fehlen nur noch die Bänder, um die Schürze später umbinden zu können. Ich habe sie aus Stoff ausgeschnitten, allerdings könnt ihr auch Seidenbänder oder Webband oder Ähnliches benutzten.

Näht nun alle Teile um.Zeichnet eurer Motiv auf der Tasche vor und malt es dann mit Stoffmalfarben aus. Ob ihr Stoffmalstifte oder Pinsel und einen Farbtopf nehmt, das ist euch überlassen. Ich kann mi Stiften besser und präziser malen.

Näht nun die Tasche auf die Schürze in Spe und die Bänder an die Seiten. Schon habt ihr euer Ergebnis.

Pinnwand mit den Stickern von bande

Dieser Beitrag enthält Werbung.

Ich mag Pinnwände aus Kork sehr gerne und hänge eigentlich alles auf. Von Fotos, über Geldscheine aus anderen Ländern, Karten mit lustigen Sprüchen und Fahrkarten aus Urlauben. Jede Erinnerung wird daran festgepinnt. Auch wichtige Notizen, wie zum Beispiel meine Wahlbescheinigung habe ich mal an sowas gepinnt, damit ich sie ja nicht vergesse. Da ich allerdings nicht so der Fan von stupiden und kargen Pinnwänden bin, habe ich mich kurzerhand entschlossen selber eine zu basteln und sie so zu gestalten, wie ich es gerne hätte.
Wir hatten von den Herstellern der bande Sticker ein kleines Paket mit kostenlosen Mustern zugeschickt bekommen und ich fand, das war eine gute Idee, diese zu benutzen. Schließlich kann man diese Sticker und Tapes wunderbar zum Verschönern benutzen!
Am Schluss habe ich noch etwas Bast und ein paar Miniklammern drangehangen, aber das müsst ihr natürlich nicht!
Hier habt ihr meine Materialienliste und eine kleine Anleitung:

Ihr braucht:

1x selbstklebende Korkmatte (DIN A4)
1 Stück weiße Pappe, das größer ist, als die Korkmatte
Faden oder Band zum Aufhängen
Tesafilm
Buntstifte
Taperolle „rote Federn“
Taperolle „Gerbera“

Wie wird’s gemacht:

Legt die Korkmatte probeweise auf die Pappe und malt mit einem Bleistift die Ecken an. Schließlich soll die Matte in der Mitte liegen. Außer ihr wollt natürlich ein schiefes Kunstwerk haben, eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt!

Habt ihr euch für die gerade Variante entschieden und die Ecken angemalt, schnappt euch nun die Taperolle mit den roten Federn und zieht jeweils an den angemalten Ecken entlang eine Bahn aus Tape. Mit den Gerberablumen verzieht ihr noch die freien Flächen und mit ein paar Buntstiften könnt ihr die Pappe auch noch aufhübschen.

Klebt nun die Korkmatte auf die Pappe. Wenn sie selbstklebend ist, einfach die Folie hinten abziehen und auf der Pappe glattstreichen. Habt ihr keine selbstklebende Matte, streicht sie mit ordentlich Kleber ein und befestigt sie dann auf der Pappe.

Dreht nun die Pinnwand um und befestigt mit etwas Tesafilm den Faden oder das Band, damit ihr die Wand auch aufhängen könnt.

Schon ist eure im Grunde Pinnwand fertig. Fehlen nur noch Dinge, zum anpinnen 🙂

Heilerbestecktasche

Die Heilerbestecktasche habe ich für einen Freund angefertigt. Vor einem Jahr hatte er die Idee, dass er auf der Amonlonder Akademie bei seinem Heilerkurs seinen Schülern zum Abschluss Heilerbestecktaschen rausgeben möchte, aber er wollte keine gekauften haben, weil er das Wappen der Akademie draufhaben wollte. Ich habe angeboten, welche für ihn anzufertigen und er hat das Angebot dankend angenommen.
Jetzt habe ich 6 Heilerbestecktaschen in der Tasche, die nur darauf warten in die Hände ihrer neuen Besitzer zu wandern.
Ich selber habe eine Heilerin in meinem Charakterrepertoire fürs LARP, also werde ich mir demnächst auch eine eigene Tasche nähen. Werkzeuge und Utensilien möchten ordentlich verstaut werden. Schlecht sortierte und organisierte Heiler sind der Tod für jeden Verletzten.
Ihr könnt selbstverständlich jedes Motiv auf eure Taschen malen und auch die Bindung ist euch überlassen. Ich habe die Landesfarben von Amonlonde und Satinband genommen, weil ich es passend fand. Wenn ihr lieber eine Kordel nehmen wollt, tob euch aus! Ich denke, wenn ich meine eigene mache, wird sie etwas derber aussehen.
Ich spann euch jetzt nicht länger auf die Folter, sondern zeige euch, wie ich die Heilerbestecktasche gemacht habe.

Ihr braucht:

Weißen Stoff
– 1 Stück 40 cm x 40 cm
– 1 Stück 35 cm x 15 cm
Passendes Garn
Abstecknadeln
Stoffschere
Textilfarben
Motive
Pinsel
Satinband ( 2 Stück je 30 cm)

Wie es geht:

Übertragt die Schnittmuster auf den Stoff und schneidet eure Stücke aus. Das große Stück ist die Abdeckung, das kleine Stück wird später die Tasche für das Besteck.
Klappt die Ränder um, damit ihr sie umnähen könnt. Ich benutze dafür immer einen Zickzackstich, wer eine Overlock hat, kann die Ränder schön versäubern und sie dann umnähen.

Faltet eure Abdeckung in der Mitte und näht das kleine Stoffstück auf die untere Hälfte. Macht euch auf dem kleinen Stück auf der langen Seite unten alle 2,5 cm eine Markierung und näht eine gerade Linie nach oben. Wenn ihr das mit allen Markierungen gemacht habt, habt ihr so die Fächer für die einzelnen Werkzeuge gemacht.

Nun geht es ans anmalen. Schnappt euch eure Motive platziert sie auf die obere Hälfte der Abdeckung. Jetzt habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder, ihr zeichnet alles per Hand ab, oder ihr paust es durch, oder ihr macht es wie ich und pinnt sie mit einer Nadel fest und malt drumherum. Ich habe direkt meinen Textilstift genommen, aber wenn ihr euch unsicher seid, könnt ihr auch erst einmal mit Bleistift oder Malerkreide das Motiv vormalen. Malt euer Motiv noch aus und lasst es so lange trocknen, wie es die Farbe vorgibt.


Wenn nötig, bügelt die Motive noch einmal fest, damit sie nicht bei der nächsten Wäsche auswaschen und eure Mühe zunichte machen.
Befestigt nun noch mit ein paar Stichen die Satinbänder an den Rändern und schon ist eure Heilerbestecktasche fertig. Umklappen, aufrollen, zubinden, that’s it.

Diese Heilertasche reichen wir beim Creadienstag und bei Magic Crafts ein!

Einfaches Mittelalterkleid

Dieses einfache Mittelalterkleid habe ich letztens genäht, weil einer meiner Charaktere im LARP eine neue Klamotte brauchte. Eigentlich war dieser Charakter nur als ein One-shot geplant, aber dieses Jahr soll ich ihn wieder auf der Amonlonder Akademie spielen, also wurde der Charakter generalüberholt und bekam auch eine neue Klamotte verpasst, weil die alte Robe nur bedingt passte.
Zurzeit nähe ich wieder etwas mehr, weil ich nach meinem großen Gewichtsverlust im letzten Jahr keine passenden Klamotten mehr hatte. Im Oktober letzten Jahres habe ich euch schon mein Ballkleid vorgestellt und auch dieses Kleid habe ich nach dem Schnitt von Natron und Soda geschneidert.
Ich habe wieder einmal die Schnürung weggelassen, weil ich lieber Gürtel trage. Der Eine oder Andere mag jetzt fragen: „Wo ist da das Problem, wenn das Kleid eine Schnürung hat?“
Ganz einfach: Ich mag das Gefühl nicht. Wenn ich die Schnürung habe und dann gleichzeitig einen Gürtel – egal, ob aus Stoff oder Leder – kann ich das Gefühl absolut nicht haben. Wäre auch nicht das erste Mal, dass ich mich mit meinen Gürteltaschen und Gebamsel in der Schnürung verhedder. Fazit für mich: keine Schnürung und alles ist tutti.

Für das einfache Mittlelalterkleid habe ich Folgendes benutzt:
3 Meter dunkelblauen Baumwollstoff
1 Meter silber-grauen Jacquard Futterstoff
schwarzes Nähgarn
1 weißer Stoffgürtel

Im Gegensatz zum Ballkleid hat dieses Exemplar enganliegende Ärmel bekommen und wird durch einen kleinen Schwalbenschwanz auf der Rückseite aufgehübscht. Ich steh bei Kleidern total auf mehrere Farben und Akzente, also habe ich den Schwalbenschwanz mit Jacquardstoff gefüttert und denselben Futterstoff bei den Ärmeln benutzt, um die Aufsätze zu nähen.

Den Rocksaum, die Ärmelsäume und den Ausschnitt habe ich mit einem schwarzen Zierstich versehen, um es aufwendiger aussehen zu lassen, als es wirklich war.

Letzten Endes habe ich vom Schnittmuster aufmalen bis zum Bügeln „nur“ knappe 5 Stunden an dem Kleid gesessen und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Alles in allem ist es trotzdem relativ schlicht, wird aber durch die Tonnen an Schmuck aufgewertet, die der Charakter trägt. Den weißen Stoffgürtel habe ich von einem anderen Kleid übernommen, weil ich fand, dass er ganz gut dazu passt.

Da mein Ballkleid schon beim Creadienstag war, kommt dieses Kleid einfach mal zur Abwechslung nach RUMS 🙂

Kirschblütenbaum mit Stickern von bande

Wie am Samstag schon angekündigt kommt heute der Beitrag über die washitape ähnlichen Sticker von bande. Auf der creativeworld im Januar haben Danny und ich uns unter anderem auch diesen Stand angeschaut und uns ein bisschen was zu den Produkten erklären lassen. Außerdem haben wir einige Kostenlose Muster zum Ausprobieren mitbekommen.
Wie Washitape kann man diese Sticker überall anbringen und sie lassen sich super leicht wieder entfernen, ohne dass die Sticker zerreißen oder die Oberfläche, auf der sie geklebt wurde leidet. Man kann damit alles dekorieren und mit ein bisschen zusätzlichem Material kann man auch wirklich schöne Bilder basteln.

Ich hatte schon erwähnt, dass ich nicht so der Fan von Washitapte bin, aber diese Sticker total klasse fand. Beziehungsweise, was man daraus machen kann. Nachdem wir auch kostenlose Samples bekommen haben, musste ich das natürlich auch gleich ausprobieren.
Für mich sind diese Sticker sehr interessant, weil ich weder malen noch zeichnen kann. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und Fantasy kann man aber mindestens genauso schöne Bilder kreieren und sowas finde ich klasse! Ich würde so gerne mehr selbstgemalte Bilder in meiner Wohnung haben, aber ich kann es einfach nicht.
Ich hab mich bei dem folgenden Bastelwerk an einem der Bilder orientiert, das auch an dem Stand von bande ausgestellt wurde. Normalerweise würde ich auch einen weißen Bilderrahmen nehmen, aber ich hatte noch ein Stück Verpackungsmaterial übrig, das ich vor ein paar Wochen mit Pappmaché bearbeitet hatte. Da es diesen Rundauschnitt hatte, wollte ich unbedingt ein Bild rein malen oder kleben, hatte aber bis jetzt noch nicht das Richtige gefunden. Doch nachdem wir diese Sticker bekommen hatten, war diese Frage auch beantwortet.

Was ihr dafür braucht bzw. was ich benutzt habe:

Bilderrahmen (weiß, oder ihr bemalt einen Naturrahmen)
blauer Wasserfarbe
braune Abtönfarbe
Pinsel
bande Sticker (Yoshino Kirschbaum und Kirschblüten Blütenblätter)

Wie ich es gemacht habe:

Meinen vorgefertigten Rahmen habe ich mit blauer Wasserfarbe ausgemalt, damit es aussieht, wie ein wolkenloser Himmel. Wenn ihr das macht, wird es wohl ein Blatt Papier sein, dass ihr ausmalt. Nachdem die Farbe trocken war habe ich mit einem dünnen Pinsel und der braunen Abtönfarbe eine Linien aufgemalt, die nachher die Äste meines Kirschbaumes darstellen sollten.

Nachdem auch das getrocknet war, habe ich meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe einfach die Sticker von der Kirschbaumrolle gezogen und sie dorthin platziert, wo ich sie hübsch fand.
Zum Schluss habe ich noch ein paar von den Kirschblüten auf dem Bild und dem Rahmen verteilt.
Fertig ist das Bild mit den bande Stickern.

Aus den anderen Stickertapes werde ich auch noch was basteln. Vielleicht verschöner ich meinen weißen Kleiderschrank mit Kirschblütenblättern oder gestalte Karten mit den Sonnenblumen.
Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil und starten damit auch mal bei #12xkreativ von vom Landleben. Geniale Idee! Mal schauen, was uns noch so einfällt 🙂

Weihnachtsbaumdeko aus Klorollen

Jedes Jahr steht bei uns die gleiche Frage im Raum: „Holen wir uns einen Weihnachtsbaum, oder nicht?“ Wir haben zwei Katzen, die gerne damit spielen, deswegen fällt ein großer Baum schon raus, weil wir keinen Unfall riskieren wollen. Aber ganz ohne ist es für uns irgendwie nicht weihnachtlich genug, weil es doch ganz hübsch aussieht, wenn die Geschenke drunter liegen. Meistens entschließen wir uns doch dazu einen kleinen Weihnachtsbaum im Topf zu holen. Klar wird der dann auch geschmückt, aber sonderlich viel Gekauftes kommt nie dran und wenn, dann ist es etwas Weiches, was nicht kaputt gehen kann, sollten die Katzen doch auf Idee kommen, den Baum umzureißen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, aus Klopapierrollen ein paar Anhänger zu basteln. Das geht schnell, sieht hübsch aus und kostet fast kein Geld.

Ihr braucht:

Klopapierrollen (you don’t say)
Schere
Heißkleber
Pinsel
Farbe
Faden

So wird’s gemacht:

Schneidet die Klopapierrollen in gleichgroße Stücke. Wie groß sie sein sollen, ist euch überlassen. Ordnet nun die einzelnen Stücke in Stern- und/oder Blumenform an und klebt sie mit Heißkleber zusammen. Vorsicht! Der Heißkleber heißt nicht um sonst so. Zieht euch Handschuhe an, wartet einen kurzen Moment, bis ihr die Teile zusammendrückt oder seid einfach sehr vorsichtig. Lasst die Sterne und Blumen trocknen beziehungsweise den Kleber aushärten.

Schnappt euch Pinsel und Farbe und malt eure Weihnachtsbaumdekoration an, wie es euch gefällt. Vielleicht passend zum restlichen Baumschmuck? Lasst die Farbe gut trocknen. Jetzt fehlt nur noch ein Stückchen Faden und dann könnt ihr eure Baumdeko auch schon aufhängen.
So einfach kann man aus „Müll“ noch etwas Schönes basteln.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.