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Des Kuscheltiers neue Kleidung

Der kleine Kerl in der Mitte begleitet mich nun schon seit meiner Geburt. Damals habe ich ihn von einer meiner Tanten zur Geburt bekommen und seither liegt er jede Nacht bei mir und beschützt mich vor bösen Träumen. Er heißt Hündchen (ja, so kreativ war ich im Kindergartenalter schon) und damals hatte er ein rotes Gewand mit gelben Punkten. Als das durchgekuschelt war, wurde er grün angezogen. Das hielt auch ein paar Jahre, bis ich irgendwann vom Disneylandwochenende mit meinem Dad zurückkam und Hündchen in hellblau vorfand. Mittlerweile ist das Einzige was noch original ist das Futter.
Früher hat meine Mutter dafür gesorgt, dass er nicht völlig auseinanderfiel. Da sie leider nicht mehr da ist, um ihn neu einzukleiden, habe ich mich daran versucht. Es war langsam auch wirklich nötig. All die Nächte, in denen ich zu faul war mich abzuschminken zeichneten sich auf seiner Kleidung ab, der Kopf löste sich schon fast auf und der Hals war schon mehr als einmal notdürftig geflickt worden. Da ich meinen treusten Begleiter einfach nicht loslassen kann, musste ich etwas unternehmen.

 

 

Anders als die anderen “Aus alt mach neu” – Beiträge werdet ihr hier keine Anleitung finden, wie ihr ein ausrangiertes Kuscheltier wieder mit Leben füllen könnt. Zum einen, weil ich absolut keine Ahnung habe, wie man sowas richtig macht. Ich habe lediglich alle Nähte aufgetrennt, so gut es in Hündchens Zustand eben ging, ohne ihn völlig zu zerstören und die Einzelteile auf neuen Stoff übertragen. Nur die Ohren habe ich übernommen, weil sie noch völlig in Ordnung waren.
Zugegeben, ich hatte ziemliche Angst. Was, wenn ich es nicht schaffe und ich somit all meine Erinnerungen zerstöre? Es hat mich so schon einiges an Überwindung gekostet, dieses Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Jedes Mal, wenn der Stoff beim Auftrennen riss, zuckte ich zusammen und wollte nicht weitermachen, aus Angst, ich würde es nur noch schlimmer machen. Doch dann erinnerte ich mich an die Gespräche mit meiner Mutter, die mir erzählt hatte wie sehr sie geflucht und gebibbert hatte, als sie Hündchen versorgt hatte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich also durchgebissen.

Ausschneiden, fluchen. Feststecken, fluchen. Nähen, fluchen. Ihr kennt die Abläufe ja. 😉 Beim Nähen selber habe ich dann festgestellt, dass mein kleiner Kerl leider doch mehr gelitten hat, als ich gedacht habe. Denn nachdem ich alle Teile wieder zusammengefügt hatte und ich ihn auf rechts drehte, um ihn wieder mit dem Originalfutter zu befüllen, waren seine Proportionen doch etwas anders. Sein Kopf ist nun etwas…nunja…gigantisch und deformiert und seine Arme etwas länger. Vielleicht hätte ich die alten Einzelteile nur als Richtlinie nehmen sollen und ein akurateres neues Schnittmuster erstellen sollen. Aber es ist jetzt so, wie es ist. Nichts desto trotz liebe ich ihn immernoch und auch jetzt liegt er jede Nacht bei mir.

Da heute wieder einmal Dienstag ist, kommt dieser Beitrag auch zum Creadienstag

Ulrikes Wichtelparty

Vor einer Weile hatte Ulrike zu einer Wichtelparty anlässlich des 6. Bloggeburtstages eingeladen. Ich war natürlich sofort dafür. Wichteln finde ich ja immer lustig. Also habe ich mich direkt angemeldet und dann den sehr lustigen Fragebogen ausgefüllt, der meinem Wichtelpartner dann zur Verfügung gestellt werden sollte. Dann hieß es abwarten.

Mit dem Fragebogen meines Wichtels konnte ich leider nicht so wirklich was anfangen. Viele Fragen waren sehr neutral beantwortet und ich wusste lange Zeit nicht, was ich machen soll. Dann habe ich mir einfach gesagt, dass man ein Utensilo eigentlich immer brauchen kann. Ich sortiere da immer meine Projekte rein. Da mein Wichtelpartner gerne zeichnet, habe ich noch ein Stiftemäppchen dazu gemacht. Außerdem habe ich dann noch eine Kerze dazu gelegt, die ich schon vor längerer Zeit gemacht habe. Die fand ich total schick, wusste aber nie wem ich sie schenken sollte, da mein Freundeskreis eher blau, grün und rot Töne mag.

Inspiriert haben mich dann die Papierschnipsel, die man sicher wunderbar in einem Utensilo horten kann. 😉 Dass mein Wichtelpartner violett und schwarz mag. Ich bin ja, was meine Farbwahrnehmung angeht, so ein bisschen ein Mann. Violett ist sicher irgendwie so Lila, ich habe echt keine Ahnung, was das für ein Farbton ist. Ich hoffe, ich habe ihn getroffen. ^^’

Was es übrigens auf das erste Bild nicht geschafft hat, ist eine letzte kleine Projekttasche, die ich erst auf den letzten Drücker fertig gemacht habe. Ich hatte noch diese Idee eines verschließbaren Utensilos, dass man zum Transport zu machen kann, aber auch offen stehen lassen kann. Eigentlich wollte ich die Jeanshosenteile, die hier übrig geblieben sind, für eine Tasche für mich verwenden. Aber gut ich habe noch ein paar Hosen, die nicht mehr so gut sind, da kann ich immer noch eine für mich machen. Leider hatte ich beim nähen einen Denkfehler, daher sieht man die Lila Streifen gar nicht, weil die Tasche drauf steht. >,<

Außerdem noch ab damit zum Creadienstag.

Was ich bekommen habe, findet ihr bei Anetetanni im Blog.

Ein Kilt fürs LARP

Irgendwann letztes Jahr hatte ich mich fürs Schülertreffen der Broughton Academy angemeldet. Hauptsächlich, weil es noch Plätze gab und ich unbedingt meinen Charakter noch was mehr spielen wollte. Labskaus in Lancaster war der Titel im Forum. Hab nicht weiter drüber nachgedacht. Wird schon irgendwie werden. Dann aber hieß es plötzlich, dass gehobene Kleidung gefordert ist, wenn man sich in den ehrwürdigen Hallen der Familie Lancaster bewegt. Uff. Natürlich kann man sich in so einem Moment auch klar für die Rebellion entscheiden. Aber das passte einfach nicht zu Kaylin. Auch wenn sie mit dem ganzen Reinblutkram nicht so viel anfangen kann, stammt sie halt doch aus einer entsprechenden Familie und hat eine gewisse Erziehung genossen. Aber woher jetzt mal eben festliche Kleidung zaubern? Tja, gute Frage. Irgendwann kam mir der Gedanke “Hey du bist doch Schotte”. Zack Boom. Da war die Idee. Es sollte ein Kilt werden. Ob der nun nur on Männern getragen wird oder von Frauen oder ob Frauen ne Variante tragen. Völlig egal. Das ist LARP, ich bin ein Magier, scheiß auf Regeln! Also ging die Suche los. Wie näht man denn so einen Kilt? Viel später sollte ich noch herausfinden, dass man den original Plaid einfach gar nicht näht, sondern einfach nur so viel Meter Stoff nimmt und dann faltet Gürtel drum fertig. Hätte ich das mal früher gewusst. Aber da hatte ich schon das Nähen angefangen. Ich muss sagen, das hatte schon seine Vorteile, weil man ihn doch deutlich schneller angezogen hat. Genäht habe ich ihn grob nach dieser Anleitung.

Ein paar Stellen waren mir unklar und ein paar Sachen habe ich sehr bewusst geändert. Insgesamt habe ich wohl ne Woche dran genäht, immer neben der Arbeit. Lästig war halt das Umnähen des Stoffes. Sind halt doch gut sechs Meter Saum dran und natürlich das Falten legen. Zumal der Stoff absolut unkooperativ war und sich nicht in Form bügeln lassen wollte.

So jetzt habe ich doch deutlich mehr geschrieben, als ich es eigentlich immer tute. Nächste Woche gibt es dann noch den passenden Sporran dazu. Denn der gehört ja auch zum kompletten festlichen Outfit. Ich muss ja gestehen, auf der Schneiderpuppe sitzt er nicht wirklich gut. Lieg daran, das die Puppe für Röcke etc die falsche Hüftbreite hat. Aber sie war günstig.

Der Kilt geht dann noch zu einigen Link-Partys: RUMS, Magic Crafts, 12xmemade.

Heilerbestecktasche

Die Heilerbestecktasche habe ich für einen Freund angefertigt. Vor einem Jahr hatte er die Idee, dass er auf der Amonlonder Akademie bei seinem Heilerkurs seinen Schülern zum Abschluss Heilerbestecktaschen rausgeben möchte, aber er wollte keine gekauften haben, weil er das Wappen der Akademie draufhaben wollte. Ich habe angeboten, welche für ihn anzufertigen und er hat das Angebot dankend angenommen.
Jetzt habe ich 6 Heilerbestecktaschen in der Tasche, die nur darauf warten in die Hände ihrer neuen Besitzer zu wandern.
Ich selber habe eine Heilerin in meinem Charakterrepertoire fürs LARP, also werde ich mir demnächst auch eine eigene Tasche nähen. Werkzeuge und Utensilien möchten ordentlich verstaut werden. Schlecht sortierte und organisierte Heiler sind der Tod für jeden Verletzten.
Ihr könnt selbstverständlich jedes Motiv auf eure Taschen malen und auch die Bindung ist euch überlassen. Ich habe die Landesfarben von Amonlonde und Satinband genommen, weil ich es passend fand. Wenn ihr lieber eine Kordel nehmen wollt, tob euch aus! Ich denke, wenn ich meine eigene mache, wird sie etwas derber aussehen.
Ich spann euch jetzt nicht länger auf die Folter, sondern zeige euch, wie ich die Heilerbestecktasche gemacht habe.

Ihr braucht:

Weißen Stoff
– 1 Stück 40 cm x 40 cm
– 1 Stück 35 cm x 15 cm
Passendes Garn
Abstecknadeln
Stoffschere
Textilfarben
Motive
Pinsel
Satinband ( 2 Stück je 30 cm)

Wie es geht:

Übertragt die Schnittmuster auf den Stoff und schneidet eure Stücke aus. Das große Stück ist die Abdeckung, das kleine Stück wird später die Tasche für das Besteck.
Klappt die Ränder um, damit ihr sie umnähen könnt. Ich benutze dafür immer einen Zickzackstich, wer eine Overlock hat, kann die Ränder schön versäubern und sie dann umnähen.

Faltet eure Abdeckung in der Mitte und näht das kleine Stoffstück auf die untere Hälfte. Macht euch auf dem kleinen Stück auf der langen Seite unten alle 2,5 cm eine Markierung und näht eine gerade Linie nach oben. Wenn ihr das mit allen Markierungen gemacht habt, habt ihr so die Fächer für die einzelnen Werkzeuge gemacht.

Nun geht es ans anmalen. Schnappt euch eure Motive platziert sie auf die obere Hälfte der Abdeckung. Jetzt habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder, ihr zeichnet alles per Hand ab, oder ihr paust es durch, oder ihr macht es wie ich und pinnt sie mit einer Nadel fest und malt drumherum. Ich habe direkt meinen Textilstift genommen, aber wenn ihr euch unsicher seid, könnt ihr auch erst einmal mit Bleistift oder Malerkreide das Motiv vormalen. Malt euer Motiv noch aus und lasst es so lange trocknen, wie es die Farbe vorgibt.


Wenn nötig, bügelt die Motive noch einmal fest, damit sie nicht bei der nächsten Wäsche auswaschen und eure Mühe zunichte machen.
Befestigt nun noch mit ein paar Stichen die Satinbänder an den Rändern und schon ist eure Heilerbestecktasche fertig. Umklappen, aufrollen, zubinden, that’s it.

Diese Heilertasche reichen wir beim Creadienstag und bei Magic Crafts ein!

Einfaches Mittelalterkleid

Dieses einfache Mittelalterkleid habe ich letztens genäht, weil einer meiner Charaktere im LARP eine neue Klamotte brauchte. Eigentlich war dieser Charakter nur als ein One-shot geplant, aber dieses Jahr soll ich ihn wieder auf der Amonlonder Akademie spielen, also wurde der Charakter generalüberholt und bekam auch eine neue Klamotte verpasst, weil die alte Robe nur bedingt passte.
Zurzeit nähe ich wieder etwas mehr, weil ich nach meinem großen Gewichtsverlust im letzten Jahr keine passenden Klamotten mehr hatte. Im Oktober letzten Jahres habe ich euch schon mein Ballkleid vorgestellt und auch dieses Kleid habe ich nach dem Schnitt von Natron und Soda geschneidert.
Ich habe wieder einmal die Schnürung weggelassen, weil ich lieber Gürtel trage. Der Eine oder Andere mag jetzt fragen: „Wo ist da das Problem, wenn das Kleid eine Schnürung hat?“
Ganz einfach: Ich mag das Gefühl nicht. Wenn ich die Schnürung habe und dann gleichzeitig einen Gürtel – egal, ob aus Stoff oder Leder – kann ich das Gefühl absolut nicht haben. Wäre auch nicht das erste Mal, dass ich mich mit meinen Gürteltaschen und Gebamsel in der Schnürung verhedder. Fazit für mich: keine Schnürung und alles ist tutti.

Für das einfache Mittlelalterkleid habe ich Folgendes benutzt:
3 Meter dunkelblauen Baumwollstoff
1 Meter silber-grauen Jacquard Futterstoff
schwarzes Nähgarn
1 weißer Stoffgürtel

Im Gegensatz zum Ballkleid hat dieses Exemplar enganliegende Ärmel bekommen und wird durch einen kleinen Schwalbenschwanz auf der Rückseite aufgehübscht. Ich steh bei Kleidern total auf mehrere Farben und Akzente, also habe ich den Schwalbenschwanz mit Jacquardstoff gefüttert und denselben Futterstoff bei den Ärmeln benutzt, um die Aufsätze zu nähen.

Den Rocksaum, die Ärmelsäume und den Ausschnitt habe ich mit einem schwarzen Zierstich versehen, um es aufwendiger aussehen zu lassen, als es wirklich war.

Letzten Endes habe ich vom Schnittmuster aufmalen bis zum Bügeln „nur“ knappe 5 Stunden an dem Kleid gesessen und ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Alles in allem ist es trotzdem relativ schlicht, wird aber durch die Tonnen an Schmuck aufgewertet, die der Charakter trägt. Den weißen Stoffgürtel habe ich von einem anderen Kleid übernommen, weil ich fand, dass er ganz gut dazu passt.

Da mein Ballkleid schon beim Creadienstag war, kommt dieses Kleid einfach mal zur Abwechslung nach RUMS 🙂

Creativeworld 2018

Am letzten Sonntag waren Danny und ich zusammen auf der Creativwolrd in Frankfurt. Von Samstag bis Dienstag war die Messe für Fachbesucher geöffnet, um sich allerlei Neuheiten im Bereich Büro, Bastelwelt, Blumen und Winter anzuschauen.
Allerdings haben wir uns nicht so sehr für den neusten Büro- und Schreibbedarf interessiert, sondern haben uns den Tag über hauptsächlich in zwei Hallen aufgehalten, um uns die Creativeworld und die Christmasworld anzuschauen. Im Gegensatz zur Kreativ Welt war diese Messe keine Verkaufsmesse, was auch den Menschenauflauf reduzierte. Ich finde sowas immer recht angenehm, wenn man sich nicht von einem Stand zum anderen schieben muss und eigentlich gar nicht so viel vom Drumherum mitbekommt, weil man eher damit beschäftigt ist, anderen nicht auf die Füße zu latschen.

 

Unser Ziel war es die beiden Hallen durchzusehen und uns dann in der Workshoparea niederzulassen und so lange an den angebotenen Workshops teilzunehmen, bis und langweilig wird. Gesagt, getan.
Mir sind die vielen Stände aufgefallen, die sich auf Leinwandmalerei bezogen. So viele Pinsel und Farben hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Obwohl dieser Anblick mich faszinierte, war das leider nichts womit ich etwas anfangen kann. Ich kann weder malen noch zeichnen. Pinsel nutze ich nur zum Lackieren oder dann, wenn ich Dinge fürs LARP bemale.
Doch neben solchen Ständen gab es auch viele tolle Kreativstände, an denen man deren neuste Kollektionen ausprobieren durfte. So habe ich mich zum Beispiel beim Stand von efco an einem Kissenbezug  versucht, den man mit Schablonen und Stempel und den dazugehörigen Farben gestaltet.

Damit das Motiv dauerhaft auf dem Bezug bleibt, muss ich die stellen noch überbügeln. Ohne bügeln geht die Farbe nämlich wieder raus und man hat wieder einen Blancobezug. An sich eine tolle Sache, wenn man sich mal vermalt oder verstempelt hat. Da ich gerne Stoffe bemale und auch meine Larpkleider davon betroffen sind überlege ich, ob ich mir nicht mal ein Textilset zulegen sollte.
Unter den anderen Ständen, die unsere Aufmerksamkeit gewonnen hatten war eine Dame aus Amerika, die Siegelwachs und Siegel anbot. Ich fand es ziemlich cool, dass sie auch Siegelwachs hatte, den man in eine Heißkleberpistole schieben konnte. Nicht larptauglich, aber unheimlich praktisch!

Auch sehr interessant war der Stand von bande, der auf den ersten Blick Washi Tape ausstellte. Ich bin kein sonderlich großer Fan davon, aber als wir näher herangingen sah ich, dass es kein normales Tape war, sondern Sticker, die man – wie Washi Tape – von der Rolle abnehmen und überall draufkleben konnte. Was man alles damit machen konnte, wurde dort am Stand gezeigt. Ich war völlig hingerissen von den Kirschblüten, Danny hatten es die Kois angetan. Wir haben auch ein paar kostenlose Samples bekommen, um uns selber auszutoben. Am Dienstag kommt dazu auch ein eigener Beitrag.

In der Workshoparea haben wir uns unteranderem an Alkoholtinte von Jacquard versucht. Wir haben an einem Stand gesehen, was man damit machen kann und wollten das auch mal ausprobieren. Witziges Spielzeug mit dem man ziemlich coole Bilder machen kann!


Kikis Bilder


Dannys Bilder

In einem weiteren Workshop haben wir Farben von GANSAI TAMPI beim Basteln einer Karte ausprobiert. Die Farben waren echt klasse, und ich (Danny) war erstaunt wie gut sie den schwarzen Tonkarton überdecken. Auch den Pinsel mit dem eingebauten Wassertank fanden wir beide sehr cool.

Den Abschluss bildete ein Workshop von Art Resin, bei dem wir ein Bild mit Kunstharz überzogen haben. Leider braucht es 24h um hart zu werden und wir konnten das Bild nicht mitnehmen.

Kurz zusammengefasst: Die Messe war den Besuch mehr als wert. Nächstes Jahr gerne wieder!

 

Die nächste Creativworld findet übrigens vom 26. bis 29 Januar 2019 statt.

Kreativ Welt 2017

Vergangenes Wochenende war in Frankfurt die Kreativ Welt Messe. Kiki und ich waren natürlich da, um uns mal umzusehen, was es so Neues gibt und auch das eine oder andere Schnäppchen zu machen. Wie im letzten Jahr war die Auswahl an den Ständen riesig und die Gänge voll. Vor allem schien mir die Auswahl bei Wolle größer geworden zu sein. Vielleicht habe ich dieses Jahr auch einfach mehr darauf geachtet.
Ich muss sagen, das Schöne am Sonntag ist ja, dass vieles noch mal zusätzlich runtergesetzt ist und ich habe bei den Stoffen auch noch ungeplant ein paar Schnäppchen mitgenommen. Wir haben auch einige sehr interessante neue Bastelsachen gesehen, die wir so noch nicht kannten. Unter anderem gab es eine Seife, die durch Kneten in Form gebracht wird.

Die Nächste Kreativ Welt ist vom 1.-4.11.2018 wir sind wohl definitiv wieder mit dabei.

 

 

    

   

 

Mug Rug für die Herbst -Tassenteppich – Tausch – Party

Ende letzten Monats bin ich zufällig beim Stöbern in den Creadienstagsbeiträgen über die herbstliche Tausch Party gestolpert. Ich wollte schon länger einen Mug Rug nähen aber ich konnte mich nie so recht aufraffen. Ich hatte auch direkt eine Idee. Ich woltle zwei Herbstblätter nebeneinander machen. Insgesamt habe ich damit aber mehr abgebissen, als ich schlucken konnte. Für das mehr oder minder erste quilt Projekt war es etwas viel. Ich habe mich mit der Zeit total vertan und es ist auch insgesamt nicht ganz gerade geworden. Ich hoffe jedoch, dass es meinem Tauschpartner trotzdem gefällt.

Noch zwei WIP Bilder

 

Mittlelaterliches Ballkleid

Jetzt am Wochenende war ich auf einer Hochzeitshofhaltungscon, die mein Mittelalterverein veranstaltet hat. Ich habe die Kammerzofe des Bräutigams gespielt und für das Festbankett am Samstagabend und den nachfolgenden Ball folgendes Kleid genäht.

Den Schnitt habe ich mir bei Natrum und Soda abgeschaut, allerdings ist dieses Kleid kein Schnürkleid. Ich habe es passend genäht, weil ich mit Schnürungen immer hängen bleibe und sie deswegen als unpraktisch empfinde.
Die Stoffangabe ist für meine Größe (40/42) angegeben. Denkt daran, es anzupassen.
Ich habe meinen Stoff als Restposten bekommen. Ich habe ihn gesehen und musste ihn haben. Da es sich um Polsterstoff handelt, ist das Kleid recht schwer, aber dafür fällt es sehr gut und bleibt auch da, wo es sein soll. Außerdem ist es schön warm, was bei den jetzt aufkommenden Temperaturen gar nicht so verkehrt ist.
Was nun folgt ist keine richtige Anleitung, dafür habe ich nicht genug Ahnung vom Nähen, bitte seht es mir nach 🙂

Was ich benutzt habe:

Stoff, etwa 3 Meter (eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt), vorgewaschen
Nähgarn (entweder in genau dem Farbton des Stoffes oder ihr nehmt etwas dunkleres/helleres Garn, wenn ihr wollt, dann man die Nähte sieht)
Knopf für den Gürtel

So hab ich es gemacht:

Wichtig ist bei dem Schnittmuster: Es ist nicht schlimm, wenn der Zuschnitt zu weit ist. Enger schneidern geht immer. Andersrum eher weniger.
Ich habe mich an dem Schnittmuster aus dem Original bedient und Folgendes draus gemacht.

Ihr braucht zwei Mittelteile (für vorne und hinten) und vier Seitenteile. Legt also die Muster auf den Stoff, pinnt sie mit Stecknadeln fest und entweder habt ihr Schneiderkreide, mit der ihr die Umrisse nachzeichnet, oder ihr schneidet es ohne Vorzeichnen aus. Denkt bei beiden Varianten unbedingt an die Nahtzugabe, damit ihr das Kleid später noch so eng schneidern könnt, wie ihr es gerne haben möchtet.

Entweder steckt ihr es dann an einer Schneiderpuppe ab, oder ihr lasst euch von jemandem helfen und steckt es am eigenen Körper ab.

Näht nun alle Teile zusammen, vergesst aber nicht, dann ihr Platz für die Arme lasst (ich hab es nämlich völlig vergessen und durfte dann alles wieder auftrennen).
Normalerweise sollten die Teile noch versäubert werden, aber mein Stoff ist so schwer gewesen, dass er keine Fäden zieht und somit habe ich mir den Schritt sparen können.

Bügelt die Nähte auseinander und schon bekommt das Kleid eine etwas figurbetonendere Form.

Steckt den Saum ab und näht auch diesen um. Wenn ihr hier etwas helleres/dunkleres Garn benutzt, wird man hier die Naht sehen. Ich nutze das gerne, weil ich so ein bisschen Dekoration auf das Kleid bekomme, ohne Borte zu benutzen oder Ähnliches. Man kann auch zuerst in der passenden Farbe den Saum umnähen und dann mit Zierstichen arbeiten.
Bei meinem gemusterten Stoff habe ich mich lediglich für eine gerade Linie entschieden, weil in meinen Augen alles andere zu viel geworden wäre. Die Ornamente auf dem Stoff sind schon auffallend genug, da braucht man nicht noch eine protzige Borte aufnähen.

Da dieses Kleid keine Ärmel hat, schneidet man die Stoffteile so ein, wie man es haben möchte und näht ebenfalls um.

Zum Schluss kommt noch der Ausschnitt. Mein Kleid hat kein Unterkleid, sondern nur eine Bluse als Unterteil und da diese mit einem wunderschönen Spitzenausschnitt versehen ist, habe ich das Kleid so ausgeschnitten, dass man diesen sehen kann. Umnähen, fertig.

Für den Gürtel habe ich einen langen Streifen ausgeschnitten, umgenäht und mich für einen Knopfverschluss entschieden.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Accessoires und fertig ist das Ballkleid.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Gastbeitrag von Mondkunst: Alohomora Shirt

Heute gibt es für euch wieder einen Gastbeitrag, da ich gar nicht alleine so viele Harry Potter Ideen beitragen kann, wie ich gerne würde. Ich folge dem Blog der Beiden schon länger und mag die dort vorgestellten Ideen. Daher freut es micht sehr, dass ich einen Gastbeitrag bekommen habe.

 

 

Hallo! Ich bin Nria und blogge mit meiner Zwillingsschwester Hana unter Mondkunst. Dort schreiben wir übers Nähen von Alltagskleidung (gern mit nerdigen Anleihen), LARP-Kostümen und Accessoires, übers Sticken und Patchworken und manchmal auch übers Backen und Lesen und Brettspiele.

Harry Potter-Fans sind wir seit ungefähr 2008. Wir sind nicht mit den Büchern aufgewachsen, denn als das erste Buch sich zum Hype entwickelte, waren wir bereits Teenies und Kinderbücher waren da leider uncool. Etwas später blätterte ich in einer deutschen Ausgabe und fand den Schreibstil blöd. Den ersten Film haben wir mal im Fernsehen gesehen, den fünften Film sahen wir dann im Kino und haben so ziemlich nix verstanden. Wen wundert’s, wenn die ganze Vorgeschichte fehlt!

Und dann kam Silvester 2007. Ich verbrachte die Nacht bei einer lieben Freundin, morgens war mir langweilig und der erste Potter-Band lag auf Englisch rum. Und schwupps, war ich der Zaubererwelt verfallen. Den ganzen Rest und die Filme habe ich natürlich auch konsumiert und Hana damit angesteckt. Inzwischen war ich sogar auf mehreren Harry Potter-LARP-Veranstaltungen und habe die ersten beiden Bücher auf Latein gelesen. Nur die deutsche Übersetzung, die mag ich immer noch nicht.

Welches Hogwartshaus wärst du? Ich sehe mich zwischen Ravenclaw und Hufflepuff – mit der Pistole auf der Brust würde ich mich für Ersteres entscheiden.
Wie sieht dein Zauberstab aus? Keine Ahnung, das ist mir tatsächlich recht egal.
Buch oder Film? Beides – meiner Ansicht nach kann man Bücher und Filme nicht vergleichen.
Welches ist dein Lieblingsbuch/-film? Nummer 3, da geht es mal nicht um den Weltuntergang und das finde ich irgendwie entspannend.
Welches Unterrichtsfach magst du am liebsten? Verwandlung finde ich toll!

2014 haben wir eine Harry Potter-Mottoparty veranstaltet. Dazu kann man sich in eine improvisierte Schuluniform oder in ein aufwendiges Kostüm schmeißen – man kann sich aber auch einfach ein nerdiges T-Shirt anziehen. Haben schon diverse Gäste auf unseren Mottopartys so praktiziert 🙂

Seit Ewigkeiten lag ein hellblaues Pikeejersey-Stück im Stoffschrank. War aber mal wieder zum Leben Vernähen zuwenig, zum Sterben Wegwerfen zuviel. Aber da war noch ein zweites Stück Pikeejersey, diesmal in einem dunklen Blau und bereits vor vielen Jahren als T-Shirt vernäht und mit schwarzen Schlüsseln bestempelt. Hana zieht’s nicht mehr an, also durfte ich es als Stoffvorrat haben. Nur die Idee fehlte mir bisher. Und dann kam die Blogparade und damit eine kleine Eingebung:

Ich will ein Alohomora-Shirt!

1AlohomoraGetragen

Ich mag die Harry Potter-Zaubersprüche. Frau Rowling ist, wie ich, Altphilologin und ganz viele ihrer Zaubersprüche haben lateinische Wurzeln oder sogar eine direkt übersetzbare Bedeutung. Das trifft auf diesen hier nicht zu (er stammt wohl aus der Geomantik), aber ich bin da nicht so kleinlich.

Als Schnitt habe ich „Martha“ von Das Milchmonster auserkoren. Shirts mit Teilungsnaht unter der Brust wirken besser als ein schlichtes Shirt, wenn man viel Oberweite hat, und die Passentaschen bieten Raum, um den Musterstoff einzusetzen. Außerdem sollte der auch noch für die Ärmel herhalten.

2Schluesselshirt

Wer keinen zufällig schon bestempelten Stoff hat, sondern selber stempeln möchte: Ich nehme dazu immer Moosgummi, das lässt sich gut in Form schneiden, und klebe es auf ein Stück gefaltete Pappe.

3Schluesselstempel

Der Zuschnitt war nicht so einfach, weil der Stoff recht knapp war. Nach dem Auftrennen der Shirtsäume und der Zweiteilung des Rücken-Schnittteils gings aber.

Den Alohomora-Schriftzug habe ich in eine schöne Schriftart („Albondigas“, Schriftgröße 230) gesetzt und auf Freezer Paper übertragen (ein aufbügelbares Papier). Mag ich für filigrane Stencils lieber als Klebefolie, weil es etwas stabiler ist. Natürlich habe ich es prompt auf die linke Stoffseite gebügelt, aber man kann es mehrfach aufbügeln. Passend zu den aufgestempelten Schlüsseln habe ich schwarze Stoffmalfarbe verwendet.

4Alohomora-FreezerPaper

Und dann kam die Katastrophe.

Die Stoffmalfarbe soll man durch Bügeln fixieren. Das habe ich gemacht. Leider habe ich als Bügeltuch das erste gegriffen, was ich finden konnte, und das war ein Stück rote Ditte – nach drei Minuten Bügeln durchs Tuch war die bebügelte Region rund um den Schriftzug deutlich gelbgrün verfärbt. Aaaaaah! Augen auf bei der Bügeltuchwahl!

So sah es vorm Bügeln aus (die Verfärbung war zwar live sehr sichtbar, ließ sich aber nicht fotografieren):

5Alohomora-Schriftzug

Meine Schwester brachte aber die Rettung mit: Transparente Sprühfarbe in Türkisblau. Die habe ich großzügig mit etwas Abstand auf die verfärbte Stelle gesprüht und die Sache kaschiert 🙂 In realiter ist das Türkis recht kräftig; auf den Fotos sieht man es nicht so sehr.

6AlohomoraSchriftzugTuerkis

Die Ärmelsäume habe ich schmal umgeschlagen, oben und unten am Shirt Bündchen aus dem Shirtstoff angenäht. So richtig ideal ist die Lösung nicht, weil der Jersey wenig dehnbar ist (und Bündchen umso besser funktionieren, je dehnbarer sie sind); ich finde es aber noch in Ordnung. Ich könnte sie noch absteppen und bügeln, aber irgendwie traue ich dem Bügeleisen nicht mehr so ganz …

7AlohomoraShirtPlatt

Auf den Fotos sind die Schlüssel etwas deutlicher zu sehen als realiter; der blaue Stoff ist einfach recht dunkel. Ich mag die Kombinaton trotzdem.

8AlohomoraTaschendetail

Nicht ganz in Ordnung ist die Passform – das Shirt sitzt schon ziemlich eng. Ich hatte nicht bedacht, dass Pikeejersey (zumindest dieser hier) weniger dehnbar ist als anderer Jersey, da hätte das Ausmessen des Schnitts aber auch nicht geholfen. Gut wäre es gewesen, die sogar in der Anleitung beschriebene Anpassung des Brustteils für größere Oberweite zu machen, dafür war ich schlicht zu faul, aber für mich ist es kein soo großes Problem, wenn die Unterbrustnaht nicht perfekt sitzt. Die hohe, schmale Seite des Taschenstücks könnte aber ein bisschen kürzer sein, das Stück wirft einige Falten, wenn ich mich nicht bemühe, sehr gestreckt zu stehen.

Nach all den großen und kleinen Problemen bei der Produktion bin ich  mit dem Shirt aber dann doch zufrieden. Eigentlich mag ich kürzere Shirts lieber, aber längere sind auch mal praktisch für Tätigkeiten, bei denen man gebückt oder im Knien arbeitet.

9Alohomora-Seite

Und es gäbe noch so viel mehr Möglichkeiten für Zauberspruch-T-Shirt (oder –Rock. Oder –Tasche.)! Z.B. Aguamenti und Regentropfen. Wingardium Leviosa und Federn. Incendio und Flammen. Expecto Patronum und ein Tier deiner Wahl (mein Patronus ist laut Pottermore übrigens ein Igel!). Und Morsmordre natürlich.

Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust aufs Stempeln und Stenciln bekommen? Ich hoffe jedenfalls, ihr fühlt euch inspiriert 🙂

 

Viele Grüße,

Nria von Mondkunst