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DIY Adventskalender

Kein Monat mehr und dann geht es wieder los. Jeden Tag im Dezember dürfen wir wieder ein Türchen in unseren Adventskalendern aufmachen. Als Kind hatte ich immer einen klassischen Kalender mit Schokoladenstückchen. Nach der Trennung meiner Eltern hat meine Mutter mir dann einen Adventskalender aus einer alten Latzhose gebastelt, der ganz viele Taschen hatte, in denen dann Geschenke und Süßkram drin waren. Die Kinder in der Schule waren dann total neidisch darauf, weil ich eben nicht nur langweilige Schokolade hatte. Was sie nicht wussten: Das waren meine Weihnachtsgeschenke, die ich von meinem Vater und meinen Großeltern väterlichseits bekommen hätte, wäre ich Weihnachten bei ihnen gewesen. Zu Weihnachten selber gab es von meiner Mama dann immer noch eine Kleinigkeit, aber das eigentliche Highlight war für mich der Adventskalender!
Nun bin ich erwachsen – steht zumindest so auf meinem Ausweis – und ich kaufe mir Kalender, auf die ich Bock habe.
Mein Freund bekommt dieses Jahr jedoch einen Selbstgebastelten mit 24 kleinen Geschenken, weil wir uns über die Weihnachtstage nicht sehen werden. Eigentlich wollte ich die Latzhosenidee meiner Mutter aufgreifen, aber meine Nähmaschine hat mir leider den Krieg erklärt. Also habe ich kurz überlegt, was ich alles verschenken will und mir einen Plan B überlegt. Herraus kam mein DIY Adventskalender aus Bambusstäben, Bast, Satinband und Papiertütchen. Wenn ihr auch so einen basteln wollt, hab ich euch meine Anleitung mal aufgeschrieben.

Ihr braucht:

4 Bambusstäbe (ca. 120 cm)
Bastfäden
grünes Satinband (6 Stücke, jeweils ca. 40 cm lang)
12 Papiertüten, weiß
12 Papiertüten, natur
Schere
Stifte
24 kleine Geschenke
Tesafilm
Geschenkpapier
Geschenkband

So geht’s:

Schnappt euch 3 Bastfäden und knotet die Enden an einer Seite zusammen. Flechtet sie zusammen, bis ihr an die anderen Enden kommt und knotet auch diese zusammen. Schneidet die überstehenden Bastfäden ab.

Dieses geflochtene Band wird später euer Trageriemen für das ganze Gebilde. Knotet es an beide Seiten eines Bambusstabes und hängt diesen dann an einen Nagel. Nehmt euch nun die Satinbänder und die restlichen Bambusstäbe und bindet sie an einander, bis ihr ein Gerüst habt, was in etwa so aussieht:

Ihr müsst für natürlich kein Satinband nehmen, aber ich habe grünes Satinband gewählt, weil ich es farblich ein bisschen an Weihnachten lehnen wollte. Ihr könnt das selbstverständlich auch mit mehr geflochtenem Bast machen 🙂
Kommen wir nun zu den Papiertüten.

Entweder ihr beklebt sie mit Ziffern (könnt ihr in jedem Dekoladen kaufen), oder ihr macht es wie ich: Ihr schnappt euch Stifte und werdet kreativ. Malt die 24 Ziffern auf die Tüten. Auf die weißen habe ich mit bunten Stiften gemalt, auf die naturfarbenen Tüten habe ich auf einen schwarzen Edding zurückgegriffen, damit man die Zahlen besser sehen kann.
Packt die Geschenke in Geschenkpapier und verteilt sie auf die Tütchen.

Nun wird es ein bisschen tricky. Wenn ihr könnt, holt euch noch zwei helfende Hände dazu. Denn nun sollen die Tüten aufgehangen werden. Bindet sie mit Bast an euer Gerüst. Am Besten natürlich so, dass an jedem Stab gleich viele Tüten sind und auch so, dass es mit dem Gewicht gut ausbalanciert ist. Ihr kriegt das schon hin, ich hab das auch geschafft!
Wie ihr die Tüten aufhängt ist eure Sache. Ihr könnt sie natürlich die Zahlen nacheinander aufhängen (1-24) oder einfach wild aufhängen, so kann man noch ein wenig suchen. Mir gefällt die zweite Variante am besten, deswegen habe ich sie einfach kreuz und quer aufgehangen 😉

Das war es auch eigentlich schon. Es ist ein bisschen nervig, die Stäbe aneinander zu binden und die Tüten aufzuhängen, aber wenn man noch ein paar Hände mehr hat, geht das wunderbar. Wessen kreative Ader noch nicht befriedigt ist, kann natürlich noch Weihnachtskugeln, Lametta oder gar Lichterketten an die Stäbe hängen. Aber bitte passt auf, es ist zwar stabil, aber das Gebilde ist sehr bitchy wenn es um die Gewichtsverteilung geht.

Da heute Dienstag ist, geht dieser Beitrag natürlich auch zum Creadienstag 🙂

Die Flurwand muss schöner werden!

Nach der Trennung meines Mannes und dem Einzug meines neuen Mitbewohners hat sich so einiges in der Nerdbude getan. Früher hing an der Wand im Flur mein Wandteppich des Hauses Ravenclaw. Dieser ist zusammen mit all meinem Harry Potter Merchandise ins Wohnzimmer umgezogen und so blieb die Wand zwischen Wohungs- und Schlafzimmertür leer. An sich nicht schlimm, aber ich kann kahle, weiße Wände nicht ausstehen. Natürlich hätte ich auch einfach ein Poster dranhängen können, aber das war mir dann doch zu einfach. Beziehungsweise…ich hätte erstmal ein Neues kaufen müssen und dafür hab ich grade keine Lust und Geld schon gar nicht. Das mag vielleicht albern klingen, aber wenn es um Poster und Bilder geht, brauche ich immer unheimlich lange, um mich für ein Motiv zu entscheiden. Ich hätte zwar noch ein Wandtattoo mit einem Star Wars Motiv, aber das ist viel zu groß für die Fläche.
Also entschloss ich, dass ich selber etwas malen wollte. Nur was? Allzu aufwendig darf es nicht sein, weil ich nicht wirklich gut malen kann. Eine Mona Lisa fiel also weg. Mein Mitbewohner schlug ein Pentagramm vor, aber das wollte ich nicht. Wenn er ein Pentagramm an der Wand haben wollte, sollte er sich das in sein eigenes Zimmer malen. Irgendwas von Harry Potter fiel auch weg, dafür hab ich das Wohnzimmer.
Mein Mitbewohner und ich grübelten einige Tage und kamen dann auf das oben gezeigte Motiv, als wir wieder einmal die Serie “Willkommen in Gravity Falls” durchsuchteten. Wir finden Bill Cipher (den Bösewicht der Serie und das Dreieck mit Zylinder im Bild) so charismatisch, dass wir uns für sein Zodiakus entschieden haben. Wie ich das auf meine Wand gebracht habe, zeige ich euch unten.
Ich entschuldige mich für die teils grausige Bildqualität, aber da mein Flur wenig Tageslicht abbekommt und jegliche künstliche Beleuchtung immer mistig aussieht, müsst ihr jetzt mit dem Bildern leben, wie sie sind.

Ihr braucht:
ein Motiv
Schablonen
Heftzwecken
Bleistift
Radiergummi
Kordel
Nagel
Hammer
Lineal
schwarzer Edding
UV-Edding
UV-Lampe

So hab ich es gemacht:

Zu allererst habe ich die Wand einmal abgewaschen und trocknen lassen. Das Motiv hab ich ausgedruckt, mir eine Dreiecksschablone zurechtgeschniten und beides zusammen an der Wand mit Heftzwecken festgepinnt.

Ich habe Bill mit einem Bleistift angezeichnet und mich mental auf den für mich schlimmsten Teil des Ganzen vorbereitet. Kreise ziehen. Ich habe nämlich keinen Zirkel, der groß genug wäre die Kreise zu ziehen. Also habe ich zur guten alten Nagel-Kordel-Variante gegriffen: Ihr haut einen Nagel in die Wand und befestigt die Kordel daran. Dann zieht ihr die Kordel so weit, bis ihr den passenden Durchmesser habt und wickelt sie fest um einen Bleistift. Wenn ihr dann nicht so ungeschickt wie ich seid, klappt das zirkeln auch beim ersten Anlauf. Wenn nicht, macht das absolut gar nichts. Ihr habt einen Radiergummi, der darf auch benutzt werden. Kleiner Tipp: Raufasertapete ist für sowas echt undankbar -.-

Nach 3 Versuchen hatte ich dann auch alle Kreise gezogen und war mit dem Ergebnis zufrieden.

Ich habe dann einfach weiter mit dem Bleistift und einem Lineal nach Vorlage gemalt, bis ich alles übertragen hatte. Mit dem schwarzen Edding habe ich dann alles nachgezogen und fertig war das Motiv. Ich hatte auch überlegt, ob ich die Symbole bunt malen sollte und auch Bill in seinen typischen Gelbton tauche, habe mich dann allerdings dagegen entschieden, weil ich eine bessere Idee hatte.
In der Serie steht in einem Tagebuch mit Schwarzlichttinte die Warnung “TRUST NO ONE!” geschrieben. Eine UV-Lampe habe ich in meinem LARPfundus und auch einen UV-Edding. Kurz gesagt: Ich habe genau diese Warnung mitten auf den Kreis geschrieben. Dank der UV-Lampe kann man das auch lesen.
Wenn ihr sowas macht, lasst vorher den schwarzen Edding gut trocknen. Man sieht zwar die UV-Farbe nicht, aber wenn die andere Farbe noch nicht ganz trocken ist, kann sie verwischen und dann sieht das unschön aus. Nehmt euch ruhig die Schwarzlichtlampe zur Hilfe, damit auch sehr, was ihr malt.

Mit diesem Beitrag nehme ich am Creadienstag teil!

Des Kuscheltiers neue Kleidung

Der kleine Kerl in der Mitte begleitet mich nun schon seit meiner Geburt. Damals habe ich ihn von einer meiner Tanten zur Geburt bekommen und seither liegt er jede Nacht bei mir und beschützt mich vor bösen Träumen. Er heißt Hündchen (ja, so kreativ war ich im Kindergartenalter schon) und damals hatte er ein rotes Gewand mit gelben Punkten. Als das durchgekuschelt war, wurde er grün angezogen. Das hielt auch ein paar Jahre, bis ich irgendwann vom Disneylandwochenende mit meinem Dad zurückkam und Hündchen in hellblau vorfand. Mittlerweile ist das Einzige was noch original ist das Futter.
Früher hat meine Mutter dafür gesorgt, dass er nicht völlig auseinanderfiel. Da sie leider nicht mehr da ist, um ihn neu einzukleiden, habe ich mich daran versucht. Es war langsam auch wirklich nötig. All die Nächte, in denen ich zu faul war mich abzuschminken zeichneten sich auf seiner Kleidung ab, der Kopf löste sich schon fast auf und der Hals war schon mehr als einmal notdürftig geflickt worden. Da ich meinen treusten Begleiter einfach nicht loslassen kann, musste ich etwas unternehmen.

 

 

Anders als die anderen “Aus alt mach neu” – Beiträge werdet ihr hier keine Anleitung finden, wie ihr ein ausrangiertes Kuscheltier wieder mit Leben füllen könnt. Zum einen, weil ich absolut keine Ahnung habe, wie man sowas richtig macht. Ich habe lediglich alle Nähte aufgetrennt, so gut es in Hündchens Zustand eben ging, ohne ihn völlig zu zerstören und die Einzelteile auf neuen Stoff übertragen. Nur die Ohren habe ich übernommen, weil sie noch völlig in Ordnung waren.
Zugegeben, ich hatte ziemliche Angst. Was, wenn ich es nicht schaffe und ich somit all meine Erinnerungen zerstöre? Es hat mich so schon einiges an Überwindung gekostet, dieses Projekt überhaupt in Angriff zu nehmen. Jedes Mal, wenn der Stoff beim Auftrennen riss, zuckte ich zusammen und wollte nicht weitermachen, aus Angst, ich würde es nur noch schlimmer machen. Doch dann erinnerte ich mich an die Gespräche mit meiner Mutter, die mir erzählt hatte wie sehr sie geflucht und gebibbert hatte, als sie Hündchen versorgt hatte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich mich also durchgebissen.

Ausschneiden, fluchen. Feststecken, fluchen. Nähen, fluchen. Ihr kennt die Abläufe ja. 😉 Beim Nähen selber habe ich dann festgestellt, dass mein kleiner Kerl leider doch mehr gelitten hat, als ich gedacht habe. Denn nachdem ich alle Teile wieder zusammengefügt hatte und ich ihn auf rechts drehte, um ihn wieder mit dem Originalfutter zu befüllen, waren seine Proportionen doch etwas anders. Sein Kopf ist nun etwas…nunja…gigantisch und deformiert und seine Arme etwas länger. Vielleicht hätte ich die alten Einzelteile nur als Richtlinie nehmen sollen und ein akurateres neues Schnittmuster erstellen sollen. Aber es ist jetzt so, wie es ist. Nichts desto trotz liebe ich ihn immernoch und auch jetzt liegt er jede Nacht bei mir.

Da heute wieder einmal Dienstag ist, kommt dieser Beitrag auch zum Creadienstag

Aus alt mach neu

Der Nachttisch meines Mitbewohners war bis zuletzt ein alter ausgedienter Hocker. Eigentlich hätte er einen kleinen Nachttisch von meinem Ex übernehmen sollen, der hatte sich dann aber doch dazu entschieden, ihn selber zu behalten. Da bekanntlich nichts so lange hält wie ein Provisorium, stand besagter Hocker jetzt immer noch neben dem Bett. Also habe ich mich kurzer Hand entschlossen ihn umzugestalten, damit er auch zu der dunkelgrünen Wand und dem schwarzen Bett passt. Abgesehen davon hatte er Katschen und Tassenränder auf der Oberfläche, die ich entfernen wollte. Als Tochter eines Schreiners sollte das nun wirklich keine große Herausforderung sein!
Jetzt passt er farblich zu der Wand und dem Bett und mein Mitbewohner ist auch froh. Das Umgestalten ging schneller, als ich dachte. Lediglich das Trocknen des Lacks hat etwas gedauert. Für die, die sowas auch mal machen wollen, hab ich mal aufgeschrieben, wie ich das gemacht habe.

Ihr braucht:

Ein Holzmöbelstück, dass ihr umgestalten wollt (in meinem Fall ein alter Hocker)
80er Schleifpapier
Schraubenzieher
Pinsel
Farbe
Lack
Nitro-Verdünnung
Zeitungspapier zum Unterlegen

So wird’s gemacht:

Ich habe den Hocker zuallererst auseinandergeschraubt, damit ich jedes Einzelteil anmalen konnte.

Mit dem Schleifpapier habe ich die oberste Schicht angeschliffen, weil mein Hocker mit Lack überzogen war und ich diesen weghaben wollte. Auf Lack malt es sich recht schlecht. Wie oben schon erwähnt, wollte ich auch die Macken entfernen.

Den Schleifstaub habe ich mit einem feuchten Lappen entfernt und die einzelnen Stücke trocknen lassen.
Vom Streichen der Zimmerwand war noch dunkelgrüne Farbe übrig und in meinem Bastelkorb war auch noch schwarze Abtönfarbe zu finden. Die Beine und die Seite der Platte habe ich dunkelgrün angemalt und die Oberfläche der Platte wurde schwarz gestrichen.

Nun wieder alles auf Zeitungspapier trocknen lassen (bei dem sommerlichen Wetter zurzeit grade echt kein Problem) und dann noch die Oberfläche mit Klarlack überziehen, damit die Farbe geschützt ist.

(Vergisst bitte nicht eure Lackpinsel nachher in Verdünnung auszuwaschen, sonst könnt ihr sie nie wieder benutzen!) Ich hab mich an die Trockenzeit des Lacks gehalten, obwohl es so warm und trocken war. Je nach Lack variiert die Zeit natürlich, also achtet bitte darauf.
Zum Schluss habe ich alle Teile wieder zusammengeschraubt und fertig war der Nachttisch.

Jetzt geht es damit ab zum Creadienstag und zum ersten Mal auch was zu Me made on Tuesday!

Heilerbestecktasche

Die Heilerbestecktasche habe ich für einen Freund angefertigt. Vor einem Jahr hatte er die Idee, dass er auf der Amonlonder Akademie bei seinem Heilerkurs seinen Schülern zum Abschluss Heilerbestecktaschen rausgeben möchte, aber er wollte keine gekauften haben, weil er das Wappen der Akademie draufhaben wollte. Ich habe angeboten, welche für ihn anzufertigen und er hat das Angebot dankend angenommen.
Jetzt habe ich 6 Heilerbestecktaschen in der Tasche, die nur darauf warten in die Hände ihrer neuen Besitzer zu wandern.
Ich selber habe eine Heilerin in meinem Charakterrepertoire fürs LARP, also werde ich mir demnächst auch eine eigene Tasche nähen. Werkzeuge und Utensilien möchten ordentlich verstaut werden. Schlecht sortierte und organisierte Heiler sind der Tod für jeden Verletzten.
Ihr könnt selbstverständlich jedes Motiv auf eure Taschen malen und auch die Bindung ist euch überlassen. Ich habe die Landesfarben von Amonlonde und Satinband genommen, weil ich es passend fand. Wenn ihr lieber eine Kordel nehmen wollt, tob euch aus! Ich denke, wenn ich meine eigene mache, wird sie etwas derber aussehen.
Ich spann euch jetzt nicht länger auf die Folter, sondern zeige euch, wie ich die Heilerbestecktasche gemacht habe.

Ihr braucht:

Weißen Stoff
– 1 Stück 40 cm x 40 cm
– 1 Stück 35 cm x 15 cm
Passendes Garn
Abstecknadeln
Stoffschere
Textilfarben
Motive
Pinsel
Satinband ( 2 Stück je 30 cm)

Wie es geht:

Übertragt die Schnittmuster auf den Stoff und schneidet eure Stücke aus. Das große Stück ist die Abdeckung, das kleine Stück wird später die Tasche für das Besteck.
Klappt die Ränder um, damit ihr sie umnähen könnt. Ich benutze dafür immer einen Zickzackstich, wer eine Overlock hat, kann die Ränder schön versäubern und sie dann umnähen.

Faltet eure Abdeckung in der Mitte und näht das kleine Stoffstück auf die untere Hälfte. Macht euch auf dem kleinen Stück auf der langen Seite unten alle 2,5 cm eine Markierung und näht eine gerade Linie nach oben. Wenn ihr das mit allen Markierungen gemacht habt, habt ihr so die Fächer für die einzelnen Werkzeuge gemacht.

Nun geht es ans anmalen. Schnappt euch eure Motive platziert sie auf die obere Hälfte der Abdeckung. Jetzt habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder, ihr zeichnet alles per Hand ab, oder ihr paust es durch, oder ihr macht es wie ich und pinnt sie mit einer Nadel fest und malt drumherum. Ich habe direkt meinen Textilstift genommen, aber wenn ihr euch unsicher seid, könnt ihr auch erst einmal mit Bleistift oder Malerkreide das Motiv vormalen. Malt euer Motiv noch aus und lasst es so lange trocknen, wie es die Farbe vorgibt.


Wenn nötig, bügelt die Motive noch einmal fest, damit sie nicht bei der nächsten Wäsche auswaschen und eure Mühe zunichte machen.
Befestigt nun noch mit ein paar Stichen die Satinbänder an den Rändern und schon ist eure Heilerbestecktasche fertig. Umklappen, aufrollen, zubinden, that’s it.

Diese Heilertasche reichen wir beim Creadienstag und bei Magic Crafts ein!

Kirschblütenbaum mit Stickern von bande

Wie am Samstag schon angekündigt kommt heute der Beitrag über die washitape ähnlichen Sticker von bande. Auf der creativeworld im Januar haben Danny und ich uns unter anderem auch diesen Stand angeschaut und uns ein bisschen was zu den Produkten erklären lassen. Außerdem haben wir einige Kostenlose Muster zum Ausprobieren mitbekommen.
Wie Washitape kann man diese Sticker überall anbringen und sie lassen sich super leicht wieder entfernen, ohne dass die Sticker zerreißen oder die Oberfläche, auf der sie geklebt wurde leidet. Man kann damit alles dekorieren und mit ein bisschen zusätzlichem Material kann man auch wirklich schöne Bilder basteln.

Ich hatte schon erwähnt, dass ich nicht so der Fan von Washitapte bin, aber diese Sticker total klasse fand. Beziehungsweise, was man daraus machen kann. Nachdem wir auch kostenlose Samples bekommen haben, musste ich das natürlich auch gleich ausprobieren.
Für mich sind diese Sticker sehr interessant, weil ich weder malen noch zeichnen kann. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und Fantasy kann man aber mindestens genauso schöne Bilder kreieren und sowas finde ich klasse! Ich würde so gerne mehr selbstgemalte Bilder in meiner Wohnung haben, aber ich kann es einfach nicht.
Ich hab mich bei dem folgenden Bastelwerk an einem der Bilder orientiert, das auch an dem Stand von bande ausgestellt wurde. Normalerweise würde ich auch einen weißen Bilderrahmen nehmen, aber ich hatte noch ein Stück Verpackungsmaterial übrig, das ich vor ein paar Wochen mit Pappmaché bearbeitet hatte. Da es diesen Rundauschnitt hatte, wollte ich unbedingt ein Bild rein malen oder kleben, hatte aber bis jetzt noch nicht das Richtige gefunden. Doch nachdem wir diese Sticker bekommen hatten, war diese Frage auch beantwortet.

Was ihr dafür braucht bzw. was ich benutzt habe:

Bilderrahmen (weiß, oder ihr bemalt einen Naturrahmen)
blauer Wasserfarbe
braune Abtönfarbe
Pinsel
bande Sticker (Yoshino Kirschbaum und Kirschblüten Blütenblätter)

Wie ich es gemacht habe:

Meinen vorgefertigten Rahmen habe ich mit blauer Wasserfarbe ausgemalt, damit es aussieht, wie ein wolkenloser Himmel. Wenn ihr das macht, wird es wohl ein Blatt Papier sein, dass ihr ausmalt. Nachdem die Farbe trocken war habe ich mit einem dünnen Pinsel und der braunen Abtönfarbe eine Linien aufgemalt, die nachher die Äste meines Kirschbaumes darstellen sollten.

Nachdem auch das getrocknet war, habe ich meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ich habe einfach die Sticker von der Kirschbaumrolle gezogen und sie dorthin platziert, wo ich sie hübsch fand.
Zum Schluss habe ich noch ein paar von den Kirschblüten auf dem Bild und dem Rahmen verteilt.
Fertig ist das Bild mit den bande Stickern.

Aus den anderen Stickertapes werde ich auch noch was basteln. Vielleicht verschöner ich meinen weißen Kleiderschrank mit Kirschblütenblättern oder gestalte Karten mit den Sonnenblumen.
Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil und starten damit auch mal bei #12xkreativ von vom Landleben. Geniale Idee! Mal schauen, was uns noch so einfällt 🙂

Weihnachtsbaumdeko aus Klorollen

Jedes Jahr steht bei uns die gleiche Frage im Raum: „Holen wir uns einen Weihnachtsbaum, oder nicht?“ Wir haben zwei Katzen, die gerne damit spielen, deswegen fällt ein großer Baum schon raus, weil wir keinen Unfall riskieren wollen. Aber ganz ohne ist es für uns irgendwie nicht weihnachtlich genug, weil es doch ganz hübsch aussieht, wenn die Geschenke drunter liegen. Meistens entschließen wir uns doch dazu einen kleinen Weihnachtsbaum im Topf zu holen. Klar wird der dann auch geschmückt, aber sonderlich viel Gekauftes kommt nie dran und wenn, dann ist es etwas Weiches, was nicht kaputt gehen kann, sollten die Katzen doch auf Idee kommen, den Baum umzureißen. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, aus Klopapierrollen ein paar Anhänger zu basteln. Das geht schnell, sieht hübsch aus und kostet fast kein Geld.

Ihr braucht:

Klopapierrollen (you don’t say)
Schere
Heißkleber
Pinsel
Farbe
Faden

So wird’s gemacht:

Schneidet die Klopapierrollen in gleichgroße Stücke. Wie groß sie sein sollen, ist euch überlassen. Ordnet nun die einzelnen Stücke in Stern- und/oder Blumenform an und klebt sie mit Heißkleber zusammen. Vorsicht! Der Heißkleber heißt nicht um sonst so. Zieht euch Handschuhe an, wartet einen kurzen Moment, bis ihr die Teile zusammendrückt oder seid einfach sehr vorsichtig. Lasst die Sterne und Blumen trocknen beziehungsweise den Kleber aushärten.

Schnappt euch Pinsel und Farbe und malt eure Weihnachtsbaumdekoration an, wie es euch gefällt. Vielleicht passend zum restlichen Baumschmuck? Lasst die Farbe gut trocknen. Jetzt fehlt nur noch ein Stückchen Faden und dann könnt ihr eure Baumdeko auch schon aufhängen.
So einfach kann man aus „Müll“ noch etwas Schönes basteln.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Weihnachtliche Seife

Ich hab mich ja schon letztens daran versucht, Seife selber zu machen. Die Kokosseife ist meiner Meinung nach nicht sonderlich gut geworden, weil mir der Seifenduft zu künstlich und beißend war, aber die anderen Düfte waren absolut klasse! Dieses Mal habe ich transparente Seifenbasis genommen und diese eingefärbt.
Abwechslung habe ich dadurch bekommen, dass ich verschiedene Varianten gemacht habe, indem ich andere Farben und Gerüche genommen habe, aber ich zeige euch in diesem Beitrag lediglich, wie ich die Seife mit Orangen-Rosmarin Duft hergestellt habe.
Sie sieht nicht nur schön aus, sondern bietet sich wunderbar als Geschenk an! Viel Spaß beim Nachmachen!

Was ihr dafür braucht:

Plastikbrettchen
Scharfes Messer
Topf mit Wasser
Schüssel
Löffel
Silikonform mit Weihnachtsmotiven
Glyzerinseifenbasis, transparent
Seifenduft orange
Seifenfarbe grün
Rosmarin, getrocknet

So wird’s gemacht:

Schneidet die Glyzerinseife in kleine Würfel und legt sie in die Schüssel.

Stellt diese dann in ein Wasserbad und wartet, bis die Seifenbasis geschmolzen ist. Je kleiner die Stücke, desto schneller könnt ihr weiter arbeiten.
Bei der Menge kommt es immer auf die Formen an. Ich habe etwas mehr als 125g von der Seifenbasis genommen, um eine Seife herzustellen, die so groß wie meine Handinnenfläche ist.
Ist die Seife geschmolzen, gebt so viel Seifenfarbe und –duft hinzu, wie ihr möchtet. Je nach Seifenbasis müsst ihr mehr von dem Seifenduft verwenden, weil die Basis einen eigenen Geruch hat, den man überdecken möchte.


Rührt einmal ordentlich um und füllt die flüssige Seife in eure Form. Streut nun den Rosmarin auf die Oberfläche und lasst die Seife auskühlen und fest werden.


Benutzt ihr Glyzerinseife, drückt die Seife kurz nachdem sie fest ist heraus und wickelt sie gut in Frischhaltefolie ein, denn diese Seife hat leider die Angewohnheit zu schwitzen. Passiert das, kann eure Seife schnell unansehnlich werden.
Nichts desto trotz: Fertig ist eure Seife im weihnachtlichen Motiv!

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Geschenkverpackungen

Diese kleinen Geschenkverpackungen habe ich gemacht, weil ich meinen Nachbarn zu Nikolaus immer eine Kleinigkeit schenke. Letztes Jahr waren es kleine gekaufte Nikoläuse, aber dieses Jahr habe ich was selber gemacht. Die Lebkuchenschokolade und andere Leckereien werden Platz in diesen Boxen finden.
Solltet ihr sie auch für Lebensmittel benutzen, legt die Boxen bitte vorher mit einer Serviette aus.
Natürlich kann man so etwas auch in eine kleine Tüte packen und diese dann mit Geschenkpapier umwickeln, aber ich stell mich dabei immer so doof an.
Außerdem kann man diese Schachteln auch gut mit den Kleinen basteln und sie gehen recht fix. Ihr könnt die Schachteln auch zum Verpacken von kleinen Weihnachtsgeschenken benutzen.

Ihr braucht pro Schachtel:

1 Blatt Papier oder Bastelkarton (Din A4)
Bleistift
Lineal
Schere
Kleber
Optional: Farbe, Sticker, Glitzer

So wird’s gemacht:
Malt die Schablone wie auf den Bildern mit den Maßen ab.
Die Obere ist für eine rechteckige Schachtel, die Untere für eine quadratische Schachtel.

Benutzt beim Abmalen ein Lineal, denn es ist wichtig, dass die späteren Schnitt- und Faltkanten sauber und gerade sind.
Schneidet mit einer Schere die Rohlinge aus. Schneidet nun an den gelb eingezeichneten Linien bis zur nächsten Linie ein. Faltet nun die restlichen Seiten ein.
Bestreicht die Ecken mit Kleber, faltet die Flächen zusammen und klebt die Seiten fest.
Habt ihr beide Schablonen ausgeschnitten und zusammengeklebt, bekommt ihr eine kleine Schachtel.
Eurer Fantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt ein unifarbenes Stück Papier oder Bastelkarton nehmen und es nach Lust und Laune bemalen. Ihr könnt auch buntes Papier nehmen und es mit Weihnachtsstickern bekleben, oder ihr malt mit Farbe Schneeflocken drauf.
Ich hatte noch Bastelkarton übrig und hab mich daran bedient.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Die Maske des Namenlosen

Erst das Tavenenschild, jetzt dieses Accessoire.
Diese Maske ist nun auch ein fester Bestandteil meines aventurischen LARP-Charakters. Mit ihr verbindet sie alles, was sie an ihren gestorbenen Bruder erinnert. All das Leid, all den Schmerz, aber auch die schönen Dinge.
Um diese Requisite zu basteln, braucht man an sich nicht viel, aber man sollte genug Zeit einplanen. Zwischen den einzelnen Schritten muss nämlich alles gut durchtrocknen.
Der Fantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt!
Wenn ihr euch auch so eine Maske basteln wollt –schließlich ist die Narrenzeit ja offiziell eröffnet -, habt ihr hier die Anleitung zu meinem Exemplar:

Was ihr braucht:

Maskenrohling (Pappe, Filz, Holz, Styropor etc)
Papier
Kleister
Sprühfarbe  (Gold)
Acrylfarbe (Gold)
Edding (schwarz)

So wird’s gemacht:

Rührt für das Pappmaché den Kleister an. Ich mach sowas immer nach Gefühl. Hauptsache, es ergibt nachher eine schön dickflüssige Masse. Während der Kleister zieht, reißt das Papier in kleine Schnipsel.

Verteilt reichlich Kleister auf dem Maskenrohling und beklebt diesen mit den Papierschnipseln, bis sie ganz bedeckt ist.

Wenn ihr wollt, könnt ihr mehrere Schichten übereinander kleben, aber ich habe lediglich nur eine Schicht gemacht.
Lasst die Maske über Nacht trocknen.

Sprüht sie nun von beiden Seiten mit der goldenen Farbe an und lasst sie wieder gut trocknen.

Schnappt euch nun einen Pinsel und bemalt die grundierte Maske mit der goldenen Acrylfarbe.

Wenn ihr eine Sprühfarbe gefunden habt, die schön schimmert, braucht ihr nicht noch mit der Acrylfarbe drüber gehen. Meine Farbe sah auf den Beispielbildern leider schöner aus, als sie war, also musste ich noch ein bisschen nachbessern.

Nachdem auch diese Schicht trocken ist, umrandet die Außenseiten und Augen mit einem schwarzen Edding. Streicht mit einem Taschentuch über den noch feuchten Edding, um der Maske einen etwas schäbigeren Look zu geben.

Fertig ist auch schon die zerschlissene Maske des Namenlosen!

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil

Kokosseife

Auch mir ist mittlerweile mal bewusst geworden, dass in etwas mehr als einem Monat schon wieder Weihnachten ist.
Klar, in meinem Job als Kassiererin im Einzelhandel sehe ich seit September Lebkuchen und Schokonikoläuse, aber langsam sollte man sich wirklich Gedanken machen, was man verschenken möchte.
Letztes Jahr habe ich selbstgemachten Likör und Glühwein verschenkt, da wollte ich dieses Jahr was anderes machen. Weg von Lebensmitteln und Essbarem – mal ganz davon abgesehen, dass es echt bescheiden zu Verschicken ist.
Dieses Jahr bekommen meine Liebsten selbstgemachte Seife geschenkt. Ich hab mich mal ein wenig schlau gemacht und dann einfach losgelegt.
Mein erster Versuch ist eine Kokosseife.
Ich habe mir kleine ovale Silikonformen im Internet bestellt und das folgende Rezept reichte für 12 Seifen.

Ihr braucht:
300g Glycerinrohseife (weiß)
Kokosraspel
Grüne Seifenfarbe
Seifenduft Kokos
Messer
Schneidebrett
Löffel

Wie man’s macht:
Schneidet die Seife in kleine Würfel oder raspelt sie in eine Schale.

Stellt die Schale dann in ein Wasserbad und lasst die Seife schmelzen, bis keine Stückchen mehr übrig sind. Dieser Schritt dauert am längsten. Ihr braucht auch nicht die ganze Zeit dabeizustehen, es reicht vollkommen aus, ab und an mal nach dem Rechten zu sehen.

Wenn die Seife flüssig ist, nehmt sie vom Herd, lasst sie aber im Wasserbad. Gebt ein paar Tropfen Seifenfarbe hinzu und rührt um. Ist euch die Farbe zu hell, gebt nach Belieben weiter Farbe hinzu.

Für den Kokosduft gebt ein paar Tropfen von dem Seifenduft hinzu. Rührt alles ordentlich um.

Streut die Kokosraspel in die Silikonform, bis der Boden leicht bedeckt ist.

Gießt die Seife mit einem Löffel in die Form und lässt es für etwa 30 Minuten stehen.

Fühlt sich die Oberfläche fest an, könnt ihr die fertige Seife aus der Form drücken und sie vollständig aushärten lassen.
Durch die Raspel, die auf der einen Seite sichtbar sind, bekommt man einen leicht peelenden Effekt.

Wichtig hierbei: Glycerinseife nimmt die Feuchtigkeit in der Luft auf und gibt sie ab. Die Seife beginnt also zu schwitzen, wenn man die ausgehärtete Seife nicht zügig einpackt. Vorzugsweise in Frischhaltefolie oder verpackt sie Luftdicht in eine Tupperdose.
Anders wird die Seife nämlich etwas klebrig und unansehnlich, weil sich die Farbe auch verändert.

Auch zu beachten ist die Dosierung des Seifendufts. Die Glycerinseife hat im warmen Zustand einen gewissen Eigengeruch, der den Seifenduft übertünchen kann.
Ich hab es ein bisschen übertrieben und die Seife riecht sehr intensiv und künstlich. Gut, das kann allerdings auch an dem Seifenduft selber liegen, den ich besnutzt. Der riecht nämlich auch so schon sehr künstlich.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Mittlelaterliches Ballkleid

Jetzt am Wochenende war ich auf einer Hochzeitshofhaltungscon, die mein Mittelalterverein veranstaltet hat. Ich habe die Kammerzofe des Bräutigams gespielt und für das Festbankett am Samstagabend und den nachfolgenden Ball folgendes Kleid genäht.

Den Schnitt habe ich mir bei Natrum und Soda abgeschaut, allerdings ist dieses Kleid kein Schnürkleid. Ich habe es passend genäht, weil ich mit Schnürungen immer hängen bleibe und sie deswegen als unpraktisch empfinde.
Die Stoffangabe ist für meine Größe (40/42) angegeben. Denkt daran, es anzupassen.
Ich habe meinen Stoff als Restposten bekommen. Ich habe ihn gesehen und musste ihn haben. Da es sich um Polsterstoff handelt, ist das Kleid recht schwer, aber dafür fällt es sehr gut und bleibt auch da, wo es sein soll. Außerdem ist es schön warm, was bei den jetzt aufkommenden Temperaturen gar nicht so verkehrt ist.
Was nun folgt ist keine richtige Anleitung, dafür habe ich nicht genug Ahnung vom Nähen, bitte seht es mir nach 🙂

Was ich benutzt habe:

Stoff, etwa 3 Meter (eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt), vorgewaschen
Nähgarn (entweder in genau dem Farbton des Stoffes oder ihr nehmt etwas dunkleres/helleres Garn, wenn ihr wollt, dann man die Nähte sieht)
Knopf für den Gürtel

So hab ich es gemacht:

Wichtig ist bei dem Schnittmuster: Es ist nicht schlimm, wenn der Zuschnitt zu weit ist. Enger schneidern geht immer. Andersrum eher weniger.
Ich habe mich an dem Schnittmuster aus dem Original bedient und Folgendes draus gemacht.

Ihr braucht zwei Mittelteile (für vorne und hinten) und vier Seitenteile. Legt also die Muster auf den Stoff, pinnt sie mit Stecknadeln fest und entweder habt ihr Schneiderkreide, mit der ihr die Umrisse nachzeichnet, oder ihr schneidet es ohne Vorzeichnen aus. Denkt bei beiden Varianten unbedingt an die Nahtzugabe, damit ihr das Kleid später noch so eng schneidern könnt, wie ihr es gerne haben möchtet.

Entweder steckt ihr es dann an einer Schneiderpuppe ab, oder ihr lasst euch von jemandem helfen und steckt es am eigenen Körper ab.

Näht nun alle Teile zusammen, vergesst aber nicht, dann ihr Platz für die Arme lasst (ich hab es nämlich völlig vergessen und durfte dann alles wieder auftrennen).
Normalerweise sollten die Teile noch versäubert werden, aber mein Stoff ist so schwer gewesen, dass er keine Fäden zieht und somit habe ich mir den Schritt sparen können.

Bügelt die Nähte auseinander und schon bekommt das Kleid eine etwas figurbetonendere Form.

Steckt den Saum ab und näht auch diesen um. Wenn ihr hier etwas helleres/dunkleres Garn benutzt, wird man hier die Naht sehen. Ich nutze das gerne, weil ich so ein bisschen Dekoration auf das Kleid bekomme, ohne Borte zu benutzen oder Ähnliches. Man kann auch zuerst in der passenden Farbe den Saum umnähen und dann mit Zierstichen arbeiten.
Bei meinem gemusterten Stoff habe ich mich lediglich für eine gerade Linie entschieden, weil in meinen Augen alles andere zu viel geworden wäre. Die Ornamente auf dem Stoff sind schon auffallend genug, da braucht man nicht noch eine protzige Borte aufnähen.

Da dieses Kleid keine Ärmel hat, schneidet man die Stoffteile so ein, wie man es haben möchte und näht ebenfalls um.

Zum Schluss kommt noch der Ausschnitt. Mein Kleid hat kein Unterkleid, sondern nur eine Bluse als Unterteil und da diese mit einem wunderschönen Spitzenausschnitt versehen ist, habe ich das Kleid so ausgeschnitten, dass man diesen sehen kann. Umnähen, fertig.

Für den Gürtel habe ich einen langen Streifen ausgeschnitten, umgenäht und mich für einen Knopfverschluss entschieden.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Accessoires und fertig ist das Ballkleid.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Kerzenständer aus Beton

Letztes Wochenende war sehr kreativ. Ich musste unbedingt noch neue Kerzen fürs nächste LARP gießen und ich wollte unbedingt mal was mit Beton basteln. Bei Smillas Wohngefühl eine Anleitung für Kerzenständer gefunden. Die habe ich dann gleich mal ausprobiert.

Die Ergebnisse müssen noch komplett durchtrocknen. Aber sie sehen schon ziemlich cool aus. Ich denke, ich muss mir für die Kerzeneinbuchtung noch was anders überlegen. Meine Teelichthalter waren viel zu groß. Daher hab ich sie nicht drin gelassen. Schätze man kann ja einfach ein bisschen was an Dekosteinchen rein kippen.

Ein paar WIP Fotos.

Zwei Kerzenständer mit Phex Symbol und einer mit Gänsen.

So hier sind auch noch ein paar Kerzenkissen, die ich am Wochenende gemacht hab.   

Mein Beitrag zum Creadienstag.

Die etwas andere Geschenkverpackung

Ich stelle immer wieder fest, dass ich unheimlich viel Geschenkpapier habe. Meistens mit Weihnachtsmotiven oder nur noch Reststücke, die dann nicht für das eigentliche Geschenk reichen.
Ganz abgesehen davon, dass ich Geschenke nicht schön einpacken kann, bin ich meistens mit Bus und Bahn zu einer Feier unterwegs und da leidet das Papier drunter, dass sich Risse schwer vermeiden lassen.
Gerne verschenke ich auch mal mehrere Kleinigkeiten und um sie dann alle einzeln einzupacken bin ich entweder zu faul, oder es ergibt sich das Transportproblem.
Irgendwann kam ich dann auf die Idee, die Geschenke anders zu verpacken. Meine Mama hat es damals vorgemacht, als sie mir zu Weihnachten eine Kiste mit Windowcolourflaschen schenkte. Knapp 100 Flaschen waren drin und sie hatte ebenfalls keine Lust gehabt, jede einzeln zu verpacken. Also hat sie die Kiste hübsch verpackt, die dann später auch als Aufbewahrung für die Flaschen diente.
Geht schnell, sieht schön aus und man schneidet sich nicht beim Öffnen!

Ihr braucht:

Eine Pappbox (die Größe kommt natürlich auf das spätere Geschenk an)
Wasserfarbe
Pinsel
Kleber
Papier
Schere
Dekoband

So wird’s gemacht:

Malt die Box an und lasst die Farbe trocknen. Ich hab es gerne etwas bunter, also habe ich den Deckel, die Wände und das Innere jeweils in einer anderen Farbe angepinselt.

Wenn alles trocken ist, schnappt euch die Schere und schneidet aus dem Papier ein Rechteck aus, das etwas kleiner ist, als die Oberseite des Deckels. Ich hab Mamorpapier genommen, weil ich noch ein Reststück hatte, aber normales Papier tut es auch.
Es ist nicht schlimm, wenn es nicht 100% symmetrisch ist, denn ihr klebt noch Dekoband drüber, dann sieht das keiner mehr.

Schneidet mit der Schere euer Dekoband so zurecht, wie ihr es später auf dem Deckel haben wollt und klebt es fest, dass man die Übergänge zum Papier nicht mehr sieht. Verwendet ihr dünnes Satinband, könnt ihr es auch um die Seite des Deckels wickeln, mit ein bisschen Kleber fixieren und eine Schleife binden. Sieht auch sehr hübsch aus!

Lasst alles trocknen.
Auf das Papierfenster auf der Deckeloberseite könnt ihr zum Beispiel den Namen des Geburtstagskindes schreiben, einen netten Spruch, oder oder oder.

Fertig ist die etwas andere Geschenkverpackung.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

 

Teeschachteltruhen

Passend zum Blog Event, an dem ihr auch noch teilnehmen könnt, habe ich mich auch einmal drangesetzt, etwas zu basteln. Aus alten Teebeutelschachteln habe ich kleine Truhen gemacht, die man als Geschenkverpackung benutzen oder Dinge auf Con drin verstecken kann, die nicht gerade ins Setting passen.
Legt man noch eine Serviette rein, kann man sie auch nutzen, um Süßigkeiten anzubieten. Sie sehen dann schöner aus, als die Plastiktüten oder Ähnliches. Auf einer Harry Potter Party passen sie auf jeden Fall gut ins Bild!

Was ihr dafür braucht:

– Teeschachteln, die einen intakten Deckel haben
– Pinsel in verschiedenen Größen
– weiße Abtönfarbe
– Farben, in denen ihr die Truhe anmalen wollt
– einen Bleistift zum Anzeichnen von Verzierungen
– eine Vorlage (ich habe eine meiner kleinen Holztruhen genommen)

Zuerst bemalt ihr die Schachteln mit weißer Abtönfarbe. Ich musste drei Mal drüber pinseln, bis ich eine deckende Fläche hatte. Nach jeder Schicht warten, bis sie vollständig getrocknet ist. Das kann, je nach Farbe etwas dauern. Ich habe es auf dem Balkon bei Sonnenschein gemacht, da ging das recht schnell. Für alle, die nicht warten können oder wollen: Trockenföhnen geht auch!

Danach bemalt ihr die Schachtel in der Farbe, in der ihr sie haben wollt. Ich wollte sie einer Holztruhe ähnlich aussehen lassen und habe deswegen Brauntöne genommen. Auch hier kann es sein, dass ich mehrere Schichten auftragen müsst, damit die weiße Farbe nicht durchschimmert. Ihr könnt die Schachtel auch von innen anmalen, aber dann rate ich euch eine Serviette hineinzulegen, wenn ihr dort lose Süßigkeiten präsentieren möchtet. Bei eingepackten Bonbons oder Dergleichen ist das nicht so wichtig.

Wenn nun alles getrocknet ist, nehmt ihr den Bleistift zur Hand und zeichnet Verzierungen auf eure Truhe. Allerdings nicht zu fest, sonst könnte es passieren, dass die Farbe wieder abblättert.
Mit einem dünnen Pinsel malt ihr nun die vorgezeichneten Verzierungen aus und lasst auch dieser wieder trocknen. Mehr müsst ihr nicht machen. Jetzt müssen die fertigen Truhen nur noch gefüllt werden und hingestellt werden.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Kleine Wachstuchtasche

Hab noch ein wenig mit dem Wachstuch aus dem Paket gearbeitet und den letzten Resten meiner alten Jeans. Ich wollte nur eine kleine Tasche für einen Freund nähen, der seine Allergietabletten und sonstige Sachen in einem HANDSCHUH umhergetragen hat. Das habe ich mir jetzt lang genug angesehen und jetzt hat er dieses Täschlein 😀
Ein Schnittmuster gibts dazu nicht das ist relativ frei genäht.

Wachstuch Täschlein

Wachstuch Täschlein

Wachstuch Täschlein

Ab damit zum Creadienstag und zur Taschenlinkparty.

Lunchbag

Da ich ja das Wachstuchpaket bekommen habe, bin ich die ganze Zeit am Überlegen, was man damit so alles Schönes anstellen kann. Heute habe ich zum ersten Mal ein Lunchbag genäht. Das war in den Ecken unten etwas fummeliger als ich erwartet hatte. Die Anleitung habe ich von aus dem Web, die Maße aber minimal angepasst, damit es auf mein Reststück passte.

Bin noch unschlüssig, ob ich es in seiner Funktion als Lunchbag je nutzen werde, aber ich finde den Beutel sehr schön und werde ihn bestimmt für irgendwas benutzen.

Lunchbag

Lunchbag

Lunchbag

Während ich auf dem Boden unter dem Tisch auf dem Bauch lag, um Fotos von meinem Lunchbag zu machen, kam ich mir übrigens fast nicht doof vor. Aber wenn die Wohnung klein ist und man den Aufbau auf den Boden stellen muss.. Aber hätte sicher sehr lustig ausgesehen!

Mein Beitrag zum Creadienstag und zur Taschensammlung.