Gemüsebrühe selber machen

Gemüsebrühe oder allgemein Brühe und Fonds verwende ich sehr häufig in meinen Gerichten. Normalerweise kaufe ich die Brühe als gekörnte Variante oder fix und fertig im Glas, wenn es wirklich schnell gehen soll. In meinem Low Budget Monat bin ich allerdings auf die Idee gekommen, die ganzen Gemüseabfälle noch einmal zu verwerten, bevor ich sie auf den Kompost gebe.
Sicher, das ist jetzt keine Neuheit! Viele von euch kennen diesen Haushaltstrick sicher schon und verwenden ihn selber, aber ich bin bis jetzt einfach nicht drauf gekommen. Ganz schön dämlich, wenn ich bedenke, wie viele Gemüseabfälle ich immer habe und wie viel Brühe mir dadurch entgangen ist. Viel viel Geld ich dadurch hätte sparen können. Abgesehen davon, ist die selbstgemachte Variante gesünder, weil da kein Zucker drin ist. Naja…jetzt bin ich etwas schlauer und mach meine Gemüsebrühe von nun an immer selber. Rinder- und Geflügelbrühe werden auch noch folgen, sobald ich denn das nächste Mal Fleisch mit Knochen kaufe. Die Zubereitung ist denkbar einfach! Meine “Zutatenliste” umfasst nur das, was ich benutzt habe, aber selbstverständlich könnt ihr so gut wie jeden Gemüseabfall nehmen, der bei der Essensvorbereitung anfällt.

Vorbereitung:
Ja, dieser Schritt ist tatsächlich mal nötig. Denn ihr habt nach einem Essen nicht genug Gemüsereste zusammen, um daraus Brühe zu kochen. Nehmt euch dafür einen Gefrierbeutel oder einen Behälter, der in die Gefriertruhe kann und packt jedes Mal, wenn ihr Gemüse zubereitet die Abfälle dort hinein. Friert die Reste dann ein und holt sie immer wieder dann heraus, wenn ihr neue Reste habt. So halten sich die Abfälle bis zu 6 Monate im Gefrierschrank. Gerne könnt ihr die Tüte oder den Behälter auch mit dem Datum beschriften, an dem ihr zum ersten Mal eingefroren habt. Wiederholt das Prozedere, bis die Tüte oder der Behälter voll ist.

Zutaten:
Wasser
Gemüseabfälle wie zum Beispiel:
– Möhrenschalen und -enden
– Rosenkohlblätter
– Kartoffelschalen
– Pilzstiele
– rote und braune Zwiebelschalen und -enden
– Knoblauchschalen und -enden
– Paprikastrunk
– Zucchinienden
– geerntete Gewürzstängel (vom frischen Thymian z. B.)
– Frühlingszwiebelwurzeln

Zubereitung:
Kippt den Inhalt eures Behälters in einen großen Topf und bedeckt die Abfälle mit Wasser, bis sie gerade so gedeckt sind. Kocht alles kurz auf und lasst es dann 30 Minuten auf schwacher Stufe köcheln. Gießt nach der Kochzeit den Topfinhalt durch ein Sieb in eine Schüssel und fertig ist die Brühe. Es ist wirklich unfassbar einfach!
Die Menge an Brühe variiert je nachdem, wie viele Anfälle ihr benutzt. Bei mir kam etwas mehr als ein Liter raus, den ich zur Hälfte in ein großes, steriles Schraubglas gegeben und die andere Hälfte in Behältern eingefroren habe. Im Kühlschrank ist die Brühe etwa vier Tage haltbar, im Gefrierschrank etwa 6 Monate.

Lasst euch von der Farbe nicht abschrecken. Durch die roten Zwiebelschalen und Stücke sieht meine Brühe fast schwarz aus und der Reis, den ich damit gekocht habe war ziemlich grau, aber es war dennoch sehr lecker!

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