Kiki in Ägypten

Mitte Juni war ich mit meinem A-Hörnchen eine Woche in Ägypten. Am Roten Meer in Hurghada haben wir sieben Nächte in einem all inclusive Hotel verbracht und einfach mal die Seele baumeln lassen. Ich will euch etwas darüber erzählen, weil es unfassbar schön war und auch das Essen dort so unfassbar lecker und vielseitig war! Leider habe ich kaum Fotos vom Essen machen können, weil bei all den Gästen im Hotel das liebevoll aufgetischte Buffet immer schnell geräubert war, sodass die Fotos eh nicht schön geworden wären.
Aber ich kann euch sagen: In den acht Tagen, die wir morgends, mittags und abends gegessen haben, haben wir es nicht geschafft, alles zu probieren. Das lag einmal daran, dass es jeden Abend ein anderes Thema gab; es gab also nie zweimal das Gleiche – abgesehen von der Salat- und Brotecke und zum anderen gab es einfach so viel Auswahl, dass es uns nicht möglich war, all die ägyptischen Gerichte zu probieren. Dafür war all das, was wir probieren konnten sehr lecker! Teilweise ungewohnt und neu, aber sehr lecker. Zum Frühstück gab es zum Beispiel schwarzen Honig, der wie Apfelkraut schmeckte und zum Mittag gab es einen Rote Beete-Melonen-Salat, den ich bis heute noch feier. Ich kannte die Zusammensetzung gar nicht, wäre selber nicht drauf gekommen, bin aber völlig davon begeistert und überlege schon eifrig, wie ich das Rezept nachmachen kann.
Überall auf dem Gelände standen Dattelpalmen. Ich habe sie auf den ersten Blick gar nicht erkannt und auch die frischen Datteln am Buffet nicht als solche erkannt, aber der Geschmack ließ sie mich dann doch erkennen. All die Datteln, die es im Hotel gab, kommen von den Palmen auf dem Gelände. Denn eine Palme kann im Jahr zwischen 60 – 100 kg Früchte einbringen und bei der Menge von Palmen im Resort wunderte es mich nicht, dass sie die Früchte zum Verzehr auslegten.

Wie schon gesagt, wir waren in einem all inclusiv Hotel. Wir konnten den ganzen Tag essen und trinken, so viel wir wollten. Es gab 3 verschiedene Bars, an denen wir uns gerne einen eisgekühlten Hibiskustee gegönnt haben und neben dem Hotelrestaurant gab es noch drei Restaurants mit bestimmten Themen (chinesisch, italienisch und orientalisch), für die man allerdings einen Tisch reservieren musste. Das orientalische Restaurant war der absolute Hammer! Das Fleisch wurde auf einem Grill zubereitet, Beilagen konnten wir uns selber aussuchen. Das Highlight war der kleine Holzkohlegrill, den jeder Tisch bekam. Darauf wurde nämlich das fertige Fleisch drapiert, damit es nicht kalt wurde. Leider konnte ich auch hier keine Fotos machen, weil die Beleuchtung sehr sparsam war.
Nachmittags gab es im Strandrestaurant Snacks. Ich dachte jetzt an ein bisschen Obst und Salzstangen, aber als wir da ankamen, gab es eine Pastastation, eine Pizzastation, Kuchen bis zum Abwinken, Salate und Brot.

Wir haben uns jeweils eine Pizza geholt, die dann frisch zubereitet und im Steinofen gebacken wurde. Als Belag gab es eine arabische Wurst, Paprika und Tomaten. Da wir das Mittagsessen ausgelassen hatten, um uns mal die Snacks anzuschauen, war die Größe der Pizza perfekt. Wäre ich vorher noch beim Mittagsbuffet gewesen, wäre ich wahrscheinlich geplatzt. Die Köche meinten es immer sehr gut mit uns. Generell war der Service absolut top und das Personal sehr freundlich. Ich war etwas überrascht, dass so viele Angestellte deutsch sprachen. Englisch bin ich ja gewohnt und auch französisch und russisch, aber mich in meiner eigenen Sprache über etwas erkundigen zu können war schon überraschend angenehm. Klar, ich hatte mir ein paar Sätze auf arabisch zurechtgelegt und es gab im Hotel auch ein kleines Wörterbuch, damit man sich auf arabisch bedanken kann, aber wenn man sich nicht nur mit Händen und Füßen unterhalten muss, ist das für mich doch ganz angenehm. Da wir rundum zufrieden waren, gaben wir auch reichlich Trinkgeld. Der Putzmann, der für unser Zimmer zuständig war, hat sich mit niedlichen Handtuchtieren für das Trinkgeld bedankt, was ich sehr putzig fand.


Natürlich lagen wir nicht nur auf der faulen Haut, wir haben auch ein paar Ausflüge macht. Unser Reiseleiter hat uns eine Liste mit Angeboten gegeben und uns ein paar Dinge ans Herz gelegt. Dinge, die er selber eher als Touristenabzocke ansah, hat er zwar vorgestellt, hat aber direkt angemerkt, dass das dann eher was für Leute ist, die kein Problem damit haben übern Tisch gezogen zu werden. Wir haben einen Ausflug zu der Insel Mahmya gemacht, zu der nur fünf Reiseveranstalter weltweit Ausflüge hin anbieten dürfen.

Einen Tag Vollverpflegung mit Schnorcheltour im Privatriff und Sonnenbaden am feinen Sandstarnd haben wir uns dort gegönnt. Ich war schon oft in Kroatien schnorcheln und hab schon viele bunte Fische und Seesterne gesehen, aber in Ägypten ist das dann doch nochmal eine Nummer größer und schöner. Ich hab sogar Nemo gesehen! Der kleine Clownfisch kam grade aus seiner Anemone und schwamm durch unsere Gruppe. Es gab auch unfassbar viele Quallen, aber die waren völlig harmlos und auch wenig daran interessiert, dass wir da waren. Leider habe ich mir an dem Tag ordentlich den Rücken verbrannt und meine Sonnenallergie ist ausgebrochen, was dazu geführt hat, dass ich mit hochgeschlossener Kleidung durch die Gegend laufen musste….bei 42 Grad im Schatten. Das hieß, wir haben uns immer im Schatten aufgehalten, viel getrunken und nichts gemacht.
Unser zweiter Ausflug führte uns durch die Wüste. Wir sind mit einem Quad eine geführte Strecke gefahren und das hat unfassbar Spaß gemacht.

Danach sind wir tief in die Wüste gefahren und haben ein Beduinendorf besucht. Wir haben viel über deren Leben ohne Elektrizität und Krankenhaus gelernt und auch einen Einblick darüber bekommen, wie sie Krankheiten heilen. Im Dorf durften wir auf deren Kamelen reiten, haben gesehen, wie die Frauen für uns Fladenbrot gemacht haben und aßen in einem Beduinenzelt zu Abend. Am besten hat mir die Auberginen-Tahina-Creme geschmeckt, die auf dem ersten Bild links zu sehen ist. Die gab es auch im orientalischen Restaurant und nach einer Unterhaltung mit dem Koch dort habe ich auch das Rezept dafür herausfinden können. Ich werde sie auf jeden Fall ausprobieren und sie euch dann vorstellen, wenn sie was geworden ist 🙂

Die restlichen Tage haben wir auch eher eine ruhige Kugel geschoben. Wir waren noch in der nahen Mall und haben ein paar Gewürze gekauft, die ich euch auch gerne einmal vorstellen möchte, wenn ich sie selber benutzt habe und euch sagen kann, wie sie schmecken.
Am nächsten Tag ging es leider auch schon wieder nach Hause. Die Woche dort war einfach schön und für uns steht fest, dass wir wieder nach Ägypten wollen. Schließlich haben wir die Pyramiden noch nicht gesehen, das muss noch geändert werden 🙂

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