Archives

Mojito-Torte

Wieder einmal muss ich meiner besten Freundin danken, die mich zu dem Rezept der Mojito-Torte gebracht hat.
Ich hatte ihr versprochen, dass ich ihr eine Geburtstagstorte nach Wunsch mache. Egal welche.
Sie zeigte mir ein Rezept für eine Mojito-Torte. Ich hielt also mein Versprechen und machte mich an die Arbeit.
Allerdings ist mein Backofen absolut nicht geeignet, um Bisquitböden zu backen, also habe ich die Fertigen aus dem Supermarkt geholt.
Ja, ich weiß: SCHANDE ÜBER MICH!
So rum ist es aber besser, denn alles andere wird eher knochentrocken und bretthart, als fluffig und saftig.
Dazu muss gesagt sein, mein Backofen ist nicht mehr der Jüngste.
Wie dem auch sei, die Torte war ein voller Erfolg.

Hier habt ihr das Rezept:

Zutaten:

3 Wiener Böden (oder ihr macht einen Bisquitboden und teilt ihn drei Teile)
700 ml Sahne
250 g Frischkäse
2 Bund Minze
8 Limetten
150 ml Rum (wer die Torte alkoholfrei haben will, nimmt Rumaroma. Hier reichen etwa 5 Tropfen)
1 Sahnesteif
10 Blätter Gelatine

Zubereitung:

Für die Füllung 500 ml Sahne schlagen und den Frischkäse unterziehen. Von der Minze einige Blätter für die Dekoration zurückbehalten, die restlichen Blätter sehr klein schneiden (wer sich zutraut, sie in einer Küchenmaschine zu häckseln, ohne sie zu Mus zu verarbeiten, kann auch gerne das tun).

1-2 Limetten für die Dekoration beiseitelegen, die restlichen 7 auspressen und den Saft mit 220 g Rohrzucker, der Minze. Nun unter die Sahne-Frischkäse-Mischung heben. Die Gelatine nach Vorschrift einweichen, auflösen und unter die Masse ziehen.
Wer Rumaroma nimmt, tropft dieses einfach in die Mischung und rührt um. Für alle anderen geht es im nächsten Teil weiter.
Nun die Mischung kühl stellen.

Über den untersten Biskuitboden einen Tortenring setzen und die Hälfte der Füllung, darauf verteilen, wenn anfängt fest zu werden. Wenn die Füllung fest ist, kann man sie auch noch verteilen, aber das gestaltet sich dann ein wenig schwieriger.
Den zweiten Boden draufsetzen und mit 75 ml Havana Club beträufeln. Den Rest der Masse darauf verteilen und mit dem letzten Boden abdecken. Kühl stellen, bis die Füllung fest ist.

Die verbliebene Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Den Tortenring entfernen, den restlichen Havana Club auf den obersten Boden träufeln und die Torte rundum mit der Schlagsahne dünn bestreichen. Mit Minzeblättern und Limettenscheiben und/oder -vierteln verzieren.
Wieder kühl stellen.

Kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und den restlichen Rohrzucker über die Torte streuen.
Fertig!

Drucken
Mojito-Torte
Zutaten
  • 3 Wiener Böden (oder selbstgemachter Bisquitoden, den ihr durch 3 teilt)
  • 700 ml Sahne
  • 250 g Frischkäse
  • 8 Limetten
  • 150 ml Rum (alternativ könnt ihr auch 5 Tropfen Rumaroma nehmen, wenn ihr die Torte alkoholfrei haben wollt)
  • 1 Paket Sahnesteif
  • 10 Blätter Gelantine
Zubereitung
  1. Für die Füllung 500 ml Sahne schlagen und den Frischkäse unterziehen. Von der Minze einige Blätter für die Dekoration zurückbehalten, die restlichen Blätter sehr klein schneiden (wer sich zutraut, sie in einer Küchenmaschine zu häckseln, ohne sie zu Mus zu verarbeiten, kann auch gerne das tun).
  2. 1-2 Limetten für die Dekoration beiseitelegen, die restlichen 7 auspressen und den Saft mit 220 g Rohrzucker, der Minze. Nun unter die Sahne-Frischkäse-Mischung heben. Die Gelatine nach Vorschrift einweichen, auflösen und unter die Masse ziehen.
    Wer Rumaroma nimmt, tropft dieses einfach in die Mischung und rührt um. Für alle anderen geht es im nächsten Teil weiter.
    Nun die Mischung kühl stellen.

  3. Über den untersten Biskuitboden einen Tortenring setzen und die Hälfte der Füllung, darauf verteilen, wenn anfängt fest zu werden. Wenn die Füllung fest ist, kann man sie auch noch verteilen, aber das gestaltet sich dann ein wenig schwieriger.
    Den zweiten Boden draufsetzen und mit 75 ml Havana Club beträufeln. Den Rest der Masse darauf verteilen und mit dem letzten Boden abdecken. Kühl stellen, bis die Füllung fest ist.

  4. Die verbliebene Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Den Tortenring entfernen, den restlichen Havana Club auf den obersten Boden träufeln und die Torte rundum mit der Schlagsahne dünn bestreichen. Mit Minzeblättern und Limettenscheiben und/oder -vierteln verzieren.
    Wieder kühl stellen.

  5. Kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen und den restlichen Rohrzucker über die Torte streuen.
    Fertig!

Orange Rosmarin Likör

Das Rezept für den Orangen Rosmarin Likör hab ich mir zum Teil selber ausgedacht, zum Teil von einem Kumpel abgeguckt, der einen ähnlichen selbstgemachten Likör im LARP als Gastgeschenk mitgebracht hatte.
Da ich selber im Oktober auf einer Hochzeitshofhaltung bin und ich auf der Suche nach einem passenden Geschenk war, kam mir die Idee eine Kiste voller Likörvielfalt zu verschenken.
Der Hintergrund dazu ist ein ganz einfacher: Bei meinem Mittelalterverein ist es mittlerweile Brauch auf LARP-Hofhaltungen einen Likörkrieg zu führen. Jeder Streiter tritt mit einer Auswahl an Likören an. Dabei ist es egal, ob sie selbst gemacht sind, oder gekauft. Dann wird jeder Likör aus jeder Partei verköstigt und am Ende geht der Krieg immer unentschieden aus. Klingt nicht wirklich spannend, ich weiß, aber es ist tatsächlich ein sehr amüsanter Zeitvertreib!
Abgesehen davon, dass man so neue Liköre kennenlernt 🙂
Um also dem IT-Brautpaar die Möglichkeit zu geben, auf ihrer eigenen Hochzeit die Gäste herauszufordern, bekommen sie von mir ein Set mit elf verschiedenen Likören geschenkt.
Der Orange Rosmarin Likör ist einer davon. Die Kombination mag vielleicht etwas seltsam klingen, da ein Likör eher süß ist und der Rosmarin einen sehr eigenen intensiven Geschmack hat. Allerdings schmeckt er tatsächlich sehr gut!
Hatte ich damals selber nicht für möglich gehalten.
Lust bekommen, den Likör ebenfalls herzustellen?

Zutaten für etwa 1 Liter:

1 Netz Orangen
300 g Zucker
100 ml Wasser
500 ml Wodka
1 Zweig frischen Rosmarin

Zubereitung:

Orangen mit Spüli abwaschen (wenn ihr gespritzte Früchte habt, wenn nicht, reicht es, wenn ihr sie mir warmen Wasser abwascht). Halbieren und den Saft auspressen.

Saft mit Fruchtfleisch, den abgewaschenen Schalen und dem Wasser in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.

Den Zucker hinzugeben und solange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Nun die Schalen herausnehmen und den Zuckersaft in eine verschließbare Schüssel geben.

Rosmarinzweig dazugeben und mit Wodka auffüllen.

Umrühren, Deckel drauf, an einen dunklen Ort stellen und 4 Wochen vergessen.

Danach den Likör solange filtern, bis kein Fruchtfleisch mehr drin schwimmt (etwa 4 Mal) und in Flaschen füllen.

Drucken
Orange Rosmarin Likör
Autor: Chiara
Zutaten
  • 1 Netz Orangen
  • 300 g Zucker
  • 100 ml Wasser
  • 500 ml Wodka
  • 1 Zweig Rosmarin frisch
Zubereitung
  1. Orangen mit Spüli abwaschen (wenn ihr gespritzte Früchte habt, wenn nicht, reicht es, wenn ihr sie mir warmen Wasser abwascht). Halbieren und den Saft auspressen.
  2. Saft mit Fruchtfleisch, den abgewaschenen Schalen und dem Wasser in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen.
  3. Den Zucker hinzugeben und solange köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  4. Nun die Schalen herausnehmen und den Zuckersaft in eine verschließbare Schüssel geben.
  5. Rosmarinzweig dazugeben und mit Wodka auffüllen.
  6. Umrühren, Deckel drauf, an einen dunklen Ort stellen und 4 Wochen vergessen.
  7. Danach den Likör solange filtern, bis kein Fruchtfleisch mehr drin schwimmt (etwa 4 Mal) und in Flaschen füllen.

Zucker

Heute mal ein Eintrag der etwas anderen Art. Ich wollte schon etwas länger darüber berichten aber irgendwie kam es nie dazu. Aber ich finde, dass es als Backzutat hier durchaus doch noch irgendwie rein passt. Im Gegensatz zu einigen anderen Texten, die noch folgen werden. Dank meiner Geocaching Leidenschaft komme ich häufiger mal an Orte, wo man sonst nicht so unbedingt gut hinkommt. Der Besuch in der Zuckerfabrik war schon am 30.11.2012.

Wie wird eigentlich Zucker hergestellt?

Nun ganz am Anfang ist die Rübe. Wenn man wie ich mal Gebiet rund um Euskirchen gewohnt hat, dann findet man im September/Oktober immer mehr Rübenhügel neben den Feldern und Rübenfahrzeuge auf den Straßen. Spätestens dann merkt man, dass die sogenannte Kampagne, der Vorgang von der Ernte bis zum fertigen Zucker, läuft.

Nachdem die Zuckerrüben geerntet wurden, werden sie in die Zuckerfabrik gefahren. Dort wird die Lieferung erst einmal grob gewaschen und verwogen, bevor sie dann auf den riesigen Rübenberg in der Fabrik geschüttet wird.

DSC_2728
Rüben am Eingangstor.
DSC_2733
Ab in die Wäsche.
DSC_2726
Wirklich viele Rüben.
DSC_2784
Noch mehr Rüben!

Von dort macht sich die Rübe dann auf die beschwerliche Reise Zucker zu werden. Der erste Schritt der Reise ist eine erneute Wäsche, bei der dann auch wirklich alle Reste von Erde, Blättern und sonstigen Fremdkörpern entfernt werden. Dann geht es über ein Fließband in die Schneidanlage.

DSC_2775
DSC_2777
DSC_2788
Rüben Waschstraße.
DSC_2780
Und rein gehts zum Schneiden.

In der Schneidanlage werden die Rüben zu winzigen kleinen Rüben Schnitzeln verarbeitet. Diese werden dann über ein Fließband zur Extraktion gebracht. Hier durften wir mal vom Fließband Schnitzel mopsen und probieren. Zuckerrüben schmecken gar nicht mal so schlecht, welche Überraschung bei dem Zuckergehalt!

DSC_2792
Viele Messerblöcke hintereinander zerkleinern die Rüben.
DSC_2800
Rübenschnitzel auf dem Fließband.
DSC_2801
Zwei kleine Rübenschnitzel zum Naschen.

Beim Extrahieren werden die Rübenschnitzel mit heißem Wasser übergossen und schwimmen in diesem eine Weile herum. Auf diese Weise entsteht der Rohsaft, der schon einen Zuckergehalt von 15% aufweist. Die Rübenschnitzel werden aufgefangen, getrocknet und können als Viehfutter verwendet werden. Weiter geht es mit dem Rohsaft. Leider sind in diesem auch noch ein paar andere Stoffe enthalten und von denen muss der Saft nun in der Filtration gereinigt werden.

DSC_2761
Rübenschnizel in heißem Wasser.
DSC_2804

Überschüsige Rübenschnitzel.

Der Rohsaft wird mit Kalkmilch vermischt, welche einen Teil der Fremdstoffe bindet. Ich gebe zu an dieser Stelle bin ich etwas unsicher, weil die Kalkmilch nicht alle Fremdstoffe bindet und ich nicht mehr genau weiß, was noch verwendet wurde. Auf jeden Fall wird das Rohsaft-Kalkmilch Gemisch dann in die Filteranlage geleitet. Hier wird der Saft durch mehrere unterschiedliche Filter geleitet und alle Unreinheiten werden rausgefiltert. Am ende dieses Vorgangs erhält man hellgelber Dünnsaft.

DSC_2813
Lecker Kalk-Milch Rohsaftmischung.
DSC_2817

DSC_2819
DSC_2820
DSC_2822
DSC_2823
DSC_2824
Verschiedene Filteranlagen.

Als Nächstes wird der Dünnsaft bei starkem Unterdruck und niedriger Temperatur mit Hilfe von Dampf weiter konzentriert. Der Unterdruck und die niedrige Temperatur sind nötig, da der Zucker sonst anfangen würde zu karamellisieren. Nach dem Verdampfen liegt der Zuckeranteil bei 70% und das ganze nennt sich nun Dicksaft.

DSC_2829
Dünnsaft
DSC_2834

Dicksaft

Nun geht es für den Dicksaft in die Kochstation. Hier wird dem Dicksaft weiter Flüssigkeit entzogen, bis eine bestimmte Zuckerkonzentration erreicht wird. Im Anschluss daran werden der Flüssigkeit feine Zuckerkristalle zugeführt, die den Kristallisationsprozess auslösen. Der Flüssigkeit wird immer weiter Wasser entzogen, bis die Kristalle eine bestimmte Größe erreicht haben.

DSC_2844
Kochstationen

Der letzte Schritt in der Zuckerherstellung ist das Zentrifugieren. Hier werden die Zuckerkristalle von der Melasse getrennt.

DSC_2842
Zentrifugen nebeneinander
DSC_2848

Stehende Zentrifuge von oben.

So ich hoffe, dass ich euch etwas neues über Zucker erzählen konnte. Ich fand die Führung in der Zuckerfabrik jedenfalls nicht nur wegen des Goodietütchens am Ende super.