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Mittlelaterliches Ballkleid

Jetzt am Wochenende war ich auf einer Hochzeitshofhaltungscon, die mein Mittelalterverein veranstaltet hat. Ich habe die Kammerzofe des Bräutigams gespielt und für das Festbankett am Samstagabend und den nachfolgenden Ball folgendes Kleid genäht.

Den Schnitt habe ich mir bei Natrum und Soda abgeschaut, allerdings ist dieses Kleid kein Schnürkleid. Ich habe es passend genäht, weil ich mit Schnürungen immer hängen bleibe und sie deswegen als unpraktisch empfinde.
Die Stoffangabe ist für meine Größe (40/42) angegeben. Denkt daran, es anzupassen.
Ich habe meinen Stoff als Restposten bekommen. Ich habe ihn gesehen und musste ihn haben. Da es sich um Polsterstoff handelt, ist das Kleid recht schwer, aber dafür fällt es sehr gut und bleibt auch da, wo es sein soll. Außerdem ist es schön warm, was bei den jetzt aufkommenden Temperaturen gar nicht so verkehrt ist.
Was nun folgt ist keine richtige Anleitung, dafür habe ich nicht genug Ahnung vom Nähen, bitte seht es mir nach 🙂

Was ich benutzt habe:

Stoff, etwa 3 Meter (eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt), vorgewaschen
Nähgarn (entweder in genau dem Farbton des Stoffes oder ihr nehmt etwas dunkleres/helleres Garn, wenn ihr wollt, dann man die Nähte sieht)
Knopf für den Gürtel

So hab ich es gemacht:

Wichtig ist bei dem Schnittmuster: Es ist nicht schlimm, wenn der Zuschnitt zu weit ist. Enger schneidern geht immer. Andersrum eher weniger.
Ich habe mich an dem Schnittmuster aus dem Original bedient und Folgendes draus gemacht.

Ihr braucht zwei Mittelteile (für vorne und hinten) und vier Seitenteile. Legt also die Muster auf den Stoff, pinnt sie mit Stecknadeln fest und entweder habt ihr Schneiderkreide, mit der ihr die Umrisse nachzeichnet, oder ihr schneidet es ohne Vorzeichnen aus. Denkt bei beiden Varianten unbedingt an die Nahtzugabe, damit ihr das Kleid später noch so eng schneidern könnt, wie ihr es gerne haben möchtet.

Entweder steckt ihr es dann an einer Schneiderpuppe ab, oder ihr lasst euch von jemandem helfen und steckt es am eigenen Körper ab.

Näht nun alle Teile zusammen, vergesst aber nicht, dann ihr Platz für die Arme lasst (ich hab es nämlich völlig vergessen und durfte dann alles wieder auftrennen).
Normalerweise sollten die Teile noch versäubert werden, aber mein Stoff ist so schwer gewesen, dass er keine Fäden zieht und somit habe ich mir den Schritt sparen können.

Bügelt die Nähte auseinander und schon bekommt das Kleid eine etwas figurbetonendere Form.

Steckt den Saum ab und näht auch diesen um. Wenn ihr hier etwas helleres/dunkleres Garn benutzt, wird man hier die Naht sehen. Ich nutze das gerne, weil ich so ein bisschen Dekoration auf das Kleid bekomme, ohne Borte zu benutzen oder Ähnliches. Man kann auch zuerst in der passenden Farbe den Saum umnähen und dann mit Zierstichen arbeiten.
Bei meinem gemusterten Stoff habe ich mich lediglich für eine gerade Linie entschieden, weil in meinen Augen alles andere zu viel geworden wäre. Die Ornamente auf dem Stoff sind schon auffallend genug, da braucht man nicht noch eine protzige Borte aufnähen.

Da dieses Kleid keine Ärmel hat, schneidet man die Stoffteile so ein, wie man es haben möchte und näht ebenfalls um.

Zum Schluss kommt noch der Ausschnitt. Mein Kleid hat kein Unterkleid, sondern nur eine Bluse als Unterteil und da diese mit einem wunderschönen Spitzenausschnitt versehen ist, habe ich das Kleid so ausgeschnitten, dass man diesen sehen kann. Umnähen, fertig.

Für den Gürtel habe ich einen langen Streifen ausgeschnitten, umgenäht und mich für einen Knopfverschluss entschieden.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Accessoires und fertig ist das Ballkleid.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Gastbeitrag: Traumfeen für Zuhause

Hallo an alle da draußen,

Ich bin Sarah und ich bin Mitglied im Engonien e.V. einem LARP Verein. Für die letzte Con auf der ich Orga war habe ich mich an ein besonderes Projekt gewagt, das ich hier heute vorstellen darf. freu freu Für die Abenteuer Con Schwarzer Mond wurden von uns Feen als Plotgegenstand eingeplant. Im folgenden werde ich jetzt erklären wie ich diese gebastelt habe.
Viel Spaß

Material:

Gliederpuppen (z.B. die Puppen aus der Monster High oder Ever After High Serie)
Draht (ab ca. 3 mm Dicke) Blumendraht
Zangen zum bearbeiten von Draht und eine die Spitz zuläuft
Latexmilch
acetonhaltigen Nagellack
Stoff
Plastikblumen
Glitzer, und oder Glitzernagellack
Lidschatten in verschiedenen Tönen
Pinsel, Schere, Nadel und Faden
Pastellkreide
Farbe (ich habe Sprühlacke verwendet auf Grund der Zeit es gehen aber auch andere Farben)
Heißkleber (viel davon im Zweifelsfall)
Silikon
Modelliermasse
Perlen
Zeit
Geduld

Als Inspiration für dieses Projekt dienten unter anderem die blauen Wichtel aus Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Das ganze Projekt lässt sich irgendwie in die Doll customising Spate einordnen. Wer mehr darüber erfahren möchte kann gerne auf Youtube danach suchen. Dort gibt es einen große Fanbase.

Schritt 1 – Die Puppe

Für mein Bastelprojekt habe ich vier Puppen aus der Ever After High Reihe benutzt. Namentlich waren es die Modelle von Ashlynn Ella (zweimal), einmal Meershell und einmal Maddy Hatter. Puppen als Ausgangspunkt für bewegliche Modelle zu nehmen ist kostengünstig und gerade die Puppen aus Ever After High oder Monster High haben beweglichen Gelenke an Kopf, Armen, Ellbogen, Händen und Knien wodurch man sie in viele natürliche Posen bringen kann. Hier seht ihr meine Ausgangspuppen. Dann wollen wir mal anfangen.

Zuerst habe ich alle Kleider, Schuhe, Schmuck und sonstige Anhängsel der Puppen entfernt. Dazu gehörte auch das öffnen der Frisuren. Da die Puppen keine Haare haben ist das der nächste Schritt. So Leid es einem auch tut, greift zur Schere und schneidet die Haare so nahe wie möglich an der Kopfhaut ab. Dabei gibt es keinen bestimmten Trick. Ich habe mich Strähnen weise von außen nach innen vorgearbeitet, aber ihr könnt es auch anders machen.

Als nächstes geht es ans Makeup oder auch das Gesicht. Dieses lässt sich sehr einfach mit acteonhaltigen Nagellackentferner und einen Q-tip herunter wischen. Pures Aceton geht auch. Achtet darauf, dass ihr beim herunter wischen die Farbe mit dem Q-tip nicht in den Kopf einmassiert. Nehmt lieber jedes mal ein sauberes Ende wenn ihr wieder an den Kopf geht.

Im nächsten Schritt wird der Kopf vom Körper getrennt. Dazu taucht man ihn bis zu den Schultern in kochendes Wasser. Die Hitze macht das Plastik weich und so lässt sich der Kopf mit etwas Ziehen vom Hals entfernen ohne das Nackenteil zu beschädigen. Außerdem macht das heiße Wasser auch den Kleber weich mit dem die Haar im Kopf verklebt sind.

Jetzt nehmt ihr euch die spitzeste Zange die ihr finden könnt und beginnt die Klebereste mit den Haarstoppeln aus der Kopfhaut zupuhlen. Am besten funktioniert es dabei wenn ihr mit der geschlossenen Zange an der Innenseite des Kopfes entlang schabt und die dadurch entstehenden Klumpen herausfischt. Trotzdem ist es eine sehr nervige Arbeit und kann manchmal auch etwas länger dauern. Wenn Teile im Kopf stecken bleiben, was sich durch schütteln heraus finden lässt, ist das nicht schlimm. Wenn ihr sie mit der Zange nicht gegriffen bekommt empfehle ich eine Pinzette. Wenn ihr in diesem Prozess mit dem Kopf oder dem Halsansatz etwas gröber umspringt macht das nichts, der hält das aus.
Die Farbe auf der Haarfläche lässt sich ebenso wie das Make Up mit dem Nagellackentferner entfernen.

Als letztes werden die Ohren mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Meine Traumfeen sollten große Ohren bekommen.

Schritt 2 – Die Ohren

Die Traumfeen sollten große Ohren ähnlich wie die von Fledermäusen bekommen. Hier gibt es zwei Herangehensweisen. Zunächst werden aber in beiden Fällen mit Modelliermasse die Ohren am Kopf modelliert. Dafür kann zuerst ein Grundgerüst aus Draht in den Kopf gesteckt werden und die Modelliermasse daran befestigt werden. In meinem Fall habe ich direkt am Kopf angesetzt und die Ohren ohne Draht aufgearbeitet. Lasst euch so viel zeit wie ihr wollt. Wenn ihr zufrieden seit lasst die Modelliermasse trocknen bis sie hart ist.

Wenn eure Puppe nur zur Anschauung ist könnt ihr die trockenen Ohren jetzt in der entsprechenden Farbe anmalen und am Kopf lassen. Für diese Variante empfiehlt sich die Ohren schon auf ein Drahtgestell modelliert zu haben.

Ich wollte in meinem Fall ein natürlicheres Aussehen. Also habe ich nachdem die Modelliermasse getrocknet war sie vom Kopf entfernt. Als nächstes habe ich sie mit mehreren Schichten Latex überzogen. Die Latexmlich habe ich mit dem Ende eines Pinsels aufgetragen. Ich habe vier bis sechs Schichten verwendet und dazwischen immer wieder das Latex gepudert. Nach dem endgültigen trocknen ließen sich die Ohrhüllen einfach abziehen. Mit einem Pinsel wieder auf die richtige Seite stülpen, fertig.

Um den Ohren jetzt eine feste Struktur zu geben und sie am Kopf zu befestigen habe ich mit Draht zurecht geschnitten und geschaut bei welcher Länge ich sie am Kopf feststecken kann. Dabei habe ich die bereits vorhandenen Löcher in der Kopfhaut genutzt und jeweils noch eines in die Stelle gestochen wo früher die Ohren waren. Um die Ohren biegsam zu erhalten habe ich sie mit Silikon aus gespritzt. Rückblickend empfiehlt es sich entweder zuerst das Drahtgestell im Ohr mit ein bisschen Silikon zu befestigen und das Ohr erst nachdem diese Konstruktion getrocknet ist voll aus zu spritzen und direkt am Kopf zu befestigen. So erreicht man, dass das Silikon direkt als Kleber zwischen Kopf und Ohren fungiert. Auf meinem Bildern habe ich die Ohren direkt aus gespritzt und trocknen lassen. Dadurch ergab sich aber das Problem das das Silikon eine unregelmäßige Oberfläche bildete und die Ohren sich deshalb nicht mehr Problemlos am Kopf befestigen ließen. Dies habe ich mit viel Heißkleber repariert. Achtet auch darauf das die Drähte nicht zu lang sind, da sie sonst im Kopf Probleme machen wenn ihr ihn wieder auf das Halsteil stecken wollt.
Da die Löcher im Kopf störend waren habe ich, nachdem die Ohren angebracht waren die Kopfhaut noch mit ein bis zwei Schichten Latex überzogen.

Schritt 3 – Die Flügel

Was wären Feen ohne ihre Flügel. In meinem Fall hatte ich an ein viergliedriges Konzept gedacht, ähnlich wie Libellen Flügel. Zuerst habe ich mir die Form meiner Flügel auf Papier aufgezeichnet. Dann habe ich dickeren Draht genommen und ihn mit Hilfe von Zangen zurecht gebogen. Die Enden habe ich mit einem Klecks Heißkleber fixiert. Fertig war das Grundgerüst. In einer Schüssel habe ich Latexmilch und Glitzer miteinander vermischt. Die Drahtgestelle habe ich auf einem dünnen, durchscheinenden weißen Stoff abgelegt der auf Klarsichtfolie lag. Danach habe ich die Formen vorsichtig mit Latex ausgegossen. Danach habe ich mit dem Ende eines Pinsels die Luftblasen in dem Latex aufgestochen und den Latex auch über den Draht gezogen damit er ihn ummantelt. Das ganze habe ich über Nacht trocknen lassen. Nachdem der Latex vollständig getrocknet war habe ich die Flügel aus dem Stoff, nahe am Draht ausgeschnitten. Solltet ihr Luftbläschen übersehen haben ist das nicht schlimm. Füllt sie einfach mit ein bisschen Latexmilch auf.
Meine Flügel sollten bläulich schimmern weshalb ich den Latex mit verschiedenen blauen Lidschatten gepudert habe. Dabei habe ich an den äußeren Rändern dunkleren benutzt und in der Mitte hellblauen. Damit der Puder sich nicht abreibt habe ich alle Flügel mit einer Schicht Glitzernagellack versiegelt. Dieser Schritt ist nicht notwendig, schützt die Flügel und den Puder aber vor Wasser.

WICHTIG! Da Latex und auch der übermäßige Gebrauch von Nagellack starke Dämpfe verursacht sollte man diese Prozeduren und auch das Trocknen nicht in einem geschlossenen Raum machen. Ich habe gerade nach dem versiegeln mit Nagellack meine Flügel zwei Tage lang im Flur entlüftet.


Um die Flügel an der Puppe zu befestigen habe ich mit einem Bohrer Löcher in passender Größe in den Puppenrücken gebohrt. Der Draht wurde auf eine passende Größe zurück geschnitten und die Flügel mit Heißkleber befestigt. Durch das Latex und den Heißkleber lassen sich die Flügel bis zu einem gewissen Grad verstellen. Wenn ihr aber eine bestimmte Position wollt empfehle ich euch sie direkt in dieser Position festzukleben, da sie wirklich nur begrenzt nachjustiert werden können.

Schritt 4 – Farbe

Meine Feen sollten Blau werden. Da es mir an Zeit mangelte habe ich sie kurzerhand mit Sprühfarbe lackiert. Es empfiehlt sich die Köpfe vor diesem Prozess wieder auf die Puppen zu setzen!

Sprühlack hat den Nachteil, dass er zum einen nicht so gut auf Plastik hält und zweitens leicht abblättert. Dem ersten Problem kann mit einem Fixierspray für Plastik nachgeholfen werden oder ihr bearbeitet eure Puppe vor dem besprühen mit einem Schleifpapier um die Haut anzurauen.

Wenn ihr mehr Zeit habt würde ich euch allerdings empfehlen die Puppen mit mehreren Schichten Kreide und einem Fixierspray namens Mr. Superclear zu färben. Dazu besprüht ihr eure Puppe, wartet eine Halbe Stunde bis die zwei bis drei Lagen trocken sind und pudert sie anschließend mit farbiger Malkreide. Wenn die Schicht kein Puder mehr aufnimmt versiegelt ihr sie wieder mit ein bis zwei Lagen Mr. Superclear und wiederholt den Prozess. So könnt ihr mit der Zeit (zwischen 7 bis 10 Lagen Farbe) eine natürliche Grundierung aufbauen die auch an den Gelenken nicht ab geht. Allerdings frisst dieser Prozess Unmengen von Zeit.
Alternativ könnt ihr eure Puppen auch mit Acrylfarbe bemalen, aber auch da ergibt sich das Problem mit dem Abblättern. Auch können Pinselspuren auf der Puppe zurück bleiben.

Während des Sprühvorgangs habe ich die Flügel zum Schutz mit Plastiktüten umwickelt, die die Heißklebestellen am Rücken frei lassen.
    

Schritt fünf – Puppenkleider

Die Feen sollten eine eigene Kultur und Gesellschaft haben. Und wie zeigt man so etwas? Durch Kleidung und Schmuck. Den Schmuck habe ich aus Perlen und Blumendraht gebastelt. Die Kleider habe ich unterschiedlich entworfen um jeder Fee einen eigenen Charakter zu geben. Anschließend habe ich sie mit Plastikblütenblättern und Perlen verziert.
Hier ein paar Beispiele:

Schritt sechs – Gesichter

Die Traumfeen in unserem Plot sollten an einer Verseuchung gestorben sein. Diese habe ich durch schwarze Schatten rund um Augen und Brust dargestellt. Zuerst habe ich die entsprechenden Stellen mit einem Pinsel und schwarzer Kreide schattiert. Danach habe ich mit schwarzer und blauer Kreide Linien auf den Brustkorb gemalt und sie mit einem Pinsel ausgeblendet. Zum Schluss habe ich mit einem Pinsel und Acrylfarbe weitere Adern und die Augen aufgemalt. Um den Augen eine leichte Erhebung zu heben habe ich einen dicken Klecks Acrylfarbe trocknen lassen. Schön gruselig ^^

Schritt sieben – Das Nest

Für das Feennest wurde ein Ballon mit mehreren Schichten Pappmaschee beklebt und getrocknet. Danach wurde ein großes Loch für den Eingang hinein geschnitten. Ich hatte einen Stängel von einer Plastikseerose übrig und dieser wurde zu einem Haken um das Nest in einen Baum hängen zu können. Anschließend wurde das Nest grün grundiert und anschließend mit dunkleren Grün und Brauntönen besprenkelt. Dieses wurde dann mit Federn, Plastikblumen und Feenstaubbeutel befüllt und mit einer Membran verschlossen. Die Membran wurde wie die Flügel aus zwei bis drei Schichten glitzernder Latexmilch gebaut und mit Lidschatten gepudert. Plastikranken rundeten das ganze ab.

Das war mein Bastelprojekt

Ich bedanke mich das ich einen Beitrag schreiben durfte und hoffe ihr hattet Spaß beim lesen. Abschließend habe ich noch ein paar Bilder von der Con angehängt.
Viel Freude an all euren Projekten!

Damit möglichst viele diese tolle Bastelarbeit sehen, wandert sie noch zum Creadienstag.

One Pot Pasta mit Spinat und Feta

Dieses Rezept habe ich ursprünglich mal fürs Drachenfest getestet. Da wir in unserem Lager abgemacht hatten, dass jeder einmal kocht bzw. im Zweierteam, wollte ich gerne ein Essen, dass man auf dem Feuer gut machen kann. Außerdem sollte es natürlich möglichst wenig Aufwand sein. Denn eigentlich will ich ja möglichst viel IT unterwegs sein und mich nicht lange mit Schnippel arbeiten befassen müssen. Da kam mir One Pot Pasta in den Kopf. Schnell online nach einigen Rezepten gesucht und einfach mal informiert, wie das ganze so funktioniert. Schnell war klar, dass es dann eine Pasta mit Spinat und Feta werden sollte. Zu Hause dann alles einmal probegekocht um die Menge abzuschätzen und zu probieren wie gut das Ganze schmeckt. Ich war sofort überzeugt.
Auf dem Drachenfest gab es dann leider ein kleines Unglück mit der Kühlung und der Spinat war tot. Na ok nicht tot aber ich hatte nicht explizit gesagt, dass der TK Spinat in Plastikpackung gekauft werden soll und dann ist er in der Pappschachtel aufgetaut und hat sich überall hin verteilt. Das ließ sich dann auch nicht mehr ändern. Also wurde dann vor Ort komplett improvisiert aus den Zutaten, die noch da waren. Das hat auch gut geklappt. Aber es war ein bisschen schade um die Pasta. Das Rezept bekommt ihr natürlich trotzdem.
Zutaten
300 g Nudeln
750 ml Gemüsebrühe
1 Paket TK Spinat
1 Paket Feta
Mascarpone
Zubereitung
Nudeln in der Gemüsebrühe kochen. Währenddessen den Feta in Würfel schneiden. Wenn die Nudeln anfangen weich zu werden, den Spinat dazu geben und so lange rühren, bis er sich gut verteilt hat. Ihr könnte den Spinat auftauen lassen oder gefroren dazu geben. Ich lege mir den Spinat meistens einfach raus, wenn ich anfangen zu kochen und er ist dann leicht angetaut. Gefroren braucht die Pasta einfach nur etwas länger. Kurz bevor die Nudeln dann perfekt, sind gebt ihr die Fetawürfel und die Mascarponecreme dazu. Bei Letzterer habe ich keine genaue Mengenangabe, es hängt davon ab, wie viel Flüssigkeit im Topf noch ist. Einfach so viel, dass es schön cremig wird. Die Pasta dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

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Spinat-Feta One Pot Pasta
Zutaten
  • 300 g Nudeln
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Paket TK Spinat
  • 1 Paket Feta
  • Mascarpone
Zubereitung
  1. Nudeln in der Gemüsebrühe kochen. Währenddessen den Feta in Würfel schneiden.
  2. Wenn die Nudeln anfangen weich zu werden, den Spinat dazu geben und so lange rühren, bis er sich gut verteilt hat. Ihr könnte den Spinat auftauen lassen oder gefroren dazu geben.


  3. Kurz bevor die Nudeln dann perfekt, sind gebt ihr die Fetawürfel und die Mascarponecreme dazu. Bei Letzterer habe ich keine genaue Mengenangabe, es hängt davon ab, wie viel Flüssigkeit im Topf noch ist. Einfach so viel, dass es schön cremig wird. Die Pasta dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tavernenschild

Einer meiner LARP-Charaktere ist eine Wirtin aus Aventurien die eine eigene Taverne besitzt. Diese wurde bis jetzt zwar nur einmal auf einer Sylvestercon bespielt, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Im Hintergrund existiert sie dennoch und ich rühre auch brav die Werbetrommel.
Auf dem Drachenfest habe ich kurzerhand den Namen der Taverne als Gruppenname angegeben und damit man mich auch unter diesem Namen findet, habe ich dieses Schild gebastelt. Andere haben Flaggen, Wimpel und Banner, ich habe ein Schild!
Sonderlich viel Arbeit ist es nicht gewesen und es sieht gut aus.

Wie Name und „Wappen“ entstanden will ich allerdings nicht verraten. Vielleicht sieht man sich mal auf Con, dann könnt ihr es euch erspielen 🙂
Viel wichtiger ist ja auch erstmal, wie ihr eurer eigenes Schild basteln könnt!

Ihr braucht:

Holzbrett (Form und Maße sind egal, so, wie es euch gefällt)
Bleistift
Schere
Klebestift oder Tesafilm
Motiv auf Papier (und/oder Schrift)
Farbe (ob Wasser-, Acryl-, Abtönfarbe etc. ist egal)
Pinsel
Klarlack
min. 2 Schraubhaken
Bänder zum Befestigen (Wolle, Leder, Kordel)
Bohrer
1mm Aufsatz

So wird’s gemacht:

Schneidet euer Motiv aus und legt es an die Stelle auf dem Holzbrett, an der ihr es später haben wollt. Klebt es leicht fest, damit es nicht abhaut und zeichnet die Umrisse mit Bleisift auf das Holz.

Ich habe mit dem Bild angefangen, weil sich das einfacher gestaltete, als der Text. Gut, ich bin es selber schuld. Ich hätte mir auch eine andere Schriftart aussuchen können, oder sie freihändig zeichnen können, aber da ich es ein bisschen fancy haben wollte und absolut nicht freihändig zeichnen kann, musste eben diese Variante her. Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.

Malt das Motiv aus und wenn gewünscht, zieht die Konturen nach. Entweder ihr macht das mit einem sehr dünnen Pinsel und einer ruhigen Hand, oder ihr macht es wie ich: Ich habe mir einen wasserfesten Marker aus der Bürokiste meine Mannes geschnappt und es damit gemacht.

Bei der Schrift macht ihr dasselbe, wie bei dem Motiv. Ausschneiden, aufkleben, Umrisse zeichnen, ausmalen, Konturen ziehen.
Lasst alles über Nacht trocknen.

Überzieht das Schild nun mit Klarlack, damit es vorm Wetter geschützt ist. Das Letzte was ihr wollt ist, dass euch die Farbe vom Holz läuft, oder das Holz aufquillt oder sogar reißt.
Lasst es wieder trocknen. Haltet euch dabei an die Angabe auf der Lackdose.

Kommen wir nun zu der Anbringung der Schraubhaken. Ich wollte 4 Stück haben, damit ich daran nicht nur das Schild selber aufhängen kann, sondern unten noch Schiefertafeln anbringen kann, auf die ich Dinge schreiben kann. Das ist aber optional.
Ich habe es gemacht, damit wir uns im Lager auf dem Drachenfest verständigen konnten.
Bohrt an den Stellen, an denen ihr die Haken haben wollt mit einem 1mm Aufsatz jeweils ein kleines Loch hinein. Drückt die Haken hinein und schraubt sie entweder mit bloßem Muskelschmalz fest, oder nehmt euch einen Stift zur Hilfe.
Jetzt könnt ihr das Schild auch schon fast aufhängen. Entweder ihr nehmt einfache Bänder, um es zu befestigen, oder ihr lasst eurer Fantasie freien Lauf.
Ich habe die Reste aus meiner Kumihimokiste genommen und daraus Bänder geflochten.
Aufhängen, fertig!

 

Drachenfest 2017 – Schlammagedon ist vorbei

Das Drachenfest ist vorbei, gewonnen hat mein Lager leider wieder nicht. Aber der Blaue bekommt hoffentlich bald auch noch Mal einen Sieg. Immerhin haben wir unseren Siegelplatz frei geschlagen und gesiegelt. Nun schlafen alle Palisadenteile friedlich in der Scheune bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt:

Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, den die Grenzenlosigkeit des Meeres reizt.
Den, der den Wind der Freiheit atmet.
Den, der die Fesseln von Herrschaft sprengt.
Ich rufe den Blauen Avatar!

Für mich ging das Drachenfest schon mit den Aufbautagen los. Am 22.7 ging es morgens mit dem Auto quer durch den Westerwald Richtung Quast. Dort angekommen ging es dann eigentlich auch super los. Wir konnten mit Hilfe einiger anderer Lager unseren Bereich der Scheune sehr zügig leer Räumen und alles lief wunderbar. Kurz machten wir uns sogar Hoffnung, dieses Jahr vorzeitig mit allem fertig zu werden.



Dann kam der Regen. Schon in der Nacht hat es ordentlich gerumst. Dummerweise hatte ich es geschafft mein Fenster im Auto offen zu lassen. Yay. Nasser Fahrersitz und Pfützen im Auto. Sofort erst mal mit Handtüchern das nötigste getan. Es ist inzwischen wieder gut getrocknet und hat keine bleibenden Schäden. War also nur ätzend. Aber insgesamt leitete es einfach das Regenchaos ein. So viel Regen hält keine Regenjacke und auch kein Schuhwerk aus. Spätestens Montagmittag hatte ich zwei Paar komplett nasser völlig verschlammter Schuhe und keine Regenjacke mehr. Damit war ich nicht alleine im Aufb(l)auteam. Gegen so viel Wasser ist einfach nichts zu machen. Natürlich musste der Aufbau trotzdem irgendwie weitergehen. Socke, Tüte, Socke, Schuh hieß die allgemeine Maßnahme, die wenigstens etwas für warme Füße sorgte. Der Regen verzögerte allerdings sowohl die Anreise, die Wiesen konnten nicht mit dem Auto befahren werden und es gab ewig weiten Rückstau, als auch den Aufbau, alle Helfer mussten regelmäßig am Feuer aufgetaut und getrocknet werden. Ich glaube jeder hatte im Laufe des Aufbaus seinen persönlichen kleinen Zusammenbruch bevor es dann mit neuer Kraft und Galgenhumor wieder an die Arbeit ging.



Intime wurde auch in einem gewissen Maße verschoben und Stiefel wurden zu intimetauglichem Schuhwerk deklariert. Ich für meinen Teil war Mittwoch und Donnerstag leicht am rumkränkeln und habe recht viel gepennt. Richtig in meinen Charakter rein gekommen bin ich bis zum Ende des Cons nicht wirklich. Ich hatte schon meinen Spaß, nachdem der Regen irgendwann mal aufgehört hat und langsam alles wieder trockener wurde, aber ich bin trotzdem unentschlossen, ob ich 2018 wieder auf dem Quast zu finden sein werde. Das Problem ist, dass ich die Leute dort sehr mag und auch die Stimmung im Auf-/Abbauteam ist immer toll. Aber ich mag tieferes Charakterspiel einfach lieber und das kommt beim Drachenfest zu kurz. Auf der anderen Seite, könnte es natürlich auch an mir liegen, bzw. an dem von mir fürs Drachenfest ausgewählten Charakter. Ich werde mich wohl die nächste Zeit entscheiden müssen, ob ich das Drachenfest zugunsten anderer kleinerer Cons ausfallen lasse oder ob ich es ein letztes Mal mit einem neuen Charakter probiere. Was ich letzten Endes mache weiß ich aktuell nicht. Ich denke ich werde es mir noch mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Insgesamt war dieses Drachenfest aber auch echt komisch. Ich meine wir hatten eine Art nicht Angriffspakt mit Kupfer. Das war schon wirklich komisch. Wir haben uns sogar recht lange noch Chancen auf einen Sieg ausgerechnet, da wir dieses Jahr echt viele Eier bekommen haben. Die Geschichte mit Kupfer hat das Lager etwas geteilt, was meiner Meinung nach sehr verständlich war.

Der Abbau war dann zum Glück wieder trocken und wir sind halbwegs gut durchgekommen, auch wenn wir noch bis Montag Nachmittag Sachen in die Scheune geräumt haben, ich glaub ich bin so 15:30 vom Quast nach Hause gefahren. Man hat es schon gemerkt, dass wir komplett auf die Anhänger angewiesen waren und keine Fuhren mit eigenem LKW oder Sprinter machen konnten.

 

Holzbox pimpen

Heute zeige ich euch eine Holzbox, die ich schon vor einer ganzen Weile gepimpt hatte. Dummerweise hatte ich die Fotos dann verlegt und selbst jetzt fehlen mir noch ein paar Zwischenschritte. Ich bin sicher, dass ich die Fotos gemacht habe aber sie sind einfach weg.

Wie gesagt eine ganze Weile her. Die Box war das Wichtelgeschenk bei unserer halb IT Wichtelaktion zu Weihnachten 2016. Ich hatte einen Charakter gezogen, der Redakteur ist und ich wusste, dass dem Charakter mal sein Notizbuch abgenommen wurde. Also wollte ich etwas schenken, dass die wichtigen Notizen der Redaktion geschützt sind. Denn wer weiß schon, was über den eigenen Charakter in diesem Büchlein steht. Dazu habe ich mir bei Tedi eine entsprechend große Holzbox gekauft. Diese zerlegt und erst mal dunkel angemalt, weil ich das helle Holz nicht so toll fand.

Als Nächstes habe ich mit Embossing Pulver die Dekorationen angebracht. Ich finde Embossig Pulver super. Ich hatte es auf einer Kreativ Messe gesehen und war sofort begeistert. Inzwischen habe ich mir ein paar Stempel besorgt und dann hier gleich mal ausprobiert. Federn und Schlüssel, für das Schreiben und das Sicher. Das ganze in Rot-Gold, weil es ein Gryffindor war. Wer Embossing Pulver nicht kennt, mit Kleber wird das Muster auf die Stelle übertragen und dann das Pulver drüber geschüttet. Die Reste abschütten. Dann das Pulver mit dem Heißluftföhn anschmelzen. Je nach Pulver geht das schneller oder langsamer. Mein Glitzerpulver braucht deutlich länger als das ohne Glitzer. Der große Nachteil ist nur, dass man das Pulver wirklich gut auch durch die ganze Wohnung verteilt wenn man nicht aufpasst.

Dann wieder alles zusammengeschraubt und fertig war das Wichtelgeschenk.

ITige Schreibfeder mit Kugelschreibermiene

Fürs letzte LARP brauchte ich dringend noch eine Schreibfeder. Da von der Orga offene Tintenfässer nicht erlaubt waren, musste eine Alternative her. Da das Ganze wirklich extrem kurz entschlossen war, konnte ich mir keine fertige mehr kaufen. Musste ich auch gar nicht, denn so eine Feder ist sehr schnell selbst gemacht. Einige Federn hatte ich eh noch zu Hause rumliegen und Kugelschreiber bekommt man ja eh ständig geschenkt.

Ich muss sagen, auch wenn Tinte natürlich IT sehr viel schöner ist und ich Tinte für wichtige Dokumente immer bevorzugen würde, finde ich die Kullifeder nicht schlecht. Schon alleine daher, dass ich mich mit nem Füller schon einsaue wie blöd und von der Feder will ich nicht anfangen.

Was ihr benötigt:
Feder
Kugelschreiber
Leder
Sekundenkleber
Deko (in meinem Fall etwas Borte)

Zu erst zerlegt ihr den Kugelschreiber, um an die Miene zu kommen. Wenn ihr die Miene habt, könnt ihr hinten rein schauen, oft sind die Mienen länger als der eigentlich gefüllte Bereich. Dann könnt ihr die Mine noch etwas kürzen.

Als Nächstes nehmt ihr eure Feder und schneidet ggf. die Spitze etwas ab.

Jetzt könnt ihr die Kugelschreibermiene so weit wie möglich in die Feder rein schieben. Je nach dem wie gebogen und wie dick die Feder ist, kommt ihr weiter rein.

So weit, so gut. Jetzt habt ihr im Prinzip die fertige Feder schon mal in der Hand. Es lohnt sich jetzt zu testen, ob ihr sie gut halten könnt oder ob ihr ggf. die Miene wieder etwas raus ziehen müsst, damit sie besser in der Hand liegt. Als Nächstes schneidet ihr euer Lederstück auf die Breite, die ihr später benötigt. Jetzt wickelt ihr das Leder testweise so lange um die Feder, bis sie von der dicke her gut in der Hand liegt. Da hat jeder andere Präferenzen. Ich mag gerne dicke Stifte und habe daher etwas mehr Leder drum gewickelt. Wenn es genug ist, schneidet ihr das Leder einfach entsprechend ab.

Jetzt wird geklebt. Ich habe mit Sekundenkleber gearbeitet, weil ich nicht ewig warten wollte, bis es trocken ist. Wie gesagt Last Minute Aktion am Morgen der Con. Daher habe ich immer so 5 mm auf dem Leder mit Sekundenkleber eingestrichen und dann das Leder mit der Feder kombiniert. Das macht ihr dann so oft, bis das ganze Leder an der Feder klebt. Es ist ganz praktisch, wenn ihr die letzten 5 mm erst mal nicht verklebt, dann könnt ihr ggf. die Borte da noch drunter stecken. Wer eine schlichte Feder möchte, kann das Leder ganz ankleben und ist dann fertig.

Nun kommt die Dekoration. Da der Charakter für den die Feder war, ein Ravenclaw Schüler war, gab es eine schicke blaue Borte ums Leder. Auch hier einfach wieder stückchenweise mit Sekundenkleber angeklebt. Ja wer aufgepasst hat sieht, dass die Tutorial Bilder nicht die Feder mit der blauen Borte sind. Ich habe dafür extra eine weitere Feder gemacht. Fotos von der Ersten sind dem Zeitdruck zum Opfer gefallen.

Das Ganze dauert gar nicht lange. Also ich schätze maximal 30 Minuten.

Kühltruhe aus Holz

In knapp einem Monat findet das Drachenfest statt. Für viele Larper – mich eingeschlossen – hat schon die große Planerei angefangen.
Wer ist mit im Lager, wie viele Zelte werden gebraucht und natürlich: Was gibt es zu essen? Viel wichtiger hierbei ist auch: Wie lager ich all das Essen? Besonders das, das gekühlt werden muss?
Natürlich kann man auch drauf verzichten, kühlpflichtige Lebensmittel mitzunehmen, aber wer darauf nicht verzichten möchte, muss sich ein paar Gedanken machen.
Vor zwei Jahren haben wir uns damit abgefunden, eine kleine Kühlboxarmee aufzustellen. Der Nachteil daran war allerdings, dass die Plastikboxen für die komplette Woche nicht ausgereicht haben und es das Ambiente kaputt machte.
Für das Drachenfest letztes Jahr haben mein Mann und ich uns hingesetzt und eine Kühltruhe ausklamüsert, die nicht nur ins Ambiente passt, sondern auch Platz für alles bietet UND bis zum letzten Tag alles frisch hält, was man hineinlegt.
Das möchte ich euch nicht vorenthalten, deshalb hab ich euch mal unsere Bauanleitung niedergeschrieben.
Wir sind beide keine Profihandwerker. Wahrscheinlich geht das alles viel einfacher und wir haben uns einen unnötigen Aufwand gemacht, aber so haben wir gearbeitet.

Die fertige Truhe hat folgende Außenmaße (LxBxH):
80cm x 40cm x 44xm

Ihr braucht folgende Baumaterialien:
5 Holzplatten (80cm x 40cm)
3 Scharniere, 20mm tief, 60mm breite (also 6cm x 2cm)
24 Spaxschrauben, 50mm lang, maximal 75mm
32 Mini-Spax, ca. 12-15mm (bei Scharnieren mit insgesamt 6 Schraublöchern, andernfalls Zahl anpassen)
4 Spaxschrauben, 25mm – 30mm
Sisal-Seil
etwas Doppelklebeband, ca. 20cm (vorzugsweise das transparente mit 2,5mm Materialstärke)

Tipp, wenn ihr Schrauben kauft: Scharniere und Schrauben in einer Tour kaufen, dann könnt ihr vor Ort prüfen, dass die Schraubenköpfe nicht durch die Löcher der Scharniere rutschen!

An Werkzeug braucht ihr:
Schraubendreher
Akkuschrauber
Cuttermesser/Schere
Puk-Säge
Holzmeißel
Pinsel

Weiter geht’s:
Bodenplatte: 80cm x 40cm
Deckel: 80cm x 40cm
Frontwand: 80cm x 40cm
Rückwand: 80cm x 40cm
2x Seitenteil, jeweils 36,4cm x 40cm
Wenn ihr es könnt, schneidet euch die Seitenteile selber zusammen, oder ihr lasst euch im Baumarkt die Maße zuschneiden. Wenn ihr euch für Zweiteres entscheidet, lasst euch auf jeden Fall den Verschnitt mitgeben.
Baut ein Rechtecke aus der Frontwand und Rückwand, dazwischen werden die Seitenteile eingesetzt.

Vorbereitung:
a) Scharniere
1. Die zukünftige Rückwand benötigt Versenkungen für die Scharniere. Auf einer der Kanten – die Spätere Oberkante! – wird die Mitte markiert, und 2 weitere Positionen nahe zu den Stirnseiten, zb. 10cm.
2. Mit einer Puk-Säge 2 etwa 4mm tiefe Sägungen setzen, jeweils links und rechts von der Markierung im Abstand vom 3cm (die 6cm Scharniere müssen hier hinein passen, wenn die Aussparung 6,5cm wird, ist das nicht schlimm))
3. Den Zwischenraum zwishcen den Sägungen mit Holzmeißel entfernen (wer sich traut: ich habe einen Cutter benutzt und die Flächen “freigeschnitzt”)

b) Füße
1. Den Verschnitt in 4 Teile sägen, fertig sind die Fuß-Klötzchen.

Zusammenbau:
1. Lange Wand auf ihre lange Kante hinstellen, im rechten Winkel Seitenteil anhalten, mit 1mm vorbohren, dann die 50mm Schraube anbringen. Damit ist eine erste Fixierung geschaffen.
Das Anhalten sollte behutsam mit etwas Fingerspitzengefühl passieren, im wahrstes Sinne des Wortes, denn man kann gut fühlen ob die Flächen plan aneinanderstoßen oder ob Sprünge vorhanden sind (Sprünge vermeiden) – besonders die umlaufende Oberkante soll keine Sprünge haben, daher macht es Sinn auf einer festen Unterlage zu arbeiten.

Kleiner Tipp: gut 5cm zu den jeweiligen Oberkanten halten, damit die später folgenden Schrauben sich nicht treffen.

2. Das andere Seitenteil an der nun selbstständig stehenden Konstruktion auf gleiche Weise mit nur 1 Schraube montieren.
3. Die Rückwand nun ebenfalls anhalten, vorbohren und mit 1 Schraube montieren.
4. Man sieht nun ein Gebilde vor sich, dass bereits Kistenform annimmt. Fortfahren, an allen 4 noch nicht verschraubten Enden auf saubere Passung zu achten und vorbohren, mit großer Schraube festschrauben.
5. Zur größeren Stabilität noch jeweils 1 Schraube mittig montieren.
Hinweis: alle bisher gesetzten Schrauben sind sichtbar, d.h. je ordentlicher und symmetrischer die Verschraubungen sind, umso schöner sieht es hinterher aus.
6. Seid ihr mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden, wird die Bodenfläche montiert.
Achtung: wo sind die Nuten für die Scharniere? Diese müssen beim nächsten Schritt unten liegen, damit nicht die Bodenplatte auf die vorbereitete Kante montiert wird.
Werkstück ggf. wenden.
7. Die Bodenplatte auflegen und ausrichten. Bei den kommenden Verschraubungen wird die Form der Kiste ausgerichtet. Hat man bisher sauber gearbeitet, sollte die Kiste schon sehr rechteckig sein und nicht aus dem Rahmen laufen.
Man beginnt an einer Ecke der langen Wand (also Front oder Rücken) ca. 3-5 cm vom Rand entfernt, bohrt vor und versenkt die große Schraube.
8. Diagonal in der Ecke den Vorgang wiederholen, hier ist das Ausrichten besonders wichtig – die Truhe wird nun endgültig definiert.
9. Je langer Seite 2 weitere Schrauben montieren – wer genug Schrauben hat kann auch gerne insgesamt 5 Schrauben je Seite versenken.
10. Die kurzen Seitenwände werden mit je 3 Schrauben befestigt – wurden hier die 5cm Sicherheitsabstand aus Schritt 1 eingehalten, so können die äußeren Schrauben nahe zu der langen Seite hin montiert werden ohne Gefahr zu laufen auf die bereits montierte schraube, die schon quer im Holz liegt, zu treffen.
Nein?! .. macht nix, dann nur 2 Schrauben je kurze Seite mit 7cm Abstand zu den jeweiligen Front- bzw. Rückenflächen setzen.
11. Füße montieren: Mit den kürzeren 25mm oder 30mm langen Schrauben werden die Füße angeschraubt. Damit sie von außen nicht so gut sichtbar sind werden sie an den Ecken mit jeweils 3-5 cm Abstand zu den Seitenkanten mach innen gerückt.
Die Schrauben greifen in den Kistenboden, daher dürfen die Schrauben auf keinen Fall zu lang sein oder zu tief verschraubt werden, da andernfalls von innen im Kistenboden ihre scharfen Spitzen freiliegen.
12. Deckel montieren: Der Deckel selbst ist etwas tricky.
Zuerst die Scharniere in die vorbereiteten, versenkten Bereiche der Rückwand-Oberkante montieren, sodass sie sich gut nach hinten (bzw. in Richtung “nach außen”) aufklappen lassen, also mit der “scharnierlosen” Kante in Richtung Kisteninnenraum.
Damit hinterher keine Spannungen beim Aufklappen des Deckels auftreten müssen alle Scharniere sauber in einer Linie ausgerichtet sein.
Zur Montage werden in diesem Arbeitsschritt jeweils 3 der kleinsten Spax benötigt.
Scharniere zuklappen und jeweils mit einem Streifen des transparenten, weichen, 2,5mm dicken Klebebandes bekleben (nur die Scharniere, nicht das Holz drum herum).
Den Deckel auflegen, sodass er besonders an der Vorderseite der Truhe gut aussieht.
Je Scharnier eine der Minispax bereit halten. VORSICHTIG den Deckel öffnen (bis er ca. gerade nach oben zeigt) UND festhalten. Er wird nur von den wenigen, provisorischen Klebeflächen gehalten.
In jede der Scharniere je eine Schraube festziehen (durch das Klebeband hindurch). Das Klebeband kann auch hier hilfreich sein, damit euch die Schräubchen nicht so leicht runterfallen.
Wer ohne Klebeband arbeitet sollte für diesen Arbeitsschritt 2 Helferlein verpflichten, die den Deckel festhalten, bis die ersten Schräubchen sitzen.
Der Deckel kann nun nicht mehr runterfallen, daher in Ruhe die Scharniere mit weiteren Schrauben am Deckel befestigen.

Damit ist die Truhe prinzipiell fertig! Boooouuuhhya!

Nacharbeiten und Aufhübschen:
1. Klarlack do your thing!
Truhe von außen, wer möchte auch von innen, mit Klarlack einpinseln.
Die Truhe ist somit deutlich resistenter gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
2. Aus dem Sisal-Seil 3 Griffe flechten, der Einfachheit halber an jedem Ende geknotet
2x für die Seiten, 1x für den Deckel.
Griffe so anhalten und montieren, dass später eine Hand auch greifen kann. Die Position an den Stirnseiten der Truhe nach eigenem Geschmack wählen.
Deckelgriff mittig an die vordere Kante des Deckels anhalten und montieren.
Montage erfolgt mit jeweils 2 Minispax pro Griffseite (also 4 pro Griff): die Schrauben im den Knoten versenken. Je Knoten 2 Schrauben so nah aneinander platzieren, dass die Schraubenköpfe sich berühren und das Seil nicht mehr wegrutschen kann.
3. Verzierungen ankleben und aufmalen, wie ihr möchtet.
Abtönfarbe eignet sich gut für Verzierungen – sie hält auf Holz, ist günstig und hat deckende, kräftige Farben.
Da wir im Blauen Lager waren, habe ich die Truhe etwas maritim angehaucht, aber ihr könnt sie gestalten, wie ihr wollt!

Tipp: zuerst Verzierungen aus Abtönfarbe aufbringen, dann die Truhe mit Klarlack bearbeiten.

Wer einen Kühlschrank mit ein Wärmeisolierung bauen möchte, sollte die Truhe noch weiter optimieren:
Benötigt wird hierzu 1 Rolle Fensterdichtung, z.B. im B-Profil.
Das Dichtungsgummi wird von der Innenseite rundherum am Deckel festgeklebt, um den Spalt zu isolieren. Beim Schließen des Deckels wird die Dichtleiste automatisch auf die umlaufende Oberkante der Truhe gedrückt.
Das Material kommt ab Werk mit eigener Klebefläche, sollte also kein Problem darstellen. Wenn es doch nicht hält, dann greift man zusätzlich zu Heißkleber, Pattext, Ponal oder was man sonst so da hat … nicht festschrauben: das Dichtungsmaterial soll nicht verletzt werden.

Tipp: in den Ecken keine Kurven formen –  das Material einfach gerade durchtrennen (z.B. mit Cutter, Schere geht auch) – und dann gerade Streifen aufkleben.

Lasst dabei die Scharnierflächen aus, damit die Scharniere sauber schließen können ohne die Dichtung pressen zu müssen.
In die Truhe kommt dann noch eine Kiste aus Styrodur oder Styropor mit Deckel, die etwas kleiner ist, als die Truhe selber. Entweder kauft ihr eine oder baut euch selber eine. Baut ihr sie selber, klebt sie zusammen, nicht schrauben!
In den Zwischenraum von Truhe und Kiste haben wir damals ein Gemisch aus Katzenstreu und Stroh gepackt, um die Isolierung so gut wie möglich zu erhalten.

Fertig ist die Kühltruhe.

Um die Lebensmittel kühl zu halten, packt reichlich Kühlakkus hinein, Eiswürfelbeutel oder friert euch Getränkepacks ein, die dann als Kühlakkus dienen.
Achtet immer darauf, dass sowohl die Kiste, als auch die Truhe richtig verschlossen ist, sonst funktioniert die Isolierung nicht richtig.

Ist die Con vorbei, eignet sich die Truhe sehr gut als Stauraum.

Muschellichterkette

Als ich vor knapp einem Jahr in eine Wohnung mit 2 Balkonen gezogen bin, wollte ich diese auch hübsch herrichten. Naja, zumindest den, der Richtung Straße zeigt und vor dem die Leute immer vorbeilatschen. Ich hatte schon immer die Idee gehabt, meinen Balkon in einen kleinen Strand zu verwandeln, also habe ich diese nun umsetzt. Neben den schon vorhanden Teakbrettern als Boden bekam das Geländer eine Bambusverkleidung und ich stellte eine Liege und eine umgedrehte Weinkiste als Beistelltisch auf. Als Dekoration gesellte sich ein kleines Regal mit Muscheln, Sand und Kerzen hinzu die Muschellichterkette.
Natürlich kann man so eine auch in jedem Dekogeschäft seines Vertrauens kaufen, aber ich wollte sie selber basteln, da mir die aus den Geschäften entweder zu kostspielig oder schlichtweg zu kurz sind.

Was ich dafür benutzt habe:

– Muscheln (egal, welche Form und Farbe)
– LED-Lichterkette mit 40 Einheiten
– Heißklebepistole
– Zahnstocher

Zuerst habe ich geschaut, dass ich Muscheln finde, die groß genug sind, dass die LED-Lämpchen nicht mehr zu sehen sind. Jahrlanges Muschelsammeln an diversen Stränden haben da zwar schon etwas geholfen, aber ich musste dennoch zum Dekoladen meines Vertrauens und mir eine Tüte voller Muscheln und Strandgut kaufen. War auch gut, denn in dieser Tüte waren auch die Netzkugeln, die ich benutzt habe.

Von den flachen Muscheln habe ich jeweils zwei genommen und sie mit Heißkleber an die LEDs geklebt, damit man nicht so fummeln muss, bis die Kette richtig liegt/hängt, um die LEDs zu verdecken.
Man benötigt ein kleines Bisschen Fingerspitzengefühl und reichlich Kleber, um die Muscheln anzukleben und sich nicht die Finger zu verbrennen.
Bitte passt da gut auf, denn die Muscheln werden doch recht heiß.
Lasst auch jede Einheit gut trocken, bevor ihr euch an die nächste wendet. Ich musste mehrmals die LEDs nachkleben, weil ich etwas ungeduldig war und deswegen die Muscheln wieder abgefallen sind.
Besonders bei den flachen Muscheln war es etwas kniffelig, weil alle Stellen, an die man drücken wollte, damit es klebt heiß waren. Hier habe ich mir ein paar Zahnstocher zur Hilfe genommen, um alles an eine Stelle zu kleben.

Wenn alles ausgekühlt ist, müsst ihr nur noch die Batterien einlegen und die Lichterkette an einen Ort hängen, wo man sie auch sieht. Egal, ob sie angeschaltet ist, oder nicht.
Eigentlich recht simpel und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen!

Natürlich habe ich diese Lichterkette mit aufs Drachenfest genommen. Im Blauen Lager kam sie abends sehr gut als ergänzende Tischbeleuchtung und tagsüber war sie hübsche Tischdekoration.

Wiedererkennung für meinen LARP Charakter

Beim LARP habe ich mit meiner Händlerin oft das Problem, dass Leute mich IT nicht finden können, wenn ich nicht gerade bei meinem Laden sitze. Aber wer will schon den ganzen Tag an einer Stelle sitzen, wenn es so viel zu erleben gibt? Also musste ich mir etwas einfallen lassen, damit man mich besser als Kerzenhändlerin identifiziert. Mein erster Gedanke war, dass ich meinem Charakter eine Kerze am Hut befestige.

Leider war das nicht genug. Also wollte ich ein Logo für ihr Kerzenunternehmen, dass ich dann an meiner Kleidung anbringen kann. Ich habe lange überlegt, wie das Logo aussehen sollte. Ich wollte gerne eine Kerze im Logo haben und es sollte nicht zu überladen werden. Nachdem ich eine ungefähre Skizze angefertigt habe, hat mir die liebe Ephourita bei der Umsetzung geholfen.

Für die letzten beiden Cons hatte ich es nicht geschafft das Logo auf meiner Kleidung zu befestigen, aber immerhin konnte ich schon meine Kerzenkiste damit dekorieren und ein paar Flyer zu drucken.

Heute zeige ich euch einfach nur einige WIP Bilder von der Transportkiste meiner LARP Händlerin.

Außerdem bekommt das kleine Kerzenset, dass ich als Beispiel bei Verhandlungen über Großhandelsaufträge dabei habe auch noch ein Logo. Aktuell sieht es noch so aus: