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Weihnachtliche Tischdeko

An sich dekoriere ich sehr gerne für Weihnachten. Allerdings bin ich dieses Jahr über die Feiertage gar nicht zu Hause und da ich zwei Katzen habe, möchte ich nichts aufstellen, was sie umwerfen, zerpflücken oder als Spielzeug benutzen könnten, wenn ich nicht da bin. Aber undekoriert wollte ich die Wohnung auch nicht lassen. Also habe ich geschaut, was ich noch im Haus hatte und habe kurzer Hand ein paar Gläser dekoriert, die man hinstellen kann.
Anders als so manche Deko geht die hier wirklich schnell. Ich habe nicht mehr als 5 Minuten pro Glas gebraucht. Für spontane Bastelanfälle ist diese Tischdeko also durchaus geeignet. 🙂

Ihr braucht:

Gläser in verschiedenen Größen
Klopapier
Sprühschnee
Eisblumenspray
Blauer Bast
kleine Weihnachtskugeln (grün und blau)
Tannenzapfen
Tannenzweige

So geht es:

Spült die Gläser durch und trocknet sie ab. Rupft ein paar Blätter Klopapier in kleine Fetzen und streut sie in die Gläser, dass der Boden gut bedeckt ist.
Legt ein paar kleine Tannenzapfen auf den „Schnee“. Schneidet kleine Zweige von euren Tannenzweigen ab und stellt sie ins Glas hinein. Es macht nichts, wenn sie oben rausschauen.
Schneidet etwas blauen Bast zurecht, fädelt jeweils eine blaue und eine grüne Weihnachtskugel darauf und bindet es oben um den Glasrand.
Sprüht etwas von dem Dosenschnee in das Glas und die Eisblumen draußen auf das Glas.
Fertig habt ihr schon eure Dekogläser. Stellt sie auf den Tisch oder die Fensterbank und legt noch ein paar Tannenzweige dazu. Auch diese könnt ihr mit Kunstschnee besprühen und mit ein paar LED-Kerzen oder einer LED-Lichterkette dem ganzen einen schönen Abschluss geben.
Ruckzuck habt ihr ein kleines Schneegestöber im Glas.

Kerzenständer aus Beton

Letztes Wochenende war sehr kreativ. Ich musste unbedingt noch neue Kerzen fürs nächste LARP gießen und ich wollte unbedingt mal was mit Beton basteln. Bei Smillas Wohngefühl eine Anleitung für Kerzenständer gefunden. Die habe ich dann gleich mal ausprobiert.

Die Ergebnisse müssen noch komplett durchtrocknen. Aber sie sehen schon ziemlich cool aus. Ich denke, ich muss mir für die Kerzeneinbuchtung noch was anders überlegen. Meine Teelichthalter waren viel zu groß. Daher hab ich sie nicht drin gelassen. Schätze man kann ja einfach ein bisschen was an Dekosteinchen rein kippen.

Ein paar WIP Fotos.

Zwei Kerzenständer mit Phex Symbol und einer mit Gänsen.

So hier sind auch noch ein paar Kerzenkissen, die ich am Wochenende gemacht hab.   

Mein Beitrag zum Creadienstag.

Die etwas andere Geschenkverpackung

Ich stelle immer wieder fest, dass ich unheimlich viel Geschenkpapier habe. Meistens mit Weihnachtsmotiven oder nur noch Reststücke, die dann nicht für das eigentliche Geschenk reichen.
Ganz abgesehen davon, dass ich Geschenke nicht schön einpacken kann, bin ich meistens mit Bus und Bahn zu einer Feier unterwegs und da leidet das Papier drunter, dass sich Risse schwer vermeiden lassen.
Gerne verschenke ich auch mal mehrere Kleinigkeiten und um sie dann alle einzeln einzupacken bin ich entweder zu faul, oder es ergibt sich das Transportproblem.
Irgendwann kam ich dann auf die Idee, die Geschenke anders zu verpacken. Meine Mama hat es damals vorgemacht, als sie mir zu Weihnachten eine Kiste mit Windowcolourflaschen schenkte. Knapp 100 Flaschen waren drin und sie hatte ebenfalls keine Lust gehabt, jede einzeln zu verpacken. Also hat sie die Kiste hübsch verpackt, die dann später auch als Aufbewahrung für die Flaschen diente.
Geht schnell, sieht schön aus und man schneidet sich nicht beim Öffnen!

Ihr braucht:

Eine Pappbox (die Größe kommt natürlich auf das spätere Geschenk an)
Wasserfarbe
Pinsel
Kleber
Papier
Schere
Dekoband

So wird’s gemacht:

Malt die Box an und lasst die Farbe trocknen. Ich hab es gerne etwas bunter, also habe ich den Deckel, die Wände und das Innere jeweils in einer anderen Farbe angepinselt.

Wenn alles trocken ist, schnappt euch die Schere und schneidet aus dem Papier ein Rechteck aus, das etwas kleiner ist, als die Oberseite des Deckels. Ich hab Mamorpapier genommen, weil ich noch ein Reststück hatte, aber normales Papier tut es auch.
Es ist nicht schlimm, wenn es nicht 100% symmetrisch ist, denn ihr klebt noch Dekoband drüber, dann sieht das keiner mehr.

Schneidet mit der Schere euer Dekoband so zurecht, wie ihr es später auf dem Deckel haben wollt und klebt es fest, dass man die Übergänge zum Papier nicht mehr sieht. Verwendet ihr dünnes Satinband, könnt ihr es auch um die Seite des Deckels wickeln, mit ein bisschen Kleber fixieren und eine Schleife binden. Sieht auch sehr hübsch aus!

Lasst alles trocknen.
Auf das Papierfenster auf der Deckeloberseite könnt ihr zum Beispiel den Namen des Geburtstagskindes schreiben, einen netten Spruch, oder oder oder.

Fertig ist die etwas andere Geschenkverpackung.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

 

Muschellichterkette

Als ich vor knapp einem Jahr in eine Wohnung mit 2 Balkonen gezogen bin, wollte ich diese auch hübsch herrichten. Naja, zumindest den, der Richtung Straße zeigt und vor dem die Leute immer vorbeilatschen. Ich hatte schon immer die Idee gehabt, meinen Balkon in einen kleinen Strand zu verwandeln, also habe ich diese nun umsetzt. Neben den schon vorhanden Teakbrettern als Boden bekam das Geländer eine Bambusverkleidung und ich stellte eine Liege und eine umgedrehte Weinkiste als Beistelltisch auf. Als Dekoration gesellte sich ein kleines Regal mit Muscheln, Sand und Kerzen hinzu die Muschellichterkette.
Natürlich kann man so eine auch in jedem Dekogeschäft seines Vertrauens kaufen, aber ich wollte sie selber basteln, da mir die aus den Geschäften entweder zu kostspielig oder schlichtweg zu kurz sind.

Was ich dafür benutzt habe:

– Muscheln (egal, welche Form und Farbe)
– LED-Lichterkette mit 40 Einheiten
– Heißklebepistole
– Zahnstocher

Zuerst habe ich geschaut, dass ich Muscheln finde, die groß genug sind, dass die LED-Lämpchen nicht mehr zu sehen sind. Jahrlanges Muschelsammeln an diversen Stränden haben da zwar schon etwas geholfen, aber ich musste dennoch zum Dekoladen meines Vertrauens und mir eine Tüte voller Muscheln und Strandgut kaufen. War auch gut, denn in dieser Tüte waren auch die Netzkugeln, die ich benutzt habe.

Von den flachen Muscheln habe ich jeweils zwei genommen und sie mit Heißkleber an die LEDs geklebt, damit man nicht so fummeln muss, bis die Kette richtig liegt/hängt, um die LEDs zu verdecken.
Man benötigt ein kleines Bisschen Fingerspitzengefühl und reichlich Kleber, um die Muscheln anzukleben und sich nicht die Finger zu verbrennen.
Bitte passt da gut auf, denn die Muscheln werden doch recht heiß.
Lasst auch jede Einheit gut trocken, bevor ihr euch an die nächste wendet. Ich musste mehrmals die LEDs nachkleben, weil ich etwas ungeduldig war und deswegen die Muscheln wieder abgefallen sind.
Besonders bei den flachen Muscheln war es etwas kniffelig, weil alle Stellen, an die man drücken wollte, damit es klebt heiß waren. Hier habe ich mir ein paar Zahnstocher zur Hilfe genommen, um alles an eine Stelle zu kleben.

Wenn alles ausgekühlt ist, müsst ihr nur noch die Batterien einlegen und die Lichterkette an einen Ort hängen, wo man sie auch sieht. Egal, ob sie angeschaltet ist, oder nicht.
Eigentlich recht simpel und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen!

Natürlich habe ich diese Lichterkette mit aufs Drachenfest genommen. Im Blauen Lager kam sie abends sehr gut als ergänzende Tischbeleuchtung und tagsüber war sie hübsche Tischdekoration.

Slytherin – Kerzenständer

Heute außer der Reihe kommt ein Beitrag von Bito. Sie hatte diesen Beitrag für die Harry Potter Party eingereicht, da sie keinen eigenen Blog hat. Ich hoffe der Beitrag gefällt euch so gut wie mir. Falls ihr auch noch Teilnehmen wollt, die Teilnahme ist noch bis ende des Monats möglich.

Im Folgenden will ich beschreiben, wie ich diese ambientigen Kerzenständer für ein Harry Potter Larp gebaut habe. Wie man unschwer erkennen kann, handelt es sich um ein bisschen Kleinod (oder auch etwas größeres) für wahre Slytherins.

Was du brauchst:

Holzkerzenständer (gibt es günstig in einigen Läden wie Action, Xenos, etc.)
Silberne Farbe (Acryl oder Lack)
Schwarze Acrylfarbe
Pinsel (Borsten)
Holzkleber
Gummischlange (in jedem größeren Spielwarengeschäft zu finden)
Nägel
Glanzlack

Schritt 1

Zuerst einmal musst du bestimmen, welche Größe dein Kerzenleuchter letztendlich haben soll.
Ich selbst habe zwei Varianten versucht.
Einmal einen Tischkerzenständer und dann zwei Leuchter für den Eingangsbereich. Für ersteren habe ich einen Holzkerzenständer von 21 cm Höhe genommen.
Für letztere jeweils zwei Kerzenleuchter mit etwa 40 cm Höhe.

Schritt 2

Hast du dich für eine Größe entschieden kann es auch schon losgehen. Denk daran deine Arbeitsfläche immer gut abzudecken, wenn du mit Farbe arbeitest.
Falls auf deinem Kerzenständer Metall Platten zum Befestigen der Kerzen angebracht sind, löse sie erst einmal vom Holz. Anschließend wird dem Ständer eine Schicht Silberfarbe verpasst. Ich selbst habe einen Holzlack genutzt.
Mit Acrylfarbe wären wahrscheinlich mehrere Schichten für eine gute Deckkraft von Nöten. Lass deine Ständer nun erst einmal trocknen.

Schritt 3

In der Zwischenzeit widmen wir uns den Gummischlangen.
Für meine großen Kerzenständer habe ich mich für die Schlangen von etwa 60 cm Länge aus dem Warenhaus Müller entschieden. Für den kleinen Ständer entsprechend eine etwas kürzere Schlange.
Lege sie auf einem Stück Zeitungspapier aus und bestreiche sie mit der Farbe. Achtung: Nicht jeder Lack trocknet auf Gummi! Ich selbst hatte leider eine Farbe, die nicht halten wollte. Deswegen habe ich etwas getrickst und auf dem Silberlack Glanzlack aufgetragen, der wunderbar an der Luft getrocknet ist. Mit der Rückseite der Schlange wird ebenso verfahren.

Schritt 4

Falls du dich auch für einen großen Kerzenleuchter entschieden hast, kannst du nun die einzelnen Holzständer mit etwas Holzkleber zusammenkleben.
Lasse auch diesen ordentlich durchtrocknen.

Schritt 5

Ist alles getrocknet können wir uns der nächsten Schicht Farbe zu wenden. Nehme dazu einen Borstenpinsel und tunke ihn in etwas schwarze Acrylfarbe. Sei aber vorsichtig und streiche einiges der Farbe in einem Küchenpapier oder auf Zeitung ab, so dass der Pinsel nur leicht mit Farbe bedeckt ist und abnutzungsähliche Spuren durch darüber Streichen auf dem Holz entstehen. Hast du zu viel Farbe auf dem Holz aufgetragen, tupfe es mit einem Stück Küchenrolle ab.
Nach und nach entsteht so ein wunderbares Muster von angelaufenem Silber.

Schritt 6

Überlege dir nun, wie du deine Schlange um den Ständer gewickelt haben möchtest und befestige sie nach und nach mit Nägeln am Holz. Mit einem Fingerhut lassen sich die Nägel wunderbar durch das Gummischieben und dann mit einem Hammer am Ständer befestigen.

Schritt 7

Verpasse der Schlange nun einen letzten Anstrich Farbe und noch einmal etwas Glanzlack.
Zu guter Letzt kannst du auch etwas Glanzlack auf dem Ständer an sich verteilen, um noch mehr den Eindruck eines Silberständers zu erwecken.

Viola, und schon haben wir Kerzenständer, die wir nur noch mit Kerzen ausstatten müssen. Die Metallplatten können nun mit etwas Leim wieder auf dem Ständer befestigt werden, wenn erwünscht. Ich selbst habe die Öffnung lieber gelassen, um LED-Kerzen hineinstellen zu können.

Ich hoffe, sie gefallen euch 😉

Bito

 

 

So noch ein kleiner Nachtrag von Daniela. So sahen die großen Kerzenständer dann beim LARP aus.

Foto von Gamilla

Was lange währt,…

… wird endlich gut.
Nachdem wir unseren Slytherin HÖX Dekobasteltreff schon einmal abgeblasen haben und dieser schon wieder auf der Kippe stand passt der Titel denke ich. In einer „Ok wir ziehen das jetzt durch, wir fahren einfach zusammen in den Baumarkt und fangen ENDLICH an!“ Aktion haben Inuky und ich uns hingesetzt und gebastelt. Ich war erstaunt, dass Styroporplatten gar nicht so teuer sind. Das Bearbeiten hat sicher noch potenzial zur Verbesserung ABER wir haben angefangen und jetzt einen groben Überblick was wie funktioniert und was man ggf. noch verbessern könnte. Das nächste Basteltreffen wollen wir dann für alle interessierten Häuser öffnen. Mit der Bedingung, dass Häuser übergreifend gearbeitet wird. Sind ja OT also sollte das gehen. Es macht halt vieles einfacher.

Unser erstes Projekt war einfach eine kleine Zierleiste mit Wappen. Fertig wurde sie noch nicht aber wir haben halt schon mal rumgespielt. Ging ja mehr darum zu sehen, was man so machen kann und obs überhaupt alles klappt.

Hier mal ein paar Fotos:

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Für das nächste Mal haben wir gelernt:

– Vorab genauer überlegen, was gemacht werden soll
– Anhand der Überlegungen genauer planen, was besorgt werden muss, damit am Tag alles da ist.
– Pappmachéepulver aus dem Bastelladen braucht nicht 30min wie das von Ebay sondern will am Abend vorher gemacht sein
– Bis zu ~6 Leute könnten ebenfalls basteln ohne das wir uns zu stark in den Füßen stehen

Was andere heute vorgestellt haben haben gibts hier.

Kreativität der letzten Wochen

Ich war ja die letzte Zeit etwas faul, was meinen Blog und das Basteln anging. Heute kommt noch mal ein kleiner Eintrag, was ich die letzte Zeit so gemacht habe.

Da wäre zum Beispiel die leckere Rhabarber-Erdbeer-Vanille-(Minze)-Marmelade.
Ich habe das Rezept insofern verändert, dass ich keine Minze rein gemacht habe. Lag schlicht und ergreifend daran, dass ich die Minzpflanze bei meinen Eltern vergessen hatte und folglich ohne da stand.
Rhabarber-Erdbeer-Vanille-Marmelade

Ebenfalls aus dem selben Blog wurde die Erdbeer-Marshmallow-Marmelade nachgemacht. Auch wenn es auf den ersten Blick interessant klingt, wie in „Interessant Schatz musst du nicht noch mal machen“ kann ich diese Marmelade wirklich empfehlen. Ich weiß im Moment gar nicht welche ich zu erst essen soll.

Erdbeer-Mashmallow-Marmelade

Dass ich wirklich viel gebastelt habe, sieht man daran, dass jetzt noch Kerzen und noch Dinkelkissen kommen.
Da ich an einem DIY Wanderpaket über Kleiderkreisel teilnehmen wollte musste ich noch einige Kerzen gießen. Eigentlich alles Techniken, die ich schon einmal erklärt habe daher nur die Fotos.

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Den Abschluss bilden zwei Dinkelkissen. Eine Dinkel Eule und eine Katze. Die Vorlagen dazu sind in Zusammenarbeit mit Sean entstanden. Er hat mir auch noch einige weitere Tiere entworfen aber die sind noch nicht genäht.

Dinkelkissen Eule
Dinkelkissen Katze

 

Was andere so Kreativ heute “verbrochen” haben kann man auch hier sehen :)

Schokofrösche

Wir befinden uns immer noch beim Thema LARP. Dieses Mal gibt es eine kurze sehr einfache Anleitung zur Herstellung von Schokofröschen fürs Harry Potter LARP.

 

Benötigtes Material:

Haribo Frösche
Schokolade (Vollmilch o. Zartbitter)
1 Tasse
1 Topf mit Wasser
Schaschlikspieße
Steckmasse oder Cakepopständer oder ähnliches

 

Die Schokolade in der Tasse im Wasserbad schmelzen. Während die Schokolade weich wird, die Frösche auf einen Schaschlikspieß aufspießen.

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Die Frösche in die Schokolade tauchen, gut abtropfen lassen und dann zum Trocknen aufstellen. Wenn man die Schokolade etwas verdünnt, zum Beispiel mit Palmin, dann tropft sie noch besser runter und man kann die Konturen der Frösche noch besser erkennen. Das Problem daran ist nur, dass die Schokolade dann auch weicher ist und schneller schmilzt.

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Zum Schluss die Spieße entfernen. Wer lust hat, kann sich natürlich noch passende Schokofroschkarten dazu machen. Im Internet findet man verschiedene Bilder von den Karten, die man Ausdrucken und mit den Schokofröschen zusammen einpacken kann.

Schokofrosch 4

Selbst gemachtes IT Papier

Die Schüler betreten den nur spärlich mit Kerzen beleuchteten Raum. Vorne am Lehrerpult stehen offensichtlich bösartige schwarzmagische Gegenstände. Der Lehrer beginnt mit seinem Vortrag über verbotene magische Objekte. Die Schüler ziehen hektisch ihre Kugelschreiber und Ringblöcke hervor.

Beim LARP wirken normales weißes Papier oder, noch schlimmer, ein Ringblock völlig fehl am Platze. Da sie die OT Welt zu deutlich zeigen. Kein Magier oder Schreiber würde einen Ringblock verwenden. Sie nutzen Pergament und Schreibfeder. Zusammen mit Sean habe ich einige Möglichkeiten zur Herstellung von passendem IT Papier getestet. Hier werde ich nun die getesteten Varianten vorstellen.

Die Papier Alterungsmethoden sind übrigens nicht von mir erfunden, sondern nur aus div. Forumseinträgen zusammengetragen und von mir getestet und bewertet. Wobei ich die Sprühflaschenvariante schon so lange nutze, dass ich nicht mehr weiß, wer mir den Tipp ursprünglich mal gegeben hat.

Variante 1: Altern mit Sprühflasche

Benötigtes Material:

Papier, das gefärbt werden soll
Sprühflasche
Starker, kalter schwarzer Kaffee oder schwarzer Tee
Zeitungspapier

Als Erstes legt man sich die Arbeitsfläche, in meinem Fall den Fußboden, mit Zeitungspapier aus. Darauf verteilt man mit etwas abstand dazwischen das weiße Papier.

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Der Kaffe/Tee wird in die Sprühflasche gegeben. Damit werden jetzt die einzelnen Papierseiten eingesprüht. Man sollte darauf achten, dass keine Teereste oder Kaffeesatz in die Sprühflasche kommen, da diese sonst sehr leicht teilweise oder vollständig verstopft. Das führt dazu, dass der Strahl, sofern er überhaupt raus kommt, in irgendeine Richtung schießt aber nicht immer das Blatt trifft. Für ein gleichmäßig gefärbtes Papier sollte man die Sprühflasche etwa 30-40cm vom Blatt entfernt halten. Außerdem ist es praktisch, wenn das Sprühbild der Flasche sehr fein ist.

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Links Kaffee, rechts Tee

Nach jedem Sprühgang sollte man das Papier etwas trocknen lassen, bevor man die nächste Runde sprüht. Wenn der gewünschte Farbton erreicht ist, müssen die Blätter gedreht werden. Dazu ist es ganz praktisch, wenn sie halbwegs trocken sind, da sie dann nicht so leicht einreißen. Danach wird der Sprühvorgang noch einmal wiederholt. So erhaltet ihr auf beiden Seiten einen gleichmäßigen Farbton.

Ergebnis:
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Das frisch gefärbte Papier mit einem normalen als Vergleich.

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Das erste Blatt mit der Rückseite oben. Es ist fast kein Unterschied zu sehen.

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Ein normales Blatt, ein frisch gefärbtes Blatt, ein älteres mit derselben Methode gefärbtes Blatt zwischen Büchern glatt gepresst.

Wer gerne etwas Musterung auf seinem Papier hat, kann am Ende noch mal einzelne Kaffeetropfen auf das Papier spritzen. Dadurch bekommt das Papier, je nach Verteilung ein interessantes Muster, wie zum Beispiel bei dem gepressten Blatt oben.

Platzverbrauch: hoch
Fingerfertigkeitslevel: mittel
Zeitverbrauch: hoch (bleibt jedoch quasi gleich, egal wie viel Papier gefärbt wird)
Geeignet für große Mengen Papier

Vorteile

+ gut geeignet für große Mengen
+ relativ gleichmäßiges Färbeergebnis
+ Papier muss im feuchten Zustand nicht bewegt werden und reißt nicht leicht ein
+ Farbtiefe gut variierbar dank der Sprühgänge

Nachteile

– verbraucht viel Platz
– mehrere Sprüh- und Trockengänge sind notwendig

Variante 2: Altern im Kaffee-/Teebad

Benötigtes Material:

Papier, dass gefärbt werden soll
starker, schwarzer Kaffee oder schwarzer Tee
große Schüssel oder Blech
Zeitungspapier

Den Platz, wo das Papier trocknen soll, mit Zeitungspapier auslegen.

Der Kaffee bzw. Tee wird in eine große Schüssel oder ein großes Blech gegeben. Sollte gerade keine zur Hand sein kann man sich irgendwie behelfen zum Beispiel mit einer Kuchenhaube. 8D
Das Papier wird so in die Flüssigkeit gelegt, dass es vollständig von ihr bedeckt ist.

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Färben mit Tee (etwas wenig Flüssigkeit)

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Färben mit Kaffee, sieht gleich schon dunkler aus.

Nach einiger Zeit, bei 80g schwerem Druckerpapier so 1-2 Minuten, da es sonst zu weich wird, wird das Blatt vorsichtig aus der Flüssigkeit genommen und zum trocknen ausgelegt. Der Vorgang wird wiederholt, bis alle Blätter gefärbt sind.

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Links nach dem Teebad, rechts nach dem Kaffeebad

Ergebnis:
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Links zwei mal Tee, rechts Kaffee

Platzverbrauch: je nach Anzahl der gefärbten Blätter
Fingerfertigkeitslevel: sehr hoch
Zeitverbrauch: gering (steigt mit Papier Anzahl)
Geeignet für kleine bis große Mengen Papier

Vorteile

+ relativ gleichmäßiges Färbeergebnis
+ sehr schnell eingefärbt

Nachteile

– Papier reißt beim aus der Flüssigkeit nehmen schnell ein
– wenn viel Papier gefärbt werden soll dauert es sehr lange

Variante 3: Altern durch Einreiben mit Kaffeesatz

Benötigtes Material:

Papier, dass gefärbt werden soll
Kaffeesatz sehr feucht (+ extra Wasser zum Nachfeuchten)
Zeitungspapier

Arbeitsfläche mit Zeitungspapier auslegen und das Papier darauf verteilen. Dann das Papier mit Kaffeesatz einreiben. Wenn der Kaffeesatz zu trocken wird, einfach mit etwas zusätzlichem Wasser wieder anfeuchten.

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Ergebnis:
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Kleine unebenheiten kommen mit dieser Methode gut raus.
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Das Blatt in der Mitte liegt mit der Rückseite oben.

Platzverbrauch: je nach Anzahl der gefärbten Blätter
Fingerfertigkeitslevel: gering
Zeitverbrauch: gering (steigt mit Papier Anzahl)
Geeignet für kleine bis mittlere Mengen Papier

Vorteile:

+ sehr einfach
+ relativ schnell
+ es lassen sich interessante Schattierungen machen
+ Papier fühlt sich, nach dem trocknen, rau an

Nachteile:

– verursacht sehr viel Dreck, wenn der Kaffeesatz getrocknet ist
– die Rückseite ist nicht so gut gefärbt wie die Vorderseite

Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, muss jeder für sich entscheiden. Den Kaffeesatz bekommt man nicht zu 100% vom Blatt runter. Was dem Papier sicher eine schöne Optik für „altes Dokument in Gruft oder ähnlichem gefunden“ gibt.

Variante 4: Altern mit Instantkaffee

Benötigtes Material:

Papier, dass gefärbt werden soll
Instantkaffee
Küchenkrepp
Teller mit Wasser
Zeitungspapier

Arbeitsfläche mit Zeitungspapier auslegen. Den Instantkaffee mittig auf das Küchenkrepp geben und einschlagen. Das kleine Päckchen ins Wasser tauchen, bis sich der Kaffee löst. Das Päckchen leicht ausdrücken damit nicht zu viel Wasser drin ist und dann ein Muster auf das Papier auftupfen.
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 Unterschiedliche Tupfvarianten

Ergebnis:
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Das linke Blatt liegt auf dem Kopf

Platzverbrauch: gering, da die Blätter sehr schnell trocken sind
Fingerfertigkeitslevel: mittel
Zeitverbrauch: hoch
Geeignet für kleine Mengen Papier

Vorteile:

+ sehr einfach
+ schöne Muster
+ gut geeignet, wenn man nur wenig Papier benötigt

Nachteile:

– die Rückseite wird nicht gefärbt
– es dauert sehr lang eine Seite zu tupfen
– Papier gleichmäßig färben ist nicht möglich

Meiner Meinung nach eignet sich dieses Verfahren nicht so gut zur Papierherstellung. Bereits gefärbtes Papier lässt sich damit jedoch wunderbar noch nachträglich verzieren.

Anmerkungen

Arbeitsfläche: die Arbeitsfläche sollte so gewählt werden, dass sie leicht gereinigt werden kann. Selbst wenn man Zeitungspapier unterlegt sifft es auf den Boden durch.

Zu Variante 1 und Variante 2: selbst sehr starker Tee hat in unserem Versuch ein deutlich helleres Ergebnis gebracht als der Kaffee.

Zu Variante 4: in der im Internet gefundenen Anleitung stand Instantkaffee ich denke, dass es auch mit normalem Kaffe funktioniert. Diese Version haben wir nicht getestet.

Kaffee: da die ganze Wohnung nach dem Kaffee riecht ist es empfehlenswert nicht den billigsten zu nehmen. Wir haben mit dem billigen Ja Kaffee gearbeitet und der riecht nicht sehr gut ^^

Handschuhe: können davor bewahren, dass die Finger mitgefärbt werden 😉

Weitere Färbemittel: Zwiebelschalen oder Rooibostee sollen auch zum Färben geeignet sein. Zwiebeln sollen das Blatt eher gelblich färben Rooinbostee rötlich braun. Getestet habe ich diese beiden Varianten nicht.

Glätten: wenn das Papier wieder halbwegs glatt werden soll legt man es am einfachsten für einige Zeit unter einen dicken Stapel Bücher.

Dachsmaske/Dachshut

Für den Frühlingsmaskenball vom Saltatio (http://www.saltatio-aachen.de/) musste kurzfristig – was heißt ~48h vor dem Ball war noch nix da – Bekleidung her.

 

Maske bzw. Hut, da ich mich nicht von meiner Brille trennen konnte.

 

Material:

Alufolie
Moosgummi
Kleister
Zeitungspapier
Pappmaché Pulver (z.B. hier)
Eine Schale mit Wasser
Acrylfarbe schwarz und weiß
Klarlack
Pinsel
Dachsbilder aus dem Internet! Möglichst viele aus unterschiedlichen Positionen!

Nicht zwingend Notwendig aber sehr hilfreich: Modellierhölzer
Ich habe z.B. die hier

 

Als Grundgerüst habe ich mir zwei Lagen Alufolie auf den Kopf gelegt und dann in Form gedrückt. Vor dem Spiegel hab ich dann schon geschaut, ob das Grundgerüst schon halbwegs gleichmäßige Kanten hat, damit ich später weniger abschneiden muss. Nachdem die Folie auf meinem Kopf passend arrangiert war, kam sie von selbigen runter und auf einen meiner Perückenköpfe. Da habe ich dann mit viel Geduld und noch mehr Klebeband eine Schnauze aus Moosgummi angebracht. Leider habe ich vergessen von diesem Schritt ein Foto zu machen. Aber hier ein Foto von unten gesehen.

Dachsmaske

Als Nächstes habe ich Kleister nach Verpackungsanleitung angesetzt und während der Wartezeit Zeitungsschnipsel gerupft. Nachdem der Kleister fertig war, habe ich die erste Schicht Zeitungspapier auf die Alufolie geklebt. Hier muss etwas vorsichtig sein, da das Grundgerüst nicht so stabil ist. Wichtig ist auch, dass die Verbindung zwischen dem Moosgummi und der Folie mit größeren Stücken gut verklebt wird, da diese Stelle gerade anfangs sehr empfindlich ist. Nach der ersten Schicht kam dann direkt die zweite Schicht. Damit ich mir besser merken kann, wo ich schon geklebt habe und wo noch nicht, verwende ich meistens abwechselnd bunt gedruckte Seiten oder Bilder und schwarz/weiß Fließtext. Dann muss man nicht so aufpassen. Nach drei Lagen Zeitungspapier war das ganze schon recht stabil und ich konnte mich um die Ohren kümmern. Die Ohren sind ebenfalls im Inneren aus Moosgummi. Für die Platzierung habe ich den Hut aufgesetzt und mich mit den Ohren in der Hand vor den Spiegel gestellt und ausprobiert, wo sie am besten aussehen. Da die Ohren am besten ebenfalls mit Klebeband fixiert werden, sollte das Grundgerüst schon gut durchgetrocknet sein, da sonst das Klebeband nicht hält. Danach geht es mit Schichten weiter, wobei die Ohren mit eingeklebt werden. Insgesamt habe ich acht Lagen Zeitungspapier angeklebt, jeweils alle zwei-drei Lagen habe ich das ganze trocknen lassen.
Ich denke es gehen auch weniger Schichten, wenn man mehr Pappmaché Pulver hat. Da ich aber nur noch eine Packung hatte, wollte ich auf Nummer sicher gehen.

Dachsmaske 1

Dachsmaske 2

Dachsmaske 3

Als Nächstes habe ich das Pappmaché Pulver angesetzt. Das Pulver braucht auch so 30-60 min, bis es verwendet werden kann aber ich hab zwischendrin eh immer am Rock genäht also passte es ganz gut.

Mit der Fertigen Pappmachémasse habe ich dann den kompletten Hut einmal eingeschmiert. Von der Verarbeitung her ist es ähnlich wie Ton. Mit feuchten Fingern lässt es sich am besten auftragen und glatt streichen. An die Nasenspitze kam ein besonders dicker Klecks Pappmachémasse, da ich die Nase ausmodellieren wollte und genug Platz für winzige Nasenlöcher brauchte. Nachdem die Nase grob meinen Vorstellungen entsprach, habe ich die Nasenlöcher und die kleinen Punkte eingedrückt. Danach habe ich die Augen modelliert.
Das Ganze habe ich dann über Nacht trocknen lassen. Das tolle am Pappmachépulver ist, dass man es, wenn es einmal getrocknet ist, mit Schmirgelpapier ohne Probleme glätten kann. Wenn man die Zeit dazu hat 😉

Dachsmaske 4

Dachsmaske 5

Am nächsten Tag bekam der Dachs dann Farbe. Wobei Farbe relativ ist, da schwarz und weiß ja keine Farben sind xD

Den Abschluss bildete eine Schicht Klarlack. Ich denke zum Anmalen muss ich nicht groß was sagen. Außer vielleicht, dass mein Dachs ein wenig mehr weiß am Auge hat, als auf den Vorlagen. Aber sonst wäre das Auge nicht raus gekommen.

Dachsmaske