Category Archives: LARP

Die Maske des Namenlosen

Erst das Tavenenschild, jetzt dieses Accessoire.
Diese Maske ist nun auch ein fester Bestandteil meines aventurischen LARP-Charakters. Mit ihr verbindet sie alles, was sie an ihren gestorbenen Bruder erinnert. All das Leid, all den Schmerz, aber auch die schönen Dinge.
Um diese Requisite zu basteln, braucht man an sich nicht viel, aber man sollte genug Zeit einplanen. Zwischen den einzelnen Schritten muss nämlich alles gut durchtrocknen.
Der Fantasie sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt!
Wenn ihr euch auch so eine Maske basteln wollt –schließlich ist die Narrenzeit ja offiziell eröffnet -, habt ihr hier die Anleitung zu meinem Exemplar:

Was ihr braucht:

Maskenrohling (Pappe, Filz, Holz, Styropor etc)
Papier
Kleister
Sprühfarbe  (Gold)
Acrylfarbe (Gold)
Edding (schwarz)

So wird’s gemacht:

Rührt für das Pappmaché den Kleister an. Ich mach sowas immer nach Gefühl. Hauptsache, es ergibt nachher eine schön dickflüssige Masse. Während der Kleister zieht, reißt das Papier in kleine Schnipsel.

Verteilt reichlich Kleister auf dem Maskenrohling und beklebt diesen mit den Papierschnipseln, bis sie ganz bedeckt ist.

Wenn ihr wollt, könnt ihr mehrere Schichten übereinander kleben, aber ich habe lediglich nur eine Schicht gemacht.
Lasst die Maske über Nacht trocknen.

Sprüht sie nun von beiden Seiten mit der goldenen Farbe an und lasst sie wieder gut trocknen.

Schnappt euch nun einen Pinsel und bemalt die grundierte Maske mit der goldenen Acrylfarbe.

Wenn ihr eine Sprühfarbe gefunden habt, die schön schimmert, braucht ihr nicht noch mit der Acrylfarbe drüber gehen. Meine Farbe sah auf den Beispielbildern leider schöner aus, als sie war, also musste ich noch ein bisschen nachbessern.

Nachdem auch diese Schicht trocken ist, umrandet die Außenseiten und Augen mit einem schwarzen Edding. Streicht mit einem Taschentuch über den noch feuchten Edding, um der Maske einen etwas schäbigeren Look zu geben.

Fertig ist auch schon die zerschlissene Maske des Namenlosen!

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil

Mehr Dörrfleisch BBQ und Dr Pepper

Ich nutze die letzten Gelegenheiten des Jahres um mich auf Cons mit Dörrfleisch zu versorgen. Da ich noch nicht so genau weiß, was es alles gibt und was alles möglich ist, habe ich erneut zwei neue Kombinationen gemacht. Vor einer ganzen Weile bin ich auf Pinterest über ein Rezept für Dörrfleisch mit Dr Pepper gestolpert. Irgendwie ist es in meinem Kopf hängen geblieben und als ich neulich beim Einkaufen eine Dose Dr Pepper im Regal sah, musste ich sie einfach kaufen um es zu probieren. Ich hatte dann nicht alle original Zutaten im Haus um das Rezept nachzukochen also habe ich teilweise etwas improvisiert. Das Ergebnis war gar nicht mal schlecht. Auch wenn ich jetzt nicht speziell sagen könnte wie es schmeckt. Probiert es einfach mal selbst aus. Es hatte auf mich aber auch irgendwie keinen WOW-Effekt. Ich hatte jetzt nichts bestimmtes erwartet oder so aber irgendwie war es trotzdem nicht so wie ich gedacht habe. Die zweite Version ist mit der Löwensenf BBQ Sauce. Ich liebe sie. Ich mach sie ständig an alles mögliche dran und habe immer ne Flasche zu Hause. Das war so das Beste was ich mal in ner Brandnooze Box hatte. Das Trockenfleisch ist ganz schön scharf geworden, ich denke das nächste Mal nehme ich etwas weniger von der Soße.
Dr Pepper Dörrfleisch 
Zutaten
1-2 Rouladen
200ml Dr Pepper
2 Knoblauchzehen
1-2 TL Chilliflocken
1 TL Peffer
1 TL Salz
Zubereitung
Die Roulade in kleine Stücke schneiden. Dr Pepper in eine Schüssel geben, Knoblauch rein pressen, Salz, Pfeffer und Chililflocken dazu geben und mischen. Das Fleisch dazu geben und über Nacht marinieren.
Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen und dann im Dörrautomaten locker verteilen. Bei 65°C etwa 8-9 Stunden dörren.
BBQ Dörrfleisch
Zutaten

1-2 Rouladen
3 EL Löwensenf BBQ Sauce (geht sicher auch mit anderer, aber die mag ich am liebsten)
100 ml Sojasoße
1 TL Pfeffer
ggf. etwas Wasser
Zubereitung
Die Roulade in kleine Stücke schneiden. BBQ Sauce, Sojasoße und Gewürze mischen. Wenn die Marinade viel zu dickflüssig ist etwas Wasser dazu geben. Das Fleisch dazu geben und über Nacht marinieren.
Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen und dann im Dörrautomaten locker verteilen. Wer mag kann noch mal etwas Pfeffer drüber streuen. Bei 65°C etwa 8-9 Stunden dörren.

Mittlelaterliches Ballkleid

Jetzt am Wochenende war ich auf einer Hochzeitshofhaltungscon, die mein Mittelalterverein veranstaltet hat. Ich habe die Kammerzofe des Bräutigams gespielt und für das Festbankett am Samstagabend und den nachfolgenden Ball folgendes Kleid genäht.

Den Schnitt habe ich mir bei Natrum und Soda abgeschaut, allerdings ist dieses Kleid kein Schnürkleid. Ich habe es passend genäht, weil ich mit Schnürungen immer hängen bleibe und sie deswegen als unpraktisch empfinde.
Die Stoffangabe ist für meine Größe (40/42) angegeben. Denkt daran, es anzupassen.
Ich habe meinen Stoff als Restposten bekommen. Ich habe ihn gesehen und musste ihn haben. Da es sich um Polsterstoff handelt, ist das Kleid recht schwer, aber dafür fällt es sehr gut und bleibt auch da, wo es sein soll. Außerdem ist es schön warm, was bei den jetzt aufkommenden Temperaturen gar nicht so verkehrt ist.
Was nun folgt ist keine richtige Anleitung, dafür habe ich nicht genug Ahnung vom Nähen, bitte seht es mir nach 🙂

Was ich benutzt habe:

Stoff, etwa 3 Meter (eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt), vorgewaschen
Nähgarn (entweder in genau dem Farbton des Stoffes oder ihr nehmt etwas dunkleres/helleres Garn, wenn ihr wollt, dann man die Nähte sieht)
Knopf für den Gürtel

So hab ich es gemacht:

Wichtig ist bei dem Schnittmuster: Es ist nicht schlimm, wenn der Zuschnitt zu weit ist. Enger schneidern geht immer. Andersrum eher weniger.
Ich habe mich an dem Schnittmuster aus dem Original bedient und Folgendes draus gemacht.

Ihr braucht zwei Mittelteile (für vorne und hinten) und vier Seitenteile. Legt also die Muster auf den Stoff, pinnt sie mit Stecknadeln fest und entweder habt ihr Schneiderkreide, mit der ihr die Umrisse nachzeichnet, oder ihr schneidet es ohne Vorzeichnen aus. Denkt bei beiden Varianten unbedingt an die Nahtzugabe, damit ihr das Kleid später noch so eng schneidern könnt, wie ihr es gerne haben möchtet.

Entweder steckt ihr es dann an einer Schneiderpuppe ab, oder ihr lasst euch von jemandem helfen und steckt es am eigenen Körper ab.

Näht nun alle Teile zusammen, vergesst aber nicht, dann ihr Platz für die Arme lasst (ich hab es nämlich völlig vergessen und durfte dann alles wieder auftrennen).
Normalerweise sollten die Teile noch versäubert werden, aber mein Stoff ist so schwer gewesen, dass er keine Fäden zieht und somit habe ich mir den Schritt sparen können.

Bügelt die Nähte auseinander und schon bekommt das Kleid eine etwas figurbetonendere Form.

Steckt den Saum ab und näht auch diesen um. Wenn ihr hier etwas helleres/dunkleres Garn benutzt, wird man hier die Naht sehen. Ich nutze das gerne, weil ich so ein bisschen Dekoration auf das Kleid bekomme, ohne Borte zu benutzen oder Ähnliches. Man kann auch zuerst in der passenden Farbe den Saum umnähen und dann mit Zierstichen arbeiten.
Bei meinem gemusterten Stoff habe ich mich lediglich für eine gerade Linie entschieden, weil in meinen Augen alles andere zu viel geworden wäre. Die Ornamente auf dem Stoff sind schon auffallend genug, da braucht man nicht noch eine protzige Borte aufnähen.

Da dieses Kleid keine Ärmel hat, schneidet man die Stoffteile so ein, wie man es haben möchte und näht ebenfalls um.

Zum Schluss kommt noch der Ausschnitt. Mein Kleid hat kein Unterkleid, sondern nur eine Bluse als Unterteil und da diese mit einem wunderschönen Spitzenausschnitt versehen ist, habe ich das Kleid so ausgeschnitten, dass man diesen sehen kann. Umnähen, fertig.

Für den Gürtel habe ich einen langen Streifen ausgeschnitten, umgenäht und mich für einen Knopfverschluss entschieden.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Accessoires und fertig ist das Ballkleid.

Mit diesem Beitrag nehmen wir am Creadienstag teil.

Trockenfleisch

Mein neuestes Spielzeug ist ein Dörrautomat.
Auf dem Drachenfest hatte Sara für unser Lager und für zum Snacken allgemein eine große Menge Dörrobst und Beef Jerky gemacht. Da es eine super leckere Ergänzung zu unserem Essen war und ich schon länger darüber nachgedacht habe, ob ich einen Dörrautomaten anschaffe, war es dann das Zünglein an der Waage. Jetzt habe ich ihn also; den Dörrautomaten. Er hat fünf Siebe, von denen ich bisher nur maximal drei benutzt habe. Ich kann noch nicht so gut abschätzen, wie viel in den Automaten reingeht. Bisher kann ich nur sagen: mehr wie gedacht. Ich habe lange hin und her überlegt, welches Gerät ich haben wollte. Dann dachte ich erst ok, kaufst du das Gleiche, das Sara hat, aber das war dann im Preis gestiegen und der Dörrautomat, den ich mir jetzt geholt habe, war bei Amazon im Angebot. Ich hatte erst etwas Bedenken, weil viele davon geschrieben haben, dass der so stark nach Plastik riecht und die Sachen nicht schmecken. Klar das Ding hat beim ersten Mal an machen gestunken wie sonst was. Aber auch nicht viel mehr als mein kurz vorher zum ersten Mal genutzter Backofen. Seitdem ich den Dörrautomaten aber nach Anleitung erst mal leer angemacht habe, hat er nicht mehr gestunken. Auch die mehrfach bemängelten Böden scheinen bei mir in Ordnung zu sein. Einzig das versprochene Rezeptheft ist nicht enthalten. Aber dafür habe ich einfach dann eine Teilerstattung bekommen. War mir auch recht, ich glaube, wenn ich grob raus habe, was bei welchen Temperaturen wie lange gedörrt wird, werde ich auch hier eher frei Schnauze arbeiten.
Natürlich habe ich mir dann von Sara für das erst Mal das Rezept für Trockenfleisch geben lassen. Ich bekam darauf hin ein Rezept für klassisches Beef Jerky und für Teriyaki Jerky. Für ersteres hatte ich allerdings nicht alles da und fürs Einkaufen war es dann auch schon zu spät. Auch beim zweiten Rezept fehlte mir eigentlich der Ingwer. Aber ich habe vor einer Ewigkeit beim Foodblogger Camp in Reutlingen Galgant bekommen. Jeder sagte, das ist im Prinzip wie Ingwer. Also zack boom rein damit. Da ich allerdings nicht nur eine Sorte Fleisch machen wollte, habe ich gleich noch eine weitere Marinade gemacht. Da meine Sojasoße nach der Teriyaki Marinade auch quasi leer war, habe ich dann mit Sake gearbeitet und dem Rest Sojasoße.
Ich denke, ich werde jetzt öfters Dörrfleisch oder Trockenobst fürs LARP machen. Es lässt sich einfach so perfekt zwischendurch snacken und passt auch viel besser ins Bild als irgendwelche Gummibärchen oder so.

Zutaten

Teriyaki Jerky
900 g magere Rinderroulade
160 ml Sojasoße
80 ml Mirin
3 EL brauner Zucker
1 Knoblauchzehe
1 TL Zwiebelpulver
1 TL Galgant

Feuriges Trockenfleisch
1 magere Rinderroulde
40 ml Sojasoße
80 ml Sake
1 TL Pfefferkörner
2 TL Chilliflocken

Zubereitung

Teriyaki Jerky
Ich habe für mein Fleisch etwa die Hälfte der Menge genommen, da ich nur zwei Rouladen hatte und eine ja was anderes werden sollte.
Zuerst die Roulade vorbereiten, möglichst alles Fett entfernen und das Fleisch in Streifen schneiden. Wenn die Roulade sehr dick ist ggf. noch etwas platt klopfen.
Als Nächstes die Marinade vorbereiten. Dazu die Knoblauchzehe klein schneiden oder pressen und dann mit allen anderen Zutaten mischen und gut verrühren. Der Zucker sollte am Ende halbwegs aufgelöst sein.
Danach das Fleisch über Nacht in der Marinade einlegen.
Feuriges Trockenfleisch
Zuerst die Roulade vorbereiten, möglichst alles Fett entfernen und das Fleisch in Streifen schneiden. Wenn die Roulade sehr dick ist ggf. noch etwas platt klopfen.
Pfefferkörner und Chilliflocken im Mörser fein reiben und dann mit Sake und Sojasoße mischen. Danach das Fleisch über Nacht in der Marinade einlegen. Ich hatte es sogar über Nacht drin, da ich am nächsten Tag unterwegs war.
Das Fleisch dann auf den Böden im Dörrautomaten verteilen. Es sollte sich nicht berühren oder gar überlappen.
Bei 68°C 6-10 Stunden im Automaten dörren. Bei mir waren es etwa 8-9 Stunden, abends rein und morgens raus.
Ich bewahre mein Dörrfleisch in Vorratsgläsern auf. Wie lange es sich hält kann ich nicht sagen. Bisher immer nur bis zum nächsten LARP.

Gastbeitrag: Traumfeen für Zuhause

Hallo an alle da draußen,

Ich bin Sarah und ich bin Mitglied im Engonien e.V. einem LARP Verein. Für die letzte Con auf der ich Orga war habe ich mich an ein besonderes Projekt gewagt, das ich hier heute vorstellen darf. freu freu Für die Abenteuer Con Schwarzer Mond wurden von uns Feen als Plotgegenstand eingeplant. Im folgenden werde ich jetzt erklären wie ich diese gebastelt habe.
Viel Spaß

Material:

Gliederpuppen (z.B. die Puppen aus der Monster High oder Ever After High Serie)
Draht (ab ca. 3 mm Dicke) Blumendraht
Zangen zum bearbeiten von Draht und eine die Spitz zuläuft
Latexmilch
acetonhaltigen Nagellack
Stoff
Plastikblumen
Glitzer, und oder Glitzernagellack
Lidschatten in verschiedenen Tönen
Pinsel, Schere, Nadel und Faden
Pastellkreide
Farbe (ich habe Sprühlacke verwendet auf Grund der Zeit es gehen aber auch andere Farben)
Heißkleber (viel davon im Zweifelsfall)
Silikon
Modelliermasse
Perlen
Zeit
Geduld

Als Inspiration für dieses Projekt dienten unter anderem die blauen Wichtel aus Harry Potter und die Kammer des Schreckens. Das ganze Projekt lässt sich irgendwie in die Doll customising Spate einordnen. Wer mehr darüber erfahren möchte kann gerne auf Youtube danach suchen. Dort gibt es einen große Fanbase.

Schritt 1 – Die Puppe

Für mein Bastelprojekt habe ich vier Puppen aus der Ever After High Reihe benutzt. Namentlich waren es die Modelle von Ashlynn Ella (zweimal), einmal Meershell und einmal Maddy Hatter. Puppen als Ausgangspunkt für bewegliche Modelle zu nehmen ist kostengünstig und gerade die Puppen aus Ever After High oder Monster High haben beweglichen Gelenke an Kopf, Armen, Ellbogen, Händen und Knien wodurch man sie in viele natürliche Posen bringen kann. Hier seht ihr meine Ausgangspuppen. Dann wollen wir mal anfangen.

Zuerst habe ich alle Kleider, Schuhe, Schmuck und sonstige Anhängsel der Puppen entfernt. Dazu gehörte auch das öffnen der Frisuren. Da die Puppen keine Haare haben ist das der nächste Schritt. So Leid es einem auch tut, greift zur Schere und schneidet die Haare so nahe wie möglich an der Kopfhaut ab. Dabei gibt es keinen bestimmten Trick. Ich habe mich Strähnen weise von außen nach innen vorgearbeitet, aber ihr könnt es auch anders machen.

Als nächstes geht es ans Makeup oder auch das Gesicht. Dieses lässt sich sehr einfach mit acteonhaltigen Nagellackentferner und einen Q-tip herunter wischen. Pures Aceton geht auch. Achtet darauf, dass ihr beim herunter wischen die Farbe mit dem Q-tip nicht in den Kopf einmassiert. Nehmt lieber jedes mal ein sauberes Ende wenn ihr wieder an den Kopf geht.

Im nächsten Schritt wird der Kopf vom Körper getrennt. Dazu taucht man ihn bis zu den Schultern in kochendes Wasser. Die Hitze macht das Plastik weich und so lässt sich der Kopf mit etwas Ziehen vom Hals entfernen ohne das Nackenteil zu beschädigen. Außerdem macht das heiße Wasser auch den Kleber weich mit dem die Haar im Kopf verklebt sind.

Jetzt nehmt ihr euch die spitzeste Zange die ihr finden könnt und beginnt die Klebereste mit den Haarstoppeln aus der Kopfhaut zupuhlen. Am besten funktioniert es dabei wenn ihr mit der geschlossenen Zange an der Innenseite des Kopfes entlang schabt und die dadurch entstehenden Klumpen herausfischt. Trotzdem ist es eine sehr nervige Arbeit und kann manchmal auch etwas länger dauern. Wenn Teile im Kopf stecken bleiben, was sich durch schütteln heraus finden lässt, ist das nicht schlimm. Wenn ihr sie mit der Zange nicht gegriffen bekommt empfehle ich eine Pinzette. Wenn ihr in diesem Prozess mit dem Kopf oder dem Halsansatz etwas gröber umspringt macht das nichts, der hält das aus.
Die Farbe auf der Haarfläche lässt sich ebenso wie das Make Up mit dem Nagellackentferner entfernen.

Als letztes werden die Ohren mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Meine Traumfeen sollten große Ohren bekommen.

Schritt 2 – Die Ohren

Die Traumfeen sollten große Ohren ähnlich wie die von Fledermäusen bekommen. Hier gibt es zwei Herangehensweisen. Zunächst werden aber in beiden Fällen mit Modelliermasse die Ohren am Kopf modelliert. Dafür kann zuerst ein Grundgerüst aus Draht in den Kopf gesteckt werden und die Modelliermasse daran befestigt werden. In meinem Fall habe ich direkt am Kopf angesetzt und die Ohren ohne Draht aufgearbeitet. Lasst euch so viel zeit wie ihr wollt. Wenn ihr zufrieden seit lasst die Modelliermasse trocknen bis sie hart ist.

Wenn eure Puppe nur zur Anschauung ist könnt ihr die trockenen Ohren jetzt in der entsprechenden Farbe anmalen und am Kopf lassen. Für diese Variante empfiehlt sich die Ohren schon auf ein Drahtgestell modelliert zu haben.

Ich wollte in meinem Fall ein natürlicheres Aussehen. Also habe ich nachdem die Modelliermasse getrocknet war sie vom Kopf entfernt. Als nächstes habe ich sie mit mehreren Schichten Latex überzogen. Die Latexmlich habe ich mit dem Ende eines Pinsels aufgetragen. Ich habe vier bis sechs Schichten verwendet und dazwischen immer wieder das Latex gepudert. Nach dem endgültigen trocknen ließen sich die Ohrhüllen einfach abziehen. Mit einem Pinsel wieder auf die richtige Seite stülpen, fertig.

Um den Ohren jetzt eine feste Struktur zu geben und sie am Kopf zu befestigen habe ich mit Draht zurecht geschnitten und geschaut bei welcher Länge ich sie am Kopf feststecken kann. Dabei habe ich die bereits vorhandenen Löcher in der Kopfhaut genutzt und jeweils noch eines in die Stelle gestochen wo früher die Ohren waren. Um die Ohren biegsam zu erhalten habe ich sie mit Silikon aus gespritzt. Rückblickend empfiehlt es sich entweder zuerst das Drahtgestell im Ohr mit ein bisschen Silikon zu befestigen und das Ohr erst nachdem diese Konstruktion getrocknet ist voll aus zu spritzen und direkt am Kopf zu befestigen. So erreicht man, dass das Silikon direkt als Kleber zwischen Kopf und Ohren fungiert. Auf meinem Bildern habe ich die Ohren direkt aus gespritzt und trocknen lassen. Dadurch ergab sich aber das Problem das das Silikon eine unregelmäßige Oberfläche bildete und die Ohren sich deshalb nicht mehr Problemlos am Kopf befestigen ließen. Dies habe ich mit viel Heißkleber repariert. Achtet auch darauf das die Drähte nicht zu lang sind, da sie sonst im Kopf Probleme machen wenn ihr ihn wieder auf das Halsteil stecken wollt.
Da die Löcher im Kopf störend waren habe ich, nachdem die Ohren angebracht waren die Kopfhaut noch mit ein bis zwei Schichten Latex überzogen.

Schritt 3 – Die Flügel

Was wären Feen ohne ihre Flügel. In meinem Fall hatte ich an ein viergliedriges Konzept gedacht, ähnlich wie Libellen Flügel. Zuerst habe ich mir die Form meiner Flügel auf Papier aufgezeichnet. Dann habe ich dickeren Draht genommen und ihn mit Hilfe von Zangen zurecht gebogen. Die Enden habe ich mit einem Klecks Heißkleber fixiert. Fertig war das Grundgerüst. In einer Schüssel habe ich Latexmilch und Glitzer miteinander vermischt. Die Drahtgestelle habe ich auf einem dünnen, durchscheinenden weißen Stoff abgelegt der auf Klarsichtfolie lag. Danach habe ich die Formen vorsichtig mit Latex ausgegossen. Danach habe ich mit dem Ende eines Pinsels die Luftblasen in dem Latex aufgestochen und den Latex auch über den Draht gezogen damit er ihn ummantelt. Das ganze habe ich über Nacht trocknen lassen. Nachdem der Latex vollständig getrocknet war habe ich die Flügel aus dem Stoff, nahe am Draht ausgeschnitten. Solltet ihr Luftbläschen übersehen haben ist das nicht schlimm. Füllt sie einfach mit ein bisschen Latexmilch auf.
Meine Flügel sollten bläulich schimmern weshalb ich den Latex mit verschiedenen blauen Lidschatten gepudert habe. Dabei habe ich an den äußeren Rändern dunkleren benutzt und in der Mitte hellblauen. Damit der Puder sich nicht abreibt habe ich alle Flügel mit einer Schicht Glitzernagellack versiegelt. Dieser Schritt ist nicht notwendig, schützt die Flügel und den Puder aber vor Wasser.

WICHTIG! Da Latex und auch der übermäßige Gebrauch von Nagellack starke Dämpfe verursacht sollte man diese Prozeduren und auch das Trocknen nicht in einem geschlossenen Raum machen. Ich habe gerade nach dem versiegeln mit Nagellack meine Flügel zwei Tage lang im Flur entlüftet.


Um die Flügel an der Puppe zu befestigen habe ich mit einem Bohrer Löcher in passender Größe in den Puppenrücken gebohrt. Der Draht wurde auf eine passende Größe zurück geschnitten und die Flügel mit Heißkleber befestigt. Durch das Latex und den Heißkleber lassen sich die Flügel bis zu einem gewissen Grad verstellen. Wenn ihr aber eine bestimmte Position wollt empfehle ich euch sie direkt in dieser Position festzukleben, da sie wirklich nur begrenzt nachjustiert werden können.

Schritt 4 – Farbe

Meine Feen sollten Blau werden. Da es mir an Zeit mangelte habe ich sie kurzerhand mit Sprühfarbe lackiert. Es empfiehlt sich die Köpfe vor diesem Prozess wieder auf die Puppen zu setzen!

Sprühlack hat den Nachteil, dass er zum einen nicht so gut auf Plastik hält und zweitens leicht abblättert. Dem ersten Problem kann mit einem Fixierspray für Plastik nachgeholfen werden oder ihr bearbeitet eure Puppe vor dem besprühen mit einem Schleifpapier um die Haut anzurauen.

Wenn ihr mehr Zeit habt würde ich euch allerdings empfehlen die Puppen mit mehreren Schichten Kreide und einem Fixierspray namens Mr. Superclear zu färben. Dazu besprüht ihr eure Puppe, wartet eine Halbe Stunde bis die zwei bis drei Lagen trocken sind und pudert sie anschließend mit farbiger Malkreide. Wenn die Schicht kein Puder mehr aufnimmt versiegelt ihr sie wieder mit ein bis zwei Lagen Mr. Superclear und wiederholt den Prozess. So könnt ihr mit der Zeit (zwischen 7 bis 10 Lagen Farbe) eine natürliche Grundierung aufbauen die auch an den Gelenken nicht ab geht. Allerdings frisst dieser Prozess Unmengen von Zeit.
Alternativ könnt ihr eure Puppen auch mit Acrylfarbe bemalen, aber auch da ergibt sich das Problem mit dem Abblättern. Auch können Pinselspuren auf der Puppe zurück bleiben.

Während des Sprühvorgangs habe ich die Flügel zum Schutz mit Plastiktüten umwickelt, die die Heißklebestellen am Rücken frei lassen.
    

Schritt fünf – Puppenkleider

Die Feen sollten eine eigene Kultur und Gesellschaft haben. Und wie zeigt man so etwas? Durch Kleidung und Schmuck. Den Schmuck habe ich aus Perlen und Blumendraht gebastelt. Die Kleider habe ich unterschiedlich entworfen um jeder Fee einen eigenen Charakter zu geben. Anschließend habe ich sie mit Plastikblütenblättern und Perlen verziert.
Hier ein paar Beispiele:

Schritt sechs – Gesichter

Die Traumfeen in unserem Plot sollten an einer Verseuchung gestorben sein. Diese habe ich durch schwarze Schatten rund um Augen und Brust dargestellt. Zuerst habe ich die entsprechenden Stellen mit einem Pinsel und schwarzer Kreide schattiert. Danach habe ich mit schwarzer und blauer Kreide Linien auf den Brustkorb gemalt und sie mit einem Pinsel ausgeblendet. Zum Schluss habe ich mit einem Pinsel und Acrylfarbe weitere Adern und die Augen aufgemalt. Um den Augen eine leichte Erhebung zu heben habe ich einen dicken Klecks Acrylfarbe trocknen lassen. Schön gruselig ^^

Schritt sieben – Das Nest

Für das Feennest wurde ein Ballon mit mehreren Schichten Pappmaschee beklebt und getrocknet. Danach wurde ein großes Loch für den Eingang hinein geschnitten. Ich hatte einen Stängel von einer Plastikseerose übrig und dieser wurde zu einem Haken um das Nest in einen Baum hängen zu können. Anschließend wurde das Nest grün grundiert und anschließend mit dunkleren Grün und Brauntönen besprenkelt. Dieses wurde dann mit Federn, Plastikblumen und Feenstaubbeutel befüllt und mit einer Membran verschlossen. Die Membran wurde wie die Flügel aus zwei bis drei Schichten glitzernder Latexmilch gebaut und mit Lidschatten gepudert. Plastikranken rundeten das ganze ab.

Das war mein Bastelprojekt

Ich bedanke mich das ich einen Beitrag schreiben durfte und hoffe ihr hattet Spaß beim lesen. Abschließend habe ich noch ein paar Bilder von der Con angehängt.
Viel Freude an all euren Projekten!

Damit möglichst viele diese tolle Bastelarbeit sehen, wandert sie noch zum Creadienstag.

Gewürzwein

Anfang des Monats habe ich von meinen lieben Kollegen auf der Arbeit einen riesigen Korb voller Lebensmittel und einige Rezepte zum Geburtstag bekommen, da ich ja einen Foodblog habe und Mittelaltersachen bzw. LARP mache. Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht das Foto gesehen. Die Idee war super cool und ich habe mich riesig gefreut. Leider sind viele Rezepte bisher an meiner noch nicht vorhandenen Küche gescheitert. Da werde ich mir wohl irgendwann anders die passenden Zutaten noch mal neu kaufen um die Rezepte zu testen. Was ich allerdings problemlos machen konnte, war das Rezept für Kräuterwein. Der passt natürlich auch perfekt zum Thema des Monats “Getränke” auf Kochblog Action. Meine Erfahrung mit dem selber machen von Getränken hält sich bisher stark in Grenzen. Ich habe früher mal ne weile Eistee selbst gemacht aber da ich inzwischen fast nur noch Wasser trinke, mache ich den auch nicht mehr. Wobei ich mir immer mal wieder denke so ein schöner Likör oder Kräuterwein fürs LARP wäre ja ne schöne Sache. Nur weiter ging es bisher nicht. Aber durch das Geschenk hatte ich ja einfach alle Zutaten für den Kräuterwein zu Hause, also konnte ich es auch einfach mal probieren. Ist ja nicht so, als wäre es unglaublich schwer. Da die Kräuter allerdings eher Gewürze sind, habe ich es jetzt Gewürzwein getauft. Aber egal wie er heißt, lecker ist der Wein definitiv. Ich denke, ich werde ihn jetzt öfters mal ansetzen, bevor ich zum LARP fahre. Allerdings werde ich den Wein das nächste Mal entweder mit etwas weniger Honig zubereiten oder etwas mehr Wein auffüllen. Denn er ist etwas sehr süß geworden.

Zutaten
1 l trockener Weißwein (eher etwas mehr)
7-8 Wacholderbeeren
4-5 Nelken
1-2 Zimtstangen
250 g Honig

Zubereitung
Den Wein vorsichtig erwärmen und darauf achten, dass er nicht kocht. Den Honig dazugeben und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Den Wein in eine Flasche Füllen und die Gewürze hinzu geben.

Bei mir hat nicht der komplette Wein in eine Flasche gepasst, daher habe ich zwei Zimtstangen verwendet und die Gewürze aufgeteilt. Die Flasche verschließen und abwarten.

Für die nächsten 7-8 Tage muss der Wein bei Zimmertemperatur reifen. Den Wein jeden Tag einmal kräftig durchschütteln.

5 from 1 vote
Drucken
Gewürzwein
Zutaten
  • 1 L trockener Weißwein
  • 7-8 Wacholderbeeren
  • 4-5 Nelken
  • 1-2 Zimtstangen
  • 250 g Honig
Zubereitung
  1. Den Wein vorsichtig erwärmen und darauf achten, dass er nicht kocht. Den Honig dazugeben und rühren, bis er sich vollständig aufgelöst hat.
  2. Den Wein in eine Flasche Füllen und die Gewürze hinzu geben.

  3. Die Flasche verschließen und abwarten. Für die nächsten 7-8 Tage muss der Wein bei Zimmertemperatur reifen.
  4. Den Wein jeden Tag einmal kräftig durchschütteln.

Tavernenschild

Einer meiner LARP-Charaktere ist eine Wirtin aus Aventurien die eine eigene Taverne besitzt. Diese wurde bis jetzt zwar nur einmal auf einer Sylvestercon bespielt, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Im Hintergrund existiert sie dennoch und ich rühre auch brav die Werbetrommel.
Auf dem Drachenfest habe ich kurzerhand den Namen der Taverne als Gruppenname angegeben und damit man mich auch unter diesem Namen findet, habe ich dieses Schild gebastelt. Andere haben Flaggen, Wimpel und Banner, ich habe ein Schild!
Sonderlich viel Arbeit ist es nicht gewesen und es sieht gut aus.

Wie Name und „Wappen“ entstanden will ich allerdings nicht verraten. Vielleicht sieht man sich mal auf Con, dann könnt ihr es euch erspielen 🙂
Viel wichtiger ist ja auch erstmal, wie ihr eurer eigenes Schild basteln könnt!

Ihr braucht:

Holzbrett (Form und Maße sind egal, so, wie es euch gefällt)
Bleistift
Schere
Klebestift oder Tesafilm
Motiv auf Papier (und/oder Schrift)
Farbe (ob Wasser-, Acryl-, Abtönfarbe etc. ist egal)
Pinsel
Klarlack
min. 2 Schraubhaken
Bänder zum Befestigen (Wolle, Leder, Kordel)
Bohrer
1mm Aufsatz

So wird’s gemacht:

Schneidet euer Motiv aus und legt es an die Stelle auf dem Holzbrett, an der ihr es später haben wollt. Klebt es leicht fest, damit es nicht abhaut und zeichnet die Umrisse mit Bleisift auf das Holz.

Ich habe mit dem Bild angefangen, weil sich das einfacher gestaltete, als der Text. Gut, ich bin es selber schuld. Ich hätte mir auch eine andere Schriftart aussuchen können, oder sie freihändig zeichnen können, aber da ich es ein bisschen fancy haben wollte und absolut nicht freihändig zeichnen kann, musste eben diese Variante her. Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.

Malt das Motiv aus und wenn gewünscht, zieht die Konturen nach. Entweder ihr macht das mit einem sehr dünnen Pinsel und einer ruhigen Hand, oder ihr macht es wie ich: Ich habe mir einen wasserfesten Marker aus der Bürokiste meine Mannes geschnappt und es damit gemacht.

Bei der Schrift macht ihr dasselbe, wie bei dem Motiv. Ausschneiden, aufkleben, Umrisse zeichnen, ausmalen, Konturen ziehen.
Lasst alles über Nacht trocknen.

Überzieht das Schild nun mit Klarlack, damit es vorm Wetter geschützt ist. Das Letzte was ihr wollt ist, dass euch die Farbe vom Holz läuft, oder das Holz aufquillt oder sogar reißt.
Lasst es wieder trocknen. Haltet euch dabei an die Angabe auf der Lackdose.

Kommen wir nun zu der Anbringung der Schraubhaken. Ich wollte 4 Stück haben, damit ich daran nicht nur das Schild selber aufhängen kann, sondern unten noch Schiefertafeln anbringen kann, auf die ich Dinge schreiben kann. Das ist aber optional.
Ich habe es gemacht, damit wir uns im Lager auf dem Drachenfest verständigen konnten.
Bohrt an den Stellen, an denen ihr die Haken haben wollt mit einem 1mm Aufsatz jeweils ein kleines Loch hinein. Drückt die Haken hinein und schraubt sie entweder mit bloßem Muskelschmalz fest, oder nehmt euch einen Stift zur Hilfe.
Jetzt könnt ihr das Schild auch schon fast aufhängen. Entweder ihr nehmt einfache Bänder, um es zu befestigen, oder ihr lasst eurer Fantasie freien Lauf.
Ich habe die Reste aus meiner Kumihimokiste genommen und daraus Bänder geflochten.
Aufhängen, fertig!

 

Bromannislikör

Da wir seit Wochen gerne bei dem Blogevent von Kochblog Action mitmachen wollen, aber irgendwie nie das Passende dabei war, haben wir nun die Chance! Ich koche lieber spontan und hatte dann leider nie etwas, was du den anderen Monaten gepasst hatte, aber jetzt kann ich was bieten!
Den Bromannislikör.
Ich möchte euch diesen Likör zeigen, weil er nicht nur lecker fruchtig ist und gut zum Sommer passt, sondern auch seine Namensgebung mehr Zufall und Amüsement war.
Mein bester Freund hat mir beim Umfüllen geholfen und fragte, welche Sorte ich gebraut habe. Ich antwortete „Brombeer und Johannis“, wurde aber von den Handwerkern ein Stockwerk höher etwas übertönt. Seine Frage daraufhin besiegelte den Namen: „Bromannis?“
Kurz und prägnant. Passt!
Die Mischung schmeckt sehr lecker. Ausnahmsweise sollte dieser Likör kühl serviert werden, dann schmeckt er schön fruchtig-süß.  Ich hab ihn mal spaßeshalber über Vanilleeis gegossen und kann dieses Experiment nur empfehlen!
Ich kann mir auch vorstellen, dass man diesen Likör benutzen kann, um einen beschwipsten Kuchenboden zu machen. Ist dann mal was anderes, als Obstbrände.

Zutaten:

375 g Brombeeren
300 g Zucker
500 ml Wodka
100 ml Wasser
500 ml Johannisbeersaft

Zubereitung:

Brombeeren waschen und in einem Topf mit Wasser aufkochen.
Den Zucker unterrühren und mit dem Johannisbeersaft aufgießen.
Alles für etwa 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und wenn es abgekühlt ist den Wodka dazugeben. Nun wird alles in ein verschließbares Gefäß gekippt und für etwa vier Wochen vergessen.
Nach der Ziehzeit durch ein Sieb in Flaschen umfüllen und verschenken oder selber trinken!

 

 

Drucken
Bromannislikör
Zutaten
  • 375 g Brombeeren
  • 300 g Zucker
  • 500 ml Wodka
  • 100 ml Wasser
  • 500 ml Johannisbeersaft
Zubereitung
  1. Brombeeren waschen und in einem Topf mit Wasser aufkochen.
  2. Den Zucker unterrühren und mit dem Johannisbeersaft aufgießen.
  3. Alles für etwa 10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und wenn es abgekühlt ist den Wodka dazugeben. Nun wird alles in ein verschließbares Gefäß gekippt und für etwa vier Wochen vergessen.
  4. Nach der Ziehzeit durch ein Sieb in Flaschen umfüllen und verschenken oder selber trinken!

Drachenfest 2017 – Schlammagedon ist vorbei

Das Drachenfest ist vorbei, gewonnen hat mein Lager leider wieder nicht. Aber der Blaue bekommt hoffentlich bald auch noch Mal einen Sieg. Immerhin haben wir unseren Siegelplatz frei geschlagen und gesiegelt. Nun schlafen alle Palisadenteile friedlich in der Scheune bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt:

Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, den die Grenzenlosigkeit des Meeres reizt.
Den, der den Wind der Freiheit atmet.
Den, der die Fesseln von Herrschaft sprengt.
Ich rufe den Blauen Avatar!

Für mich ging das Drachenfest schon mit den Aufbautagen los. Am 22.7 ging es morgens mit dem Auto quer durch den Westerwald Richtung Quast. Dort angekommen ging es dann eigentlich auch super los. Wir konnten mit Hilfe einiger anderer Lager unseren Bereich der Scheune sehr zügig leer Räumen und alles lief wunderbar. Kurz machten wir uns sogar Hoffnung, dieses Jahr vorzeitig mit allem fertig zu werden.



Dann kam der Regen. Schon in der Nacht hat es ordentlich gerumst. Dummerweise hatte ich es geschafft mein Fenster im Auto offen zu lassen. Yay. Nasser Fahrersitz und Pfützen im Auto. Sofort erst mal mit Handtüchern das nötigste getan. Es ist inzwischen wieder gut getrocknet und hat keine bleibenden Schäden. War also nur ätzend. Aber insgesamt leitete es einfach das Regenchaos ein. So viel Regen hält keine Regenjacke und auch kein Schuhwerk aus. Spätestens Montagmittag hatte ich zwei Paar komplett nasser völlig verschlammter Schuhe und keine Regenjacke mehr. Damit war ich nicht alleine im Aufb(l)auteam. Gegen so viel Wasser ist einfach nichts zu machen. Natürlich musste der Aufbau trotzdem irgendwie weitergehen. Socke, Tüte, Socke, Schuh hieß die allgemeine Maßnahme, die wenigstens etwas für warme Füße sorgte. Der Regen verzögerte allerdings sowohl die Anreise, die Wiesen konnten nicht mit dem Auto befahren werden und es gab ewig weiten Rückstau, als auch den Aufbau, alle Helfer mussten regelmäßig am Feuer aufgetaut und getrocknet werden. Ich glaube jeder hatte im Laufe des Aufbaus seinen persönlichen kleinen Zusammenbruch bevor es dann mit neuer Kraft und Galgenhumor wieder an die Arbeit ging.



Intime wurde auch in einem gewissen Maße verschoben und Stiefel wurden zu intimetauglichem Schuhwerk deklariert. Ich für meinen Teil war Mittwoch und Donnerstag leicht am rumkränkeln und habe recht viel gepennt. Richtig in meinen Charakter rein gekommen bin ich bis zum Ende des Cons nicht wirklich. Ich hatte schon meinen Spaß, nachdem der Regen irgendwann mal aufgehört hat und langsam alles wieder trockener wurde, aber ich bin trotzdem unentschlossen, ob ich 2018 wieder auf dem Quast zu finden sein werde. Das Problem ist, dass ich die Leute dort sehr mag und auch die Stimmung im Auf-/Abbauteam ist immer toll. Aber ich mag tieferes Charakterspiel einfach lieber und das kommt beim Drachenfest zu kurz. Auf der anderen Seite, könnte es natürlich auch an mir liegen, bzw. an dem von mir fürs Drachenfest ausgewählten Charakter. Ich werde mich wohl die nächste Zeit entscheiden müssen, ob ich das Drachenfest zugunsten anderer kleinerer Cons ausfallen lasse oder ob ich es ein letztes Mal mit einem neuen Charakter probiere. Was ich letzten Endes mache weiß ich aktuell nicht. Ich denke ich werde es mir noch mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Insgesamt war dieses Drachenfest aber auch echt komisch. Ich meine wir hatten eine Art nicht Angriffspakt mit Kupfer. Das war schon wirklich komisch. Wir haben uns sogar recht lange noch Chancen auf einen Sieg ausgerechnet, da wir dieses Jahr echt viele Eier bekommen haben. Die Geschichte mit Kupfer hat das Lager etwas geteilt, was meiner Meinung nach sehr verständlich war.

Der Abbau war dann zum Glück wieder trocken und wir sind halbwegs gut durchgekommen, auch wenn wir noch bis Montag Nachmittag Sachen in die Scheune geräumt haben, ich glaub ich bin so 15:30 vom Quast nach Hause gefahren. Man hat es schon gemerkt, dass wir komplett auf die Anhänger angewiesen waren und keine Fuhren mit eigenem LKW oder Sprinter machen konnten.

 

Holzbox pimpen

Heute zeige ich euch eine Holzbox, die ich schon vor einer ganzen Weile gepimpt hatte. Dummerweise hatte ich die Fotos dann verlegt und selbst jetzt fehlen mir noch ein paar Zwischenschritte. Ich bin sicher, dass ich die Fotos gemacht habe aber sie sind einfach weg.

Wie gesagt eine ganze Weile her. Die Box war das Wichtelgeschenk bei unserer halb IT Wichtelaktion zu Weihnachten 2016. Ich hatte einen Charakter gezogen, der Redakteur ist und ich wusste, dass dem Charakter mal sein Notizbuch abgenommen wurde. Also wollte ich etwas schenken, dass die wichtigen Notizen der Redaktion geschützt sind. Denn wer weiß schon, was über den eigenen Charakter in diesem Büchlein steht. Dazu habe ich mir bei Tedi eine entsprechend große Holzbox gekauft. Diese zerlegt und erst mal dunkel angemalt, weil ich das helle Holz nicht so toll fand.

Als Nächstes habe ich mit Embossing Pulver die Dekorationen angebracht. Ich finde Embossig Pulver super. Ich hatte es auf einer Kreativ Messe gesehen und war sofort begeistert. Inzwischen habe ich mir ein paar Stempel besorgt und dann hier gleich mal ausprobiert. Federn und Schlüssel, für das Schreiben und das Sicher. Das ganze in Rot-Gold, weil es ein Gryffindor war. Wer Embossing Pulver nicht kennt, mit Kleber wird das Muster auf die Stelle übertragen und dann das Pulver drüber geschüttet. Die Reste abschütten. Dann das Pulver mit dem Heißluftföhn anschmelzen. Je nach Pulver geht das schneller oder langsamer. Mein Glitzerpulver braucht deutlich länger als das ohne Glitzer. Der große Nachteil ist nur, dass man das Pulver wirklich gut auch durch die ganze Wohnung verteilt wenn man nicht aufpasst.

Dann wieder alles zusammengeschraubt und fertig war das Wichtelgeschenk.